Mittwoch, 3. September 2014

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Köln: Katholische Kliniken weisen Vergewaltigte ab
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06.02.2013 12:46 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von Lindemann

 

Genau das tun sie eben nicht mit Ihrer Forderung. Indem Sie die vergewaltigte Frauen daran hindern wollen, etwas gegen eine mögliche Schwangerschaft zu unternehmen, zerstören Sie das Leben der Frau noch mehr, als es durch die Vergewaltigung schon zerstört wurde. Sie retten also nicht Leben, sondern würden es am liebsten noch mehr zerstören.

Und dies dann auch noch als selbstlosen Akt der Menschlichkeit hinzustellen, ist geradezu eine Farce. Sadistischer Egoismus, nichts anderes ist das von Ihnen.

Nein!

Egoismus würde voraussetzen, dass ich etwas davon hätte.... hab ich aber nicht... so oder so nicht.

Ich würde es auch nicht als Forderung bezeichnen. Es ist meine Meinung. Vielleicht hier ein Denkanstoß und eine Sichtweise auf die Dinge, die sonst verstellt bleiben. Ich werde mich nicht entleiben, nur weil Sie (oder andere) anderer Meinung sind. Auch hindere ich niemanden daran, Dinge zu tun, die ich nicht richtig finde oder urteile darüber... wer sich verurteilt fühlt, nur, weil ich hier anderer Meinung bin... nun... der hat entweder ein schlechtes Gewissen oder ist nicht ehrlich zu sich selbst.

________
What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

06.02.2013 13:11 Uhr
Lindemann
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Zitat von Sensus Communis
Nein!

Egoismus würde voraussetzen, dass ich etwas davon hätte.... hab ich aber nicht... so oder so nicht.

Recht wollen Sie unbedingt haben!

Und Sie wollen Ihre Religionsideologie durchsetzen, indem Sie den Wert  von bestehendem Leben geringer schätzen als hypothetisches Leben.

Zuletzt geändert von Lindemann, am 06.02.2013 um 13:14 Uhr
06.02.2013 16:26 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von Lindemann


Recht wollen Sie unbedingt haben!

Und Sie wollen Ihre Religionsideologie durchsetzen, indem Sie den Wert  von bestehendem Leben geringer schätzen als hypothetisches Leben.

schon wieder falsch... und wenn Sie's noch hundert mal hinschreiben...

1) keine Religionsideologie (von meiner Seite jedenfalls)

2) schätze ich nicht den Wert von bestehendem Leben geringer als den des werdenden Lebens... im Gegenteil...

Richtig ist, dass ich es für zumutbar halte, an Lebensqualität Abstriche hinzunehmen, damit werdendes Leben nicht getötet werden muß. Der Wert und vor allem die Wertschätzung der Frau gegenüber wird dadurch in meinen Augen höher, nicht geringer.

 

 

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What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

06.02.2013 16:26 Uhr
Gideon
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Zitat von Sensus Communis

 

Ich hege keinerlei Hoffnung auf einen katholischen Gottesstaat.... ich bin wie gesagt nicht mal besonders religiös.

Ich bin nur dem menschlichen Leben gegenüber bejahend eingestellt und der Meinung, dass das Werden niemand ohne triftigen Grund nachträglich beeinflussen sollte.

Eine Vergewaltigung per se ist kein triftiger Grund. Eine Vergewaltigung einer Frau, die selbst fast noch ein Kind ist kann ein triftiger Grund sein.

Ihnen wird von @Lindemann vorgeworfen:

"Indem Sie vergewaltigte Frauen daran hindern wollen, etwas gegen eine mögliche Schwangerschaft zu unternehmen, zersören Sie das Leben der Frau noch mehr, als es durch die Vergewaltigung schon zerstört wurde. Sie retten also nicht Leben, sondern würden es am liebsten noch mehr zerstören."

Was Sie darauf antworten, steht oben und auch an mehreren anderen Stellen: Eine Vergewaltigung rechtfertigt es nicht, das Leben des Kindes zu töten oder zu verhindern. Ihre Kontrahanten - ich gehöre nicht dazu - setzen dem Leben, für das Sie sich einsetzen, ein anderes Leben dagegen, nämlich das der vergewaltigten Frau. Das stößt Ihre Position nicht um. Doch ich möchte trotzdem dem Vorwurf Ihrer Kontrahenten etwas entgegnen:

Daß das Leben der Vergewaltigten zerstört wird, kann man eigentlich nur sagen, wenn man eine ganz bestimmte Vorstellung von "Leben" hat. Nämlich dem ohne Schattenseiten. Einem Leben, in dem nur Positives zu vermelden ist: "Alles bestens". Der extreme Gegenpol: "unwertes" Leben.

Der biblischen Maria wird verheißen: "Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten ..." (Lk 1,35)

Was immer man auch dazu sagen mag, eines dürfte wohl mit Bestimmtheit gesagt weden können: Der Maria wird der "Schatten", den es in ihrem Leben geben wird, bei aller Frohbotschaft, nicht verschwiegen. Sie nimmt dieses verheißene Leben an. Trotz Schatten. Für Christen eine Leitfigur.

Meine Frage: Ist das Ihrer Position eher abträglich oder kommt es Ihrer Position entgegen?

 

 

 

06.02.2013 17:30 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von Gideon

 

Ihnen wird von @Lindemann vorgeworfen:

"Indem Sie vergewaltigte Frauen daran hindern wollen, etwas gegen eine mögliche Schwangerschaft zu unternehmen, zersören Sie das Leben der Frau noch mehr, als es durch die Vergewaltigung schon zerstört wurde. Sie retten also nicht Leben, sondern würden es am liebsten noch mehr zerstören."

Was Sie darauf antworten, steht oben und auch an mehreren anderen Stellen: Eine Vergewaltigung rechtfertigt es nicht, das Leben des Kindes zu töten oder zu verhindern. Ihre Kontrahanten - ich gehöre nicht dazu - setzen dem Leben, für das Sie sich einsetzen, ein anderes Leben dagegen, nämlich das der vergewaltigten Frau. Das stößt Ihre Position nicht um. Doch ich möchte trotzdem dem Vorwurf Ihrer Kontrahenten etwas entgegnen:

Daß das Leben der Vergewaltigten zerstört wird, kann man eigentlich nur sagen, wenn man eine ganz bestimmte Vorstellung von "Leben" hat. Nämlich dem ohne Schattenseiten. Einem Leben, in dem nur Positives zu vermelden ist: "Alles bestens". Der extreme Gegenpol: "unwertes" Leben.

Der biblischen Maria wird verheißen: "Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten ..." (Lk 1,35)

Was immer man auch dazu sagen mag, eines dürfte wohl mit Bestimmtheit gesagt weden können: Der Maria wird der "Schatten", den es in ihrem Leben geben wird, bei aller Frohbotschaft, nicht verschwiegen. Sie nimmt dieses verheißene Leben an. Trotz Schatten. Für Christen eine Leitfigur.

Meine Frage: Ist das Ihrer Position eher abträglich oder kommt es Ihrer Position entgegen?

Ich habe es oben schon mal geschrieben... wer der Meinung ist "Life is a lemon and I want my money back" wird im Leben immer unzufrieden sein, denn das Leben hält immer wieder Zitronenseiten für uns bereit.

Ihre Aussage trifft es deshalb sehr genau, wenn Sie sagen,

Daß das Leben der Vergewaltigten zerstört wird, kann man eigentlich nur sagen, wenn man eine ganz bestimmte Vorstellung von "Leben" hat. Nämlich dem ohne Schattenseiten. Einem Leben, in dem nur Positives zu vermelden ist: "Alles bestens".

Ich sehe es eben so, dass das Leben auch durch eine Vergewaltigung nicht "zerstört" ist, wenn man es selbst nicht zuläßt. Schattenseiten gehören zum Leben wie das Licht.

Den Schritt weiter Richtung Gott, Maria, Heiliger Geist, Rönischer Soldat, Jesus und sonstigen kirchlichen Geschichten gehe ich nicht mit. Ich kann verstehen, dass die Kirche und auch Gläubige natürlich Bilder und Geschichten brauchen, um ihre  Ideologien zu verkaufen. Ich muß und will hier nichts verkaufen...

Ich vertrete hier rein als "Anwalt des ungeborenen Lebens" dessen Position und Stimme und die sagt: "Treibt mich nicht ab, nur, weil mein Vater ein brutaler Idiot und Vergewaltiger ist... ich kann nichts dafür und will leben". Und jede Frau, die es tatsächlich schafft, dieses Leben anzunehmen oder zumindest austrägt und ihm somit eine Chance gibt, zu sein, ist für mich mehr gesellschaftliche Leitfigur als irgend ein Pfarrer oder irgend eine theoretische Figur in einer biblischen Geschichte.

 

 

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What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

06.02.2013 17:58 Uhr
Gast_1241105184
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Beiträge: 91

Ah ja. "Shit happens" sozusagen.

 

06.02.2013 17:58 Uhr
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Beiträge: 7559

HIer ein Beispiel das zum Thema passt.

06.02.2013 20:19 Uhr
Sensus Communis
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Finden Sie?

Tag Thread: Deutschland, Köln, Frau, katholische Kirche hm... nein... trifft nicht. Drehen wir es mal um...

Tag Artikel: Mexiko, Kind, mutmaßlicher Kindesmißbrauch.... nein... passt auch nicht.

Einzige Parallele ist: Leben wurde nicht verhindert. Gut so? Nein.

Wie oben bereits ausgeführt muß es Ausnahmen vom Tötungsverbot geben. Eben aus triftigem Grund. Vergewaltigung von Kindern zählt da mit rein.

Ergo: Artikel passt nicht zum Thema.

 

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What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

06.02.2013 20:22 Uhr
Moosmupfel
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Zitat von Gideon

Daß das Leben der Vergewaltigten zerstört wird, kann man eigentlich nur sagen, wenn man eine ganz bestimmte Vorstellung von "Leben" hat. Nämlich dem ohne Schattenseiten. Einem Leben, in dem nur Positives zu vermelden ist: "Alles bestens". Der extreme Gegenpol: "unwertes" Leben.
 

Daran merkt man mal wieder, dass hier bevorzugt Männer über dieses Thema diskutieren.

Ich persönlich habe nicht mit einer Vedrgewaltigung zu kämpfen, sondern "lediglich" mit Sexueller Nötigung im Alter von etwa 14 Jahren.

UNd selbst da passieren noch heute, und ich bin 41 Jahre alt immer wieder Siutationen, wo ich mein Gegenüber erschrocken anschaue, weil er dem Kerl ähnlich sieht, etwas tut was der Kerl getan hat, weil ein Satz fällt der Erinnerungen hochkommen lässt.

Kein Mann kann sich scheinbar vorstellen, wie weit so eine Vergewaltigung in die Psyche eingreift....es verändert das Leben, und ich bin nun wirklich positiv dem Leben gegenüber eingestellt...habe heute mein Leben im Griff, trotzdem kann man nur lernen mit dem Geschehenen zu leben...VERGESSEN kann man es NIE.

Und nun multipliziern sie das mal für ein  Vergewaltigungsopfer.

Jemand dem so etwas zugestossen ist, dem kann man es wirklich nicht zumuten gegen den Willen ein Kind auszutragen.

Ich habe auch nie gesagt, dass die Frau die Pille danach nehmen MUSS:..sondern dass sie diese Möglichkeit haben soll.

Für mich persönlich, vielleicht auch wegen der Vorgeschichte, wäre es undenkbar, schon der Gedanke jeden Tag mit dem Ergebnis dieser Vergewaltigung dazustehen, der Schwangerschaftsbauch wäre sicher nicht mein Freund sondern da wären immer die schlechten Gefühle da, ma erlebt das Geschehene wieder und wieder...es lässt einen doch nicht los.

Und auch Adotion ist da keine Lösung...auch diese Kinder wollen irgendwann wissen wo sie herkommen, steht das Kind irgendwann vor meiner Tür und fragt mich wieso ich es weggegeben habe...fange ich doch wieder von vorne an...die Vergangenheit kann ich nicht loskriegn...der Schrecken kommt immer wieder hoch.

Sorry...undenkbar...mich könnten sie in die Geschlossene bringen...und das hat dann nix mehr mit "Einstellung zum Leben" zu tun, also wirklich nicht. Ich bin nun wirklich keine sexistische Frau, aber hier muss ichs doch mal loswerden:

SO einen SCHEISS kann nur ein MANN verzapfen!!!

06.02.2013 20:37 Uhr
Sensus Communis
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Zitat von Moosmupfel

 

Daran merkt man mal wieder, dass hier bevorzugt Männer über dieses Thema diskutieren.

Ich persönlich habe nicht mit einer Vedrgewaltigung zu kämpfen, sondern "lediglich" mit Sexueller Nötigung im Alter von etwa 14 Jahren.

UNd selbst da passieren noch heute, und ich bin 41 Jahre alt immer wieder Siutationen, wo ich mein Gegenüber erschrocken anschaue, weil er dem Kerl ähnlich sieht, etwas tut was der Kerl getan hat, weil ein Satz fällt der Erinnerungen hochkommen lässt.

Kein Mann kann sich scheinbar vorstellen, wie weit so eine Vergewaltigung in die Psyche eingreift....es verändert das Leben, und ich bin nun wirklich positiv dem Leben gegenüber eingestellt...habe heute mein Leben im Griff, trotzdem kann man nur lernen mit dem Geschehenen zu leben...VERGESSEN kann man es NIE.

Und nun multipliziern sie das mal für ein  Vergewaltigungsopfer.

Jemand dem so etwas zugestossen ist, dem kann man es wirklich nicht zumuten gegen den Willen ein Kind auszutragen.

Ich habe auch nie gesagt, dass die Frau die Pille danach nehmen MUSS:..sondern dass sie diese Möglichkeit haben soll.

Für mich persönlich, vielleicht auch wegen der Vorgeschichte, wäre es undenkbar, schon der Gedanke jeden Tag mit dem Ergebnis dieser Vergewaltigung dazustehen, der Schwangerschaftsbauch wäre sicher nicht mein Freund sondern da wären immer die schlechten Gefühle da, ma erlebt das Geschehene wieder und wieder...es lässt einen doch nicht los.

Und auch Adotion ist da keine Lösung...auch diese Kinder wollen irgendwann wissen wo sie herkommen, steht das Kind irgendwann vor meiner Tür und fragt mich wieso ich es weggegeben habe...fange ich doch wieder von vorne an...die Vergangenheit kann ich nicht loskriegn...der Schrecken kommt immer wieder hoch.

Sorry...undenkbar...mich könnten sie in die Geschlossene bringen...und das hat dann nix mehr mit "Einstellung zum Leben" zu tun, also wirklich nicht. Ich bin nun wirklich keine sexistische Frau, aber hier muss ichs doch mal loswerden:

SO einen SCHEISS kann nur ein MANN verzapfen!!!

mhm.... Leben ist Ferien von Totsein. Und diese Ferien soll Ihnen niemand verderben... selbst wenn es bedeutet, anderen diese Ferien zu versagen.

 

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What is understood need not be discussed. (Loren Adams)

06.02.2013 20:43 Uhr
cath_a_strophe
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Beiträge: 2491

 

Zitat von Satanradio666

 

das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen  !!!!!

 

Besser nicht. Könnte in endlosem Kotzen enden. zensiert

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Geiz isst Gaul 

06.02.2013 22:37 Uhr
Gast_1241105184
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Jetzt spinnen wir doch mal den Faden weiter:

Die Frau entscheidet sich für die Schwangerschaft. Sie trägt es aus. Und wer garantiert jetzt dem Kind, dass es von dieser Mutter auch geliebt wird? Es herrscht ja die gängige Meinung, dass Mütter ihre Kinder automatisch lieben. Was aber gar nicht so ist. Zumindest bei einem kleinen Prozentsatz nicht. Sonst würde es ja keine in die Tonne geworfenen Babys geben oder Babys, welche gleich nach der Geburt erstickt werden. Gerade, wenn frau während der Schwangerschaft unter einem immensen psychischen Stress steht. Gut, frau könnte es ja noch zur Adoption freigeben - aber was ist, wenn sie sich dagegen entscheidet und FÜR das Kind und während der Geburt und der Schmerzen, denn ja, es tut verdammt weh, ein Kind zu gebären, oder gleich danach fällt sie in ein psychisches Loch und bringt das Kind um. Und jetzt?

Oder:

Wie soll sich z. B. der Ehemann/Freund verhalten, wenn sich seine Frau/Freundin für das Kind entscheidet? Ist er automatisch dazu verpflichtet, dieses Kind zu lieben? Er wird das Kind vielleicht immer ansehen und denken: Du bist das Kind eines Vergewaltigers.

Oder:

Wie sollen sich die Eltern der vergewaltigten Frau verhalten? Sind sie verpflichtet, das Kind zu lieben? Sie werden das Kind vielleicht immer ansehen und sich denken: Du bist das Kind eines Vergewaltigers, bevor du kamst, wurde meine Tochter brutal geschändet.

Oder:

Die Geschwister der vergewaltigten Frau? Sind die verpflichtet, ihren Neffen oder ihre Nichte zu lieben?

Familie ist wichtig für ein Kind. Nicht nur die Mutter. Aber so eine Entscheidung hat weitreichende Folgen und jetzt lassen wir die vergewaltigte Frau mal außen vor. Was tu ich dem Kind an? Bin ich als Frau und evtl. Mutter nicht auch dazu verpflichtet, weiter zu sehen, mir das Leben meines Kindes vorzustellen. Denn ich bin nicht der Meinung, dass hier nur die Mutterliebe das Kind durchs Leben trägt. Hier nicht. Hier sind Dinge vor der Geburt geschehen, die schrecklich sind und einen unmittelbaren Einfluss auf das Leben eines Kindes haben. Auf sein zukünftiges Leben.

Denn: "Shit happens". In diesem Fall auch für das Kind. Dann - wenn wir jetzt das nochmals lesen

Daß das Leben der Vergewaltigten zerstört wird, kann man eigentlich nur sagen, wenn man eine ganz bestimmte Vorstellung von "Leben" hat. Nämlich dem ohne Schattenseiten. Einem Leben, in dem nur Positives zu vermelden ist: "Alles bestens".

...dann trifft diser Satz auch auf das Kind zu. Das Kind soll dann dazu verpflichtet sein, sich mit den Schattenseiten seines Lebens abzufinden? eben, weil "Shit happens". "Hey Kind, stell dich nicht so an. Blöde Dinge geschehen auf der Welt und du bist halt das Kind eines Vergewaltigers".

Wie fühlt sich das Kind, wenn es irgendwann erfährt, dass es das Ergebnis einer Vergewaltigung ist? Wie wird es durch das Leben gehen?

Muss ich einem Menschen das antun? Denn, in der Theorie hört und liest sich immer alles sehr formidabel und schlüssig. Aber das Leben ist halt nicht so.

Also: Was tu ich der Frucht der Vergewaltigung an?

06.02.2013 22:46 Uhr
Gast_1241105184
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Sensus Communis, dass es Mitglieder Ihrer Familie (hab ich das so richtig in Erinnerung) so gut geht mit der Tatsache, dass sie ihr Leben einer Vergewaltigung zu verdanken haben, ist schön. Es freut mich. Wirklich.

 

06.02.2013 22:47 Uhr
Gast_738787433
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Sie sind ja schon ganz Gefangen in den Gedanken ! Hören Sie doch auf an solche schrecklichen Dinge zu denken, sie sind schon längst über die Schattenseiten hinaus.

06.02.2013 23:02 Uhr
I.B.O
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Zitat von washingdrum

Sie sind ja schon ganz Gefangen in den Gedanken ! Hören Sie doch auf an solche schrecklichen Dinge zu denken, sie sind schon längst über die Schattenseiten hinaus.

Wieso? Er trifft den Nagel auf den Kopf. Genauso ist es und nicht anders. Männer Ihren Schlages, besonders aber Männer wie SC, werden das nie verstehen können. Wie auch?


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