Mittwoch, 22. Mai 2013

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Leitartikel von Walter Roller: Damit es wieder gerechter zugeht
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07.04.2012 10:10 Uhr
Redaktion
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Leitartikel von Walter Roller: Damit es wieder gerechter zugeht

Die Politik sollte offenkundige und nicht nur gefühlte Ungerechtigkeiten in Deutschland abmildern.
Damit es wieder gerechter zugeht

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Zuletzt geändert von Anonyme, am 07.04.2012 um 11:01 Uhr
07.04.2012 10:10 Uhr
cath_a_strophe
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Prima Ansatz, vielleicht ein wenig zaghaft, weich gespült. Ein Versuch der Verdeutlichung:

Die Soziale Marktwirtschaft ist war das erfolgreichste Wirtschaftsmodell der Geschichte. Die dynamische, Wohlstand schaffende Kraft des Marktes zu nutzen und zugleich für sozialen Ausgleich zu sorgen, das war  ist eine großartige, vor allem aus der katholischen Soziallehre herrührende Idee. Deutschland ist damit ausgezeichnet gefahren und steht auch sogar heute, inmitten der Finanzkrise, vergleichsweise gut da. Kein System ist so perfekt, als dass es nicht ständig veränderten Realitäten angepasst werden müsste. Doch es gibt keinen Grund, das Erfolgsmodell Soziale Marktwirtschaft grundsätzlich nicht wieder in Kraft zu setzen in Frage zu stellen.

Es erstaunt nicht Umso erstaunlicher ist, dass das Vertrauen der Menschen in die Vorzüge jetzigen der Wirtschaftsordnung stark gesunken ist. Da diese Entwicklung mit einer wachsenden Kritik am Parteienstaat und an der politischen Klasse einhergeht, droht das demokratische System als Ganzes in Gefahr Verruf zu geraten. Vieles spielt da mit hinein: die Affären und Mauscheleien der Politik, die Gier von Topmanagern, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, das Gefühl vieler Bürger, nicht wirklich gehört und beteiligt zu werden. Der wichtigste Grund jedoch ist, dass immer mehr Menschen das Gefühl haben, es gehe in dieser Gesellschaft nicht gerecht zu. Die Exzesse des Casino- und Schuldenkapitalismus, die der Staat nicht zu verhindern wusste und deren Folgen er nun auf Kosten der Steuerzahler zu reparieren versucht, haben diesen Prozess der Entfremdung beschleunigt.

Ein System, das das Versprechen einer möglichst gerechten, auf faire Lastenverteilung angelegten Ordnung nicht einlöst, büßt nicht nur Vertrauen ein. Es setzt auch den Zusammenhalt einer Gesellschaft aufs Spiel, die ihren Kitt gerade auch aus dem Gefühl bezieht, dass es irgendwie gerecht zugehe und die kleinen Leute nicht die Suppe der wenigen Großen auslöffeln müssen. „Gerechtigkeit“, soziale zumal, ist ein schillernder, nicht hinreichend definierbarer Begriff, den nahezu jede Partei im Wahlkampfarsenal hat. Eine „gerechte“ Ordnung, die jedermanns Bedürfnissen entspricht, gibt es so wenig wie die „Gleichheit“ aller Menschen – mit Ausnahme jener vor dem Gesetz. Je freier die Bürger sind, desto ungleicher werden sie ja mit all ihren unterschiedlichen Talenten, Kräften und Ausgangsvoraussetzungen. Ein Staat, der materielle Gleichheit herzustellen versuchte, erlitte ökonomischen Schiffbruch und geriete zur totalitären Umverteilungsmaschine.

Gerechtigkeit lässt sich also nicht staatlich anordnen. Was die Politik tun kann, ist, offenkundige und nicht nur gefühlte Ungerechtigkeiten wenigstens abzumildern. Ungerecht ist beispielsweise, wenn die Verursacher der Bankenkrise ungeschoren davonkommen und die Haftung für Risiken an die Gemeinschaft weitergereicht wird.

Ungerecht ist, wenn Millionen für harte Arbeit Hungerlöhne bekommen und die Reichen immer reicher werden. Ungerecht ist, wenn jungen Menschen wegen mangelnder Bildungschancen der Aufstieg verwehrt bleibt. Ungerecht ist im Übrigen auch, dass die Mittelschicht zur Finanzierung des Sozialstaats über Gebühr geschröpft wird und den nachfolgenden Generationen ein gewaltiger Schuldenberg hinterlassen wird.

Auf all diesen Feldern muss   hat die Politik endlich ansetzen, wenn es wieder gerechter zugehen soll in diesem Land. Dazu bedarf es keiner gleichmacherischen „paternalistischen Fürsorgepolitik“, vor der der neue Präsident Gauck zu Recht warnt. Freiheit und Eigenverantwortung, ohne Bevormundung, kombiniert mit sozialem Ausgleich und größtmöglicher Chancengerechtigkeit: Das ist es, worauf es bei der Erneuerung   Wiedereinsetzung der Sozialen Marktwirtschaft ankommt.

Form. letzter Absatz unbeabsichtigt

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Geiz isst Gaul 

07.04.2012 11:02 Uhr
macforce
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Nase voll von diesem System . . .

Kein Wunder, dass die meisten Deutschen die Nase restlos voll von diesem Schweinesystem haben. Wir leisten uns inzwischen den größten Niedriglohnsektor, die höchste Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz, lassen uns von Bankstern und Konzernen abzocken, besteuern leistungslose Einkommen am niedrigsten - die Arbeit aber am stärksten, zahlen die höchsten Sprit- und Medikamentenpreise, müssen für Neuwagen mehr als unsere Nachbarn abdrücken, unterhalten ein Heer von hochbezahlten Politikern mit feudaler Altersversorgung, die Supermarkt-Kassiererin  erwartet eine Minirente - während sie mit ihren Steuern die tollen Beamtenpensionen finanziert und 80 Normalbürger zahlen ihre Steuern allein dafür, einen verlogenen, korruptionsverdächtigen ehem. Bundespräsidenten zu versorgen. Nein - in diesem Staat stimmt so gut wie nichts mehr. Unsere Lebensumstände bestimmen wir nicht mehr über demokratische Wahlen - darüber entscheiden heute im wesentlichen Menschen und Gremien, die sich jeder demokratischen Kontrolle entziehen. Denen nicht einmal Menschenleben etwas gelten, wie man an der Spekulation mit Nahrungsmitteln sehen kann. Diese Wirtschaftsform ist menschenverachtend, krankmachend - ja sogar mörderisch.

07.04.2012 11:36 Uhr
cato
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Zitat von macforce
Nase voll von diesem System . . .

Kein Wunder, dass die meisten Deutschen die Nase restlos voll von diesem Schweinesystem haben. Wir leisten uns inzwischen den größten Niedriglohnsektor, die höchste Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz, lassen uns von Bankstern und Konzernen abzocken, besteuern leistungslose Einkommen am niedrigsten - die Arbeit aber am stärksten, zahlen die höchsten Sprit- und Medikamentenpreise, müssen für Neuwagen mehr als unsere Nachbarn abdrücken, unterhalten ein Heer von hochbezahlten Politikern mit feudaler Altersversorgung, die Supermarkt-Kassiererin  erwartet eine Minirente - während sie mit ihren Steuern die tollen Beamtenpensionen finanziert und 80 Normalbürger zahlen ihre Steuern allein dafür, einen verlogenen, korruptionsverdächtigen ehem. Bundespräsidenten zu versorgen. Nein - in diesem Staat stimmt so gut wie nichts mehr. Unsere Lebensumstände bestimmen wir nicht mehr über demokratische Wahlen - darüber entscheiden heute im wesentlichen Menschen und Gremien, die sich jeder demokratischen Kontrolle entziehen. Denen nicht einmal Menschenleben etwas gelten, wie man an der Spekulation mit Nahrungsmitteln sehen kann. Diese Wirtschaftsform ist menschenverachtend, krankmachend - ja sogar mörderisch.

So kann man's sehen - andererseits, der Konsum blüht, und das ist den meisten Menschen doch das wichtigste. Und noch sind wir ein Stück von USA entfernt. Dort haben Kindergärten 7 Tage 24 Stunden geöffnet, damit die Eltern, hauptsächlich alleinerziehende Mütter, auch nachts ihren Jobs nachgehen können, denn Einkaufszentren u.a. haben dort nonstop geöffnet. Wetten, daß diese Kindergärten unserem einschlägigen Erziehungsideal nicht entsprechen! Trotzdem, der dortigen gebeutelten Unterschicht helfen sie sehr.

07.04.2012 16:03 Uhr
pkeszler
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Beiträge: 1117

 

In seinem Leitartikel stellt Walter Roller richtig fest, wenn es wieder gerechter zugehen soll in diesem Land bedarf es keiner gleichmacherischen „paternalistischen Fürsorgepolitik“, vor der der neue Präsident Gauck zu Recht gewarnt hat. Freiheit und Eigenverantwortung, kombiniert mit sozialem Ausgleich und größtmöglicher Chancengerechtigkeit: Das ist es, worauf es bei der Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft ankommt.

Aber gerade das macht die CSU falsch, wenn sie das Betreuungsgeld als Bargeldzuschuss nach der Streusandmethode verteilen will. Egal ob Doppelverdiener oder Alleinerziehende, egal ob Bedürftigkeit vorliegt oder nicht. Damit kann sie aber bei der Mehrheit der Bürger ebenso wenig Zuspruch finden, wie das unrealistische Steuersenkungsversprechen der FDP.



07.04.2012 16:51 Uhr
ZeT
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Erstmal die Beitragsbemessungsgreze abschaffen -  würde es vielen besser gehen.

07.04.2012 16:57 Uhr
cato
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Zitat von pkeszler
 

 

In seinem Leitartikel stellt Walter Roller richtig fest, wenn es wieder gerechter zugehen soll in diesem Land bedarf es keiner gleichmacherischen „paternalistischen Fürsorgepolitik“, vor der der neue Präsident Gauck zu Recht gewarnt hat. Freiheit und Eigenverantwortung, kombiniert mit sozialem Ausgleich und größtmöglicher Chancengerechtigkeit: Das ist es, worauf es bei der Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft ankommt.

Aber gerade das macht die CSU falsch, wenn sie das Betreuungsgeld als Bargeldzuschuss nach der Streusandmethode verteilen will. Egal ob Doppelverdiener oder Alleinerziehende, egal ob Bedürftigkeit vorliegt oder nicht. Damit kann sie aber bei der Mehrheit der Bürger ebenso wenig Zuspruch finden, wie das unrealistische Steuersenkungsversprechen der FDP.



Stiichwort CSU: Anstatt Vernunft walten zu lassen und Bundestags- sowie Landtagswahl auf einen Termin zu legen, sieht "man" in der CSU größere Wahlchancen bei vierzehntäglich getrennten Terminen. Es wäre eigentlich an der Zeit, diese Scheinchristen-Vereinigung mal wieder in die Opposition zu schicken (war in den 1950er Jahren schon mal der Fall). Aber leider wird das nicht Realität werden, Ude kann sich seine Aktivitäten sparen - warum das so ist, darüber darf geraten werden.

07.04.2012 22:40 Uhr
Sepp1950
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Zitat von cato
 

 

Stiichwort CSU: Anstatt Vernunft walten zu lassen und Bundestags- sowie Landtagswahl auf einen Termin zu legen, sieht "man" in der CSU größere Wahlchancen bei vierzehntäglich getrennten Terminen. Es wäre eigentlich an der Zeit, diese Scheinchristen-Vereinigung mal wieder in die Opposition zu schicken (war in den 1950er Jahren schon mal der Fall). Aber leider wird das nicht Realität werden, Ude kann sich seine Aktivitäten sparen - warum das so ist, darüber darf geraten werden.

Der Linke hat wieder zugeschlagen.

08.04.2012 10:24 Uhr
bbuchsky
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Zitat von cato
 

 

So kann man's sehen - andererseits, der Konsum blüht, und das ist den meisten Menschen doch das wichtigste. Und noch sind wir ein Stück von USA entfernt. Dort haben Kindergärten 7 Tage 24 Stunden geöffnet, damit die Eltern, hauptsächlich alleinerziehende Mütter, auch nachts ihren Jobs nachgehen können, denn Einkaufszentren u.a. haben dort nonstop geöffnet. Wetten, daß diese Kindergärten unserem einschlägigen Erziehungsideal nicht entsprechen! Trotzdem, der dortigen gebeutelten Unterschicht helfen sie sehr.

Das sind keine Kindergärten. Das sind Brutstätten für Amokläufer.

Die helfen der "Unterschicht" nicht, sie führen nur dazu, dass sich das System "Unterschicht für alle" weiter kultivieren läßt.

Solange offensichtliche Paradoxien wie "soziale Marktwirtschaft" und die unsinnigen Formeln "Wachstum und Wettbewerb" ungehemmt und ungestraft weiter propa giert werden können, wird sich hier nichts zum Positiven bewegen.

Warum es Politikern gestattet wird, diesen Unsinn, der nachweislich nur einigen Wenigen nützt, zur Staatsräson zu erheben, verstehe ich nicht. Wem ist damit geholfen, zwischen Bremen und Bayern einen Wettbewerb in den Bereichen Bildung oder Gesundheit zu Lasten der Bürger zu betreiben? Wer profitiert von der Privatisierung hoheitlicher Aufgaben denn wirklich? Ist Wachstum auch, später mal jede Woche ein U-Boot an Israel zu liefern?

 

09.04.2012 07:26 Uhr
_solon_
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Zitat von ZeT
 

Erstmal die Beitragsbemessungsgreze abschaffen -  würde es vielen besser gehen.

Offtopic

Es gibt gute Gründe für eine Beitrgasbemessungsgrenze(n)

Offtopic

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.04.2012 11:27 Uhr
Alois
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Zitat von Redaktion
Leitartikel von Walter Roller: Damit es wieder gerechter zugeht

Die Politik sollte offenkundige und nicht nur gefühlte Ungerechtigkeiten in Deutschland abmildern.
Damit es wieder gerechter zugeht

Die Politik sollte nicht nur, sie muss. Es ist sogar eine ihrer Hauptaufgaben, um eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Wenn die Politiker dieser ureigensten Verantwortung nicht nachkommen, sind sie Versager und Lügner, die bestraft gehören.

 Gerechtigkeit lässt sich also nicht staatlich anordnen.

Oh doch. So wie die Politiker und ihre Schergen der sozialen Ungerechtigkeit zunehmend Tür und Tor öffnen, könnten sie genauso gut auch das Gegenteil tun und der ausufernden Ausbeutung einen Riegel vorschieben.

Ungerecht ist, wenn Millionen für harte Arbeit Hungerlöhne bekommen und die Reichen immer reicher werden.

Ungerecht ist es aber auch, wenn die unzähligen Beamten und Beschäftigten des öffentlichen Diensten während ihrer aktiven Zeit im Durchschnitt die höchsten Haushaltseinkommen haben und bezüglich der Altersversorgung im Mittel wesentlich besser dastehen.  Während jene Bürger, die das alles durch produktive Arbeit erwirtschaften, trotzt Vollzeitbeschäftigung nicht mal das notwendigste zum Leben haben und schnurstracks auf die Altersarmut zugehen.
Hätten nicht gerade diese Staatsvertreter eine besondere Vorbildfunktion hinsichtlich der Solidargemeinschaft?

09.04.2012 13:59 Uhr
Alois
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Zitat von Redaktion
Leitartikel von Walter Roller: Damit es wieder gerechter zugeht

Die Politik sollte offenkundige und nicht nur gefühlte Ungerechtigkeiten in Deutschland abmildern.
Damit es wieder gerechter zugeht

Auch ein Journalist oder Reporter trägt aufgrund der Machtmechanismen in einer Mediendemokratie eine große Verantwortung für mehr soziale Gerechtigkeit. Mit so einem weichgespülten Artikel entzieht er sich aber der Verantwortung.

Zuletzt geändert von Alois, am 09.04.2012 um 14:24 Uhr
09.04.2012 18:45 Uhr
_solon_
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Zitat von Alois
 

 

Auch ein Journalist oder Reporter trägt aufgrund der Machtmechanismen in einer Mediendemokratie eine große Verantwortung für mehr soziale Gerechtigkeit.

.....

Ein Reporter ist seinem Chefredakteur oder dem Herausgeber der Zeitung dahingehend verantwortlich, daß sie ordentlich verkauft wird. Für soziale Gerechtigkeit, sofern es hierbei überhaupt einen gemeinsamen Nenner gibt, ist primär die Legislative in unser Staat zuständig, in zweiter Linie, und das ist äußerst fraglich,  Exekutive und Judikative.

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

09.04.2012 19:11 Uhr
Alois
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Zitat von _solon_

Ein Reporter ist seinem Chefredakteur oder dem Herausgeber der Zeitung dahingehend verantwortlich, daß sie ordentlich verkauft wird. Für soziale Gerechtigkeit, sofern es hierbei überhaupt einen gemeinsamen Nenner gibt, ist primär die Legislative in unser Staat zuständig, in zweiter Linie, und das ist äußerst fraglich,  Exekutive und Judikative.

 "Die vierte Gewalt" trägt eine große Verantwortung beim Entschärfen des sozialen Sprengstoffes, der durch die systembedingte Armutsschere immer explosiver wird. Eine systemkonforme Medienwelt, die Probleme beschönigt und verschleiert, lässt dagegen die Lunte am Pulverfasses immer schneller brennen.

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