Mittwoch, 22. Mai 2013

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Israel und der Iran: Der Konflikt und die Meinungen dazu
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13.04.2012 18:53 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

 

Zitat von _solon_
 

 

Ist auch grundsätzlich völlig egal ob Gedicht, Essay, Roman, offener Brief ,,, , oder?

 

...hauptsache die Wahrheit. Breites Grinsen

________

14.04.2012 00:04 Uhr
OldMike
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Wahrheiten.......

 

Zitat von Kallewirsch
 

 

...hauptsache die Wahrheit. Breites Grinsen

Eine Wahrheit wird es nie geben. Das Objektivste was man mitbekommen kann, das sind Fakten, also Tatsachen oder Werte - nur bekommen wir diese schon in selektierter und deswegen unvollständiger und zensierter Form vorgelegt, von dem abgesehen, dass wohl niemand, auch der beste Geheimdienst oder Experte nicht, alle nötigen Fakten herbringen kann. Meist geht es in der Politik dann auch schon wieder um Aussagen - und diese sind schon wieder interpretierte Werte, also auch schon wieder Meinungen.

Eine Meinung aber ist subjektiv, sie kann plausibel und begründet eng an Tatsachen gegründet sein, oder aber auch voll aus der Luft gegriffen. Sogar das können wir Drittleser schon meist gar nicht mehr unterscheiden - fehlen doch Quellen und Beweise, wobei auch oft schon Quellen und Beweise underdrückt oder gefälscht werden, schon vor dem Moment, in dem sie uns als Tatsachen verkauft werden.

Meinung hat viel mit Vorerfahrung, mit Grundhaltung, Vorurteilen, Denkgewohnheiten und Weltanschauung zu tun, sie kann sich um Objektivität bemühen, bleibt aber im Endeffekt nur ein auf subjektiver Wertung abgegebenes Werturteil, das nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss.

Auf diese Weise werden uns viele Meinungen als Wahrheiten verkauft. Die "richtige" Wahrheit aber kennt keiner, im Grunde gibt es sie deswegen nicht.

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Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen. (Helmut Qualtinger)

14.04.2012 00:52 Uhr
spacevulture
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Von Botschaften und Boten

 

Zitat von montebaldo
Darf ein Täter sein Opfer kritisieren? Gedanken zu einem Essay  

Guter Beitrag, ohne Zweifel. Dennoch "erhebe ich Einspruch". Ich frage mich, ob das wirklich noch die aktuelle Frage ist.

Die Generation der Opfer und Täter wird bald Geschichte sein, so wie es der Gang der Zeit eben will. Ob sich nun wirklich ausgerechnet solche Menschen, die persönlich Schuld gegenüber Juden auf sich geladen haben (oder altersmäßig auf sich geladen haben könnten), besonders dazu berufen fühlen sollten, den Staat Israel zu kritisieren, mag dahin gestellt bleiben. Wenn man mir gerade den Führerschein abgenommen hätte, würde ich mich jedenfalls nicht zu laut über Falschparker aufregen. Darauf kommt es aber aus meiner Sicht gar nicht an (zumal ich nicht entscheiden will, wie das bei Grass aussieht).

Die Kritik am Grass-Gedicht (jedenfalls von meiner Seite und ich verstehe die meisten anderen kritischen Stimmen im gleichen Sinn) richtet sich doch dagegen was gesagt wird und nicht dagegen wer das sagt. Egal, ob dieses Gedicht von Lieschen Müller, Günther Grass oder Papa Schlumpf stammt, hat es einen Inhalt. (Wenngleich man von diesem Inhalt nie Kenntnis genommen hätte, wenn es von Lieschen Müller wäre.)

Und genau dieser Inhalt ist das Problem.

Ich jedenfalls lasse mir von niemandem verbieten, meine Meinung zu sagen, auch zu den Verbrechen, die sich der Staat Israel "leistet". Wenn ich dabei aber eine einseitige, die Wechselseitigkeit der Gewalt ausblendende Parteinahme abliefere und diese noch mit haarstreubenden Übertreibungen verbräme, dann muss ich für den dadurch entstehen Mist auch die Verantwortung übernehmen und die Kritik ertragen. Und genau das geschieht dem Herrn Grass gerade, der dazu nichts besseres zu sagen hat, als Platitüden wie Nazi-Keule und Gleichschaltung.

Es geht um die Botschaft, nicht um den Boten.

14.04.2012 00:55 Uhr
Redaktion
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Neuer Verhandlungspoker im Atomstreit mit dem Iran
Gibt es noch eine Chance für eine friedliche Lösung des Atom-Streits mit dem Iran? Am Samstag starten die neuen Atomgespräche. Die Iraner senden im Vorfeld unterschiedliche Signale - Vorbedingungen könnten einen Durchbruch wieder einmal verhindern.
Neuer Verhandlungspoker im Atomstreit mit dem Iran

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www.augsburger-allgemeine.de - Alles was uns bewegt

14.04.2012 00:55 Uhr
Rembremerdeng
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Eine klare Sache

 

1. Israel plant einen Angriff. Vom Iran ist ähnliches nicht bekannt. Die gerne dagegen angeführte Bemerkung von Ahmadinedschad stammt aus dem Jahr 2005 und ist ein Übersetzungsfehler:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-zitat-von-ahmadinedschad-der-iranische-schluesselsatz-1.287333

Dagegen wissen wir heute, daß amerikanische und israelische Geheimdienste Lügen verbreiteten, um den Angriff gegen den Irak zu rechtfertigen.

Ergo: Der Aggressor heißt Israel. Das Wort Präventivschlag ist nur ein Euphemismus, der von diesem Tatbestand ablenken soll. Selbst wenn der Iran derzeit an einer Atombombe bauen würde, kann daraus noch nicht geschlossen werden, daß er sie für einen Angriff einsetzen will. Statt von Unterstellungen auszugehen, hat bis zum Beweis des Gegenteils der Grundsatz „in dubio pro reo“ zu gelten.

 

2. Der Iran, nicht Israel, muß sich derzeit bedroht fühlen. Denn bislang besitzt nur der Aggressor eine Atombombe.

 

3. Die Frage, ob die Welt in exakt dieser Region eine zusätzliche Nuklearmacht verträgt, ist falsch gestellt. Denn eigentlich verträgt die Region keine einzige Nuklearmacht. Für Abrüstung ist Israel, das dem Atomwaffensperrvertrag - im Gegensatz zum Iran - nicht beigetreten ist, nicht zu gewinnen. Um die einseitige Bedrohungslage aufzuheben, besteht der Ausweg somit nur in dem, was auch dem Westen jahrzehntelang zur Rechtfertigung seines Aufrüstens diente: der Ausgleich des Schreckens. Alles andere ist nicht nur eine Heuchelei, sondern schlicht unlogisch.

 

4. Es wäre ein schwerer Fehler, die Entscheidung über Krieg und Frieden allein den Israelis zu überlassen. Auch Deutschland hat eine Entscheidung zu treffen, und sollte umgehend alle Waffenlieferungen an einen Staat stoppen, der bereit ist, einen Angriffskrieg zu führen.

 

 

14.04.2012 01:32 Uhr
Lukas
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Ex-Ministerin Shulant Aloni aus Israel

 

14.04.2012 07:46 Uhr
_solon_
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Zitat von OldMike
Wahrheiten.......

 

Eine Wahrheit wird es nie geben. Das Objektivste was man mitbekommen kann, das sind Fakten, also Tatsachen oder Werte

....

Sehr richtig. Betonung liegt auf Eine ....

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

14.04.2012 07:47 Uhr
Lumpazi
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Zitat von Lukas
 

Ex-Ministerin Shulant Aloni aus Israel

 

 

Daumen rauf

Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf !!

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Da bemühen sich viele Männer ein Leben lang, die Frauen zu verstehen, anstatt sich mit einfachen Dingen wie der Relativitätstheorie zu beschäftigen. Albert Einstein

14.04.2012 08:46 Uhr
Athineos
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Zitat von Kallewirsch
 

 

Was wäre/ist, daran so verkehrt?

 

Verkehrt ist daran nichts, es würde nur  vom eigentlichen Thema wegführen und die Gefahr der Verzettelung in sich bergen, der z.B. ich sehr oft erliege!

 

Zitat von Kallewirsch
 

 

Daumen rauf

 

Was ist an dem Begriff "Gleichschaltung" so übles? Haben wir doch fast überall auf der Welt - wir schreiben das Jahr 2012!!!

Das Üble daran ist, dass es eine Schöpfung der Nationalsozialisten ist, mit einem antidemokratischen Hintergrund.

Bei solchen Begriffen sollte man schon differenzieren!

Ich z.B. verwende auch den Begriff " Sonderbehandlung " nicht , den Begriff " Lager " schon.

Denn ersterer ist ebenfalls eine Nazi-Schöpfung mit eindeutigem Hintergrund, letzteren haben Besagte pervertiert, wobei die Grundbedeutung erhalten blieb.

Und der Gebrauch eines Wortes - und das hat Sprache an sich und dafür ist Sprache u.a. da - läßt durchaus Rückschlüsse auf die Einstellung des Sprechers zu.

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μολὼν λαβέ

14.04.2012 15:32 Uhr
forest
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Zitat von montebaldo
 

 

Das ist rausgeredet. Dann dürften also nur noch Literaturnobelpreisträger Literaturnobelpreisträger kritisieren und bewerten. Und wenn wir den Kritikerrahmen sooo eng halten, ganz bestimmt kein Literaturnobelpreisträger eine ausländische Regierung. Zwinkernd

 Müßte Ihnen gefallen, montebaldo.

Wie konnte es Günter Grass so weit bringen? Es liegt weder an seiner künstlerischen Leistung, noch an seiner bestechenden Intelligenz. Sondern allein daran, dass er deren Existenz so penetrant herbeigeredet hat.

 

14.04.2012 17:45 Uhr
Gast_963760819
gelöscht
Beiträge: 8106

 

Zitat von Athineos
 

 


Und der Gebrauch eines Wortes - und das hat Sprache an sich und dafür ist Sprache u.a. da - läßt durchaus Rückschlüsse auf die Einstellung des Sprechers zu.

Richtig. Trotzdem sollte der Begriff "Gleichschaltung" nicht erst seit 1933 begriffen werden. Wieviele Menschen auf der ganzen Welt sind denn heute noch, direkt oder indirekt, gleichgeschaltet?

 

Welche Intelligenz? Die emotionale oder die kognitive?

"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ständig gezwungen ist, dazuzulernen. "  G.B.Shaw

________

14.04.2012 18:58 Uhr
forest
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Zitat von forest

 

 Müßte Ihnen gefallen, montebaldo.

 Es kommt noch besser:

Der Schriftsteller ist jemand, dessen Intelligenz nicht groß genug ist, um mit dem Schreiben aufhören zu können.

Wer das gesagt hat? Mit dem Cursor hier weiterfahren Günter Grass

Tatsächlich habe ich das Gedicht immer noch nicht gelesen, deute aber die Resonanzen so, daß er im Prinzip recht hat. Augstein - an gleicher Stelle wie Frau Berg - wurde schon zurecht gewürdigt. Im übrigen gefällt mir die Ansicht von Sibylle Berg gut, reines Bauchgefühl. Von Grass habe ich die Blechtrommel gesehen und den Butt diagonal gelesen - kein weiteres Interesse. Deswegen muß ja nicht alles falsch sein, was er meint.

Zuletzt geändert von forest, am 14.04.2012 um 19:08 Uhr
14.04.2012 19:27 Uhr
montebaldo
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Es mag sein, dass Frau Berg nicht falsch liegt, nur interessiert mich das nicht. Ich bin an Grass-Bashing zu seiner Person und seinem Werk überhaupt nicht interessiert.

Er ist der falsche Mann in dieser Sache zu sprechen und er hat es darüber hinaus auch noch vergeigt.

Wer eine Integralrechnung auf eine simple Eins und Eins ist -Gleichung runterbrechen will, nur um mal zu sagen, was er glaubte nicht sagen zu dürfen, dabei noch den falschen Part als Kriegstreiber hinstellt, der hat leider auch im Prinzip für den Weltfrieden nicht recht.

Ich fange mit Ihnen jetzt aber ganz gewiss kein Diskussionsgemetzel a la Wulff an. Sie glauben, was Sie gerne glauben möchten, das ist Ihr allerbestes Recht. Und ich dito.

14.04.2012 20:01 Uhr
forest
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Zitat von montebaldo

 

Ich fange mit Ihnen jetzt aber ganz gewiss kein Diskussionsgemetzel a la Wulff an.

 Hatte ich auch nicht vor. Ich wäre hoffnungslos unterbewaffnet Zwinkernd

14.04.2012 21:01 Uhr
Gast_413345083
gelöscht
Beiträge: 1291
...

 

Zitat von montebaldo
  Er ist der falsche Mann in dieser Sache zu sprechen und er hat es darüber hinaus auch noch vergeigt.

Ich fange mit Ihnen jetzt aber ganz gewiss kein Diskussionsgemetzel a la Wulff an. Sie glauben, was Sie gerne glauben möchten, das ist Ihr allerbestes Recht. Und ich dito.

Ohne den Thread zu kennen, sollte die Frage erlaubt sein: Grass der falsche Mann, in dieser Sache zu sprechen? Und was soll er vergeigt haben?

Das hätte ich dann doch gerne erklärt bekommen.

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Schlagworte

Israel, Iran


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