Registrieren | Neueste Einträge | Aktuellste Themen | Forum | Benutzerliste | Suche | Regeln | Hilfe
|
|
||
|---|---|---|
|
|
#1 (permalink) | |
|
Kontroverse über Sterbehilfe neu entbrannt
Der Berliner Professor Volker Gerhardt eine fordert offene Debatte über das Thema Sterbehilfe und widerspricht der Mehrheit im Ethikrat. Kontroverse über Sterbehilfe neu entbrannt |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#2 (permalink) | |
|
Gutmenschentum
damit meine ich diejenigen, die glauben, was besser für die Anderen ist, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, was der Andere will. Am schlimmsten sind dabei noch die christlichen Scheinheiligen, die das Wort Gott eher mißbrauchen, um ihre eigenen Vorstellungen durch zu setzen. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#3 (permalink) | |
|
"Gutmensch" erhielt den zweiten Platz bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2011. "Insbesondere in Internet-Foren wird das ethische Ideal des guten Menschen in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“, gab die Jury als Begründung an. Kurz gesagt: Wer gute Menschen ins Schlechte zieht, behauptet letztendlich, das Böse sei gut. Wer das Unwort wie im obigen Beitrag verwendet, disqualifiziert sich letztendlich selbst. Zum Thema: Wer schon einmal in einer Situation war, in der es um Leben oder Tod ging, möchte i.d.R. sich nicht schon vorher für den Tod entschieden haben. Ethisch ist es ein ganz großes Problem. Nicht nur für diejenigen, die leben oder sterben wollen, sondern auch für diejenigen in seinem Umfeld, für Ärzte, Sterbehelfer usw. Es kann nicht alles individualisiert werden. |
||
|
|
||
|
|
#4 (permalink) | |
|
Mal ganz provokativ: Würde ein Mensch auf die Intensivstation kommen, wenn es keiner bezahlen würde?
|
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#5 (permalink) | |
|
Von welcher verlorenen, würdigen Sterbekultur haben Sie denn erfahren? Außer sakraler Architektur ist mir bisher nichts würdevolles begegnet. Bisher wird die Auseinandersetzung mit dem würdigen Sterben von denen blockiert, die eine Deutungshoheit für den Zeitraum danach beanspruchen. Solange man den Diskurs denen übelässt, die sich mit der Endgültigkeit des Todes nicht wirklich abfinden wollen, werden Leute weiter in Agonie und ohne Hoffnung auf Trinkwasser in Neon- Röhren starren, bis die Summe der Unterlassungen und Behandlungsfehler dann "Erlösung" bringt. |
||
|
|
||
|
|
#6 (permalink) | |
|
Der Tod darf kein Tabu sein
Mit seinem Sondervotum regt Volker Gerhardt die Debatte um die aktive Sterbehilfe in unserem Land neu an. Solche, wenngleich unbequemen Beiträge sind wichtig. Der Tod darf kein Tabu sein |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#7 (permalink) | |
|
@gauni Ich gebe Ihnen vom Inhalt her Recht, aber den Ausdruck "Gutmensch" habe ich auch nie gemocht. Ich weiß wohl, was damit gemeint ist, er verfehlt hier aber sowieso die Beschreibung. In einer Diskussion zur aktiven Sterbehilfe hat mir mal ein Arzt ein Beispiel genannt, das mich schon nachdenklich gemacht hat: Er könne sich durchaus vorstellen, dass eine 18jährige, die von ihrem geliebten Freund sitzengelassen wurde, womöglich auch sterben möchte. Sollte ihr ein Arzt beim Sterben behilflich sein müssen? Man müsste deshalb definieren, unter welchen Umständen ein Arzt (aktive) Sterbehilfe leisten darf, was auch ein Dispensierrecht für entsprechende Gifte bedingen würde. Hat er dieses nicht, müsste auch dem Apotheker die "Absolution" erteilt werden, denn sonst macht er sich der Beihilfe zum Totschlag schuldig. Das alles ist in D nicht so einfach. Grundsätzlich stimme ich aber der Überlegung zu, dass es zur Tätigkeit eines Arztes gehören muss, unbehebbares Leiden notfalls durch verlangtes Töten zu beenden. Gerade dann, wenn man sich auf ethische Grundsätze beruft. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#8 (permalink) | |
|
Meine Meinung: Wer andere mit dem Unwort "Gutmensch" tituliert, gibt damit zu erkennen, selbst ganz genau zu wissen, dass er im Unrecht ist oder er diesen Anderen argumentativ nichts entgegenzusetzen hat. Statt der Verwendung des Worts Gutmensch könnte man seinen Artikel auch gleich überschreiben mit "Ich weiß, dass ich keine Ahnung habe, kann aber den Mund zu halten. Deshalb: [...]". Wobei ich, werter gauni2002, Ihren Artikel in der Sache für recht treffend halte. Schade, dass Sie ihn mit so einer unsinnigen Überschrift versauen . |
||
|
|
||
|
|
#9 (permalink) | |
|
Häh? Redet irgend wer von müssen? |
||
|
|
||
|
|
#10 (permalink) | |
|
Solange ein über Wochen oder gar Monate andauernder Sterbeprozess ein überaus einträgliches und risikoloses Geschäft für einige Weißkittel darstellt, werden sie den Sterbenden keinen Gnadentod zugestehen. Wobei sie selber aber nicht selten auf die Mittel zurückgreifen, die sie anderen verwehren und die ein humanes Sterben ermöglichen würden. |
||
|
|
||
|
|
#11 (permalink) | |
|
Hier sollte man mal ernsthaft hinterfragen, welchen Nutzen diese Leute vom Leiden anderer haben. |
||
|
|
||
|
|
#12 (permalink) | |
|
Haben wir diese Definition nicht schon für die passive Sterbehilfe? |
||
|
|
||
|
|
#13 (permalink) | |
|
Eine offene Debatte diesbezüglich ist schon lange wünschenswert. Der Begriff "Sterbe- HILFE" ist jedoch, zumindest für mich, mehr als danebengegriffen. Ich weiß das es viele Menschen gibt, die wirklich eine Hilfe brauchen, um sterben zu können bzw. auch zu dürfen. Sterben sollten wir alle, mit einem ruhigen Gefühl und vor allen Dingen, ohne Hilfe. Kommt schon noch.
|
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#14 (permalink) | |
|
Ja, ich! Wenn wir uns darüber einig sind, dass der Mensch in einem unheilbar erkrankten und mit permanenten Schmerzen erfüllten Stadium selbst entscheiden darf, ob und wann er abtritt, folgt daraus auch die Sterbehilfe pflicht für Ärzte. |
||
|
________ |
||
|
|
||
|
|
#15 (permalink) | |
|
|
||
|
________ |
||
|
|
||
Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 4:26 AM Uhr.