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#31 (permalink) | |
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Sie haben ja sooo recht. Das Amt des Bundespräsidenten besitzt keine Würde. Aber der Amtsinhaber sollte diese haben. Und dem jetzigen Bundespräsidenten fehlt es eben daran. Das wollten Sie doch damit ausdrücken. |
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#32 (permalink) | |
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Sehen Sie, Medienteufel, genau dieses Gefühl habe ich auch, wenn ich hier diverse Beiträge lese. Sie heben sich ja mit Ihren Beiträgen in wohltuender Weise ab, bei vielen anderen Usern lese ich aber genau diese Heuchelei. Man könnte geradezu meinen, lediglich Herr Wulff sei vom Stamme Nimm, dabei würden sehr viele der Moralisten hier die Hand noch viel weiter aufhalten. Bei manchem User ist der Neid kaum unterdrückt, aber man schwingt die moralische Keule. Mir gefällt es auch nicht, was sich Herr Wulff an Freiheiten genommen hat, aber wir leben nun einmal in einer Demokratie und da hat die Bundesversammlung eben jenen Herrn Wulff zum Bundespräsidenten gewählt. Eine Abwahl ist nicht möglich, da Herr Wulff keine Verstöße gegen die Verfassung begangen hat. Es steht Herrn Wulff natürlich frei, von diesem Amt zurück zu treten, aber nach Lage der Dinge hat er das nicht vor. Scheinbar glauben aber einige User und Journalisten, dass man nur lange genug auch kleinste Verfehlungen als großes Drama aufbauschen muss, damit er doch noch seinen Hut nimmt. Mir gefällt das ganz und gar nicht! Denn einerseits wirft man Herrn Wulff vor, er beschädige das Ansehen der Bundesrepublik, andererseits frage ich mich, ob nicht auch diejenigen, welche nicht müde werden, irgend welche "Skandale" des Herrn Wulff aufzubauschen, dem Ansehen der Bundesrepublik weit größeren Schaden zufügen. |
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#33 (permalink) | |
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Ich meinte nicht nur Tatbestände- wichtig ist doch aus §331 (1), 2. Halbsatz: der für die Dienstausübung einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. ... fordern, verprechen, annehmen und ein meßbarer Vorteil ist derzeit für mich nicht gegeben. Deswegen halte ich mich aus dieser Hexenjagd seit Beginn bewußt zurück. Sie haben in einem Ihrer Posts den Begriff "Heuchler" erwähnt. Ganz ok. Ich setzte noch den Begriff Nassauer mit dazu. |
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#34 (permalink) | |
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Woher wissen SIe denn dass KEIN Vorteil gegeben worden ist? |
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#35 (permalink) | |
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Die Formulierung ist derzeit für mich nicht gegeben. heißt doch nicht, daß ich es weiß. Sie bedeutet doch lediglich, daß ich nach meinen aktuellen Wissensstand, der heute abend schon ein anderer sein kann, "keine Vorteile" weder für den Bundespräsident noch für einen Dritten erkennbar sind. Andere, mit anderen Informationsständen oder auch anderen Situationsbeurteilungen können durchaus zu einer anderen Ansicht kommen. Letztendlich geht es doch in der Causa Wulff um die Frage, übrigens wie so oft: was ist gesicherte Erkenntnis, was ist reine Spekulation und was liegt vielleicht dazwischen. |
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#36 (permalink) | |
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Einen Vorteil sehe ich zumindest für Groenenwold, der für seine Briefkastenfirma eine Bürgschaft vom Land Niedersachsen bekam. Da darf man aus Dankbarkeit schon upperclass springen lassen. Vorteil für Wulff sehe ich keine. Die Kosten für die Suit zahlt er ja locker aus dem Kleingeld im Geldbeutel. Die Sach mit dem Handy. Das ist einfach nur dumm. Dient keinem zum Vorteil. weder Gw. noch Wff. Die Autos, da hatten eindeutig die Wulffs Vorteile. Bei den Reisen auch. Es waren private Reisen. Natürlich ist es ein Recht der Wulffs ein Privaleben mit Freunden zu haben. Aber nach all dem wird immer offensichtlicher, dass die privaten Freundschaften nie entstanden wären, wäre der Wff kein MP oder BPgeworden. Zu Glaesecker hatt ich ne Frage. War er als Presesprecher ein Staatsbeamter? |
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#37 (permalink) | |
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Sehr schön erläutert, Klartexter. Das ist meine Position. So sehe ich das auch. Dieser Präsident mag kein glänzendes moralisches Vorbild sein, aber er ist großartiger Repräsentant eines nicht geringen Bevölkerungsteils, der in ganz wulffscher Manier über seine eigenen Verfehlungen großzügig hinweg sieht und inzwischen bei jeder sich zur Fragwürdigkeit eignenden Kleinigkeit in hysterisches Gegeifer ausbricht: der Schnorrer, Schmarotzer, der Unhold vom Stamme "Nimm" etc. tzzzzzz. Dabei ersetzen dann Unterstellungen echtes Wissen. Es beleidige die Intelligenz, dass jemand seinem Bekannten, der ein Hotelarrangement gebucht und verauslagt hat, die geschuldete Summe in bar erstattet habe. Na dann. Wen wundert es so gesehen, dass Wulff nicht so gerne mit der Wahrheit hausieren geht, die ihm von den im Auge Balkenlosen eh keiner glaubt... Richtig, das Amt wird auch und inzwischen insbesondere beschädigt durch die schonungslose Berichterstattung, die zielgerichtet auf eben diese Beschädigung ausgerichtet ist und auch vor Falschmeldungen nicht zurückschreckt. Und weil hier gerne von Trotz geschrieben wird. Ja, das Volk geriert sich als trotziges Kind, das mit dem Fuß aufstampft und sagt : Ich will, ich will, ich will, ich bin doch das Volk... wo es noch nicht gecheckert hat, dass es Bestimmer nur dort ist, wo ihm der Erzieher Grundgesetz die Zügel dazu in die Hand gegeben hat. |
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#38 (permalink) | |
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@_solon_ [33] hat den Begriff genannt, um den ich bisher einen Bogen gemacht habe. |
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#39 (permalink) | |
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Ein Meister ist er darin nicht. Wirkliche Meister in dem Fach lassen sich nicht erwischen. Fast schon stümperhaft, wie der Wulff es praktiziert hat. |
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#40 (permalink) | |
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Die Argumentation halte ich für falsch. Sie verwischt die Tatsache, dass das beschädigende Verhalten ja schließlich von der Person ausging, die das Amt innehat und nicht von der Berichterstattung darüber. Die Kausalkette läuft doch so herum: Gäbe es kein das Amt beschädigendes Verhalten, gäbe es auch eine Berichterstattung darüber nicht oder wäre zumindest schnell wieder unterbunden. Soll jetzt eine schonungslose Berichterstattung unterbleiben, weil sie fragwürdiges Verhalten, das mindestens den Anschein von Vorteilsnahme erweckt hat, öffentlich macht? Ich dachte bisher, es sei gerade die Aufgabe der Medien auch über solche Vorgänge zu informieren.
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#41 (permalink) | |
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Informieren ja - aber ein Haberfeldtreiben? Genau das läuft hier aber meines Erachtens. |
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#42 (permalink) | |
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Hallo, mich wundert wirklich dass er so schamlos rumschnorrte. Mal hier was angenommen und da eingeladen, würde ja kaum einen jucken. Aber in dieser Dimmension? Dieser Typ ist völlig schamlos. Dabei wissen wir doch alle aus dem richtigen Leben: Wenn wir uns von jemanden unterstützen lassen oder rumschnorren, müssen wir irgendwann die Zeche zahlen. Das wusste auch Wulff und seine Neufreundschaften, die ihn fallen lassen wie eine heiße Kartoffel wenn er zurücktreten würde.
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#43 (permalink) | |
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Wenn ich so lese, was Sie verlinkt haben, dann kann ich daran nichts per se Verwerfliches finden: Die Inhalte der „Treiben“ waren häufig sittlicher Natur (gemessen an den Moralvorstellungen des Volkes), eben so oft aber wurden auch soziale oder wirtschaftliche (Un-)Taten gerügt. Als verwerflich anzusehen ist das "Haberfeldtreiben" gegen Frauen, die unverheiratet schwanger geworden waren. Anders ist das schon beim Anprangern von sozialen oder wirtschaftlichen (Un-)Taten; das ist doch nichts Negatives. Bei Wulff finde ich das Haberfeldtreiben durchaus angebracht. Er hat als Oppositionsführer unter anderem die Verfehlungen Glogowskis sehr scharf angegriffen und auch die Streichung des Übergangsgeldes und der Pensionsansprüche gefordert. Die Sanktionen, die für normale Beamte gelten, sollten erst recht für Minister gelten. Während seiner Zeit als Ministerpräsident wurden dann die strengen Regeln, die unter Gabriel als Reaktion auf Glogowski eingeführt wurden, wieder gekappt. Es wurde das Sponsoring von Reisen und anderen dienstlichen Tätigkeiten von Regierungsmitgliedern durch eine Verwaltungsvorschrift ermöglicht und sozusagen durch die Hintertür, also ohne parlamentarische Debatte, wieder erlaubt. Jetzt, wo offensichtlich wird, in welchem Ausmaß Wulff als Ministerpräsident "Sponsoring" in Anspruch genommen hat, muss dieses doch in gleichem Ausmaß angeprangert werden dürfen, wie Wulff es seinerzeit selbst bei anderen getan hat. Und es muss auch erlaubt sein, dieselben Forderungen zu stellen, die Wulff seinerzeit stellte: nämlich Rücktritt und weitere Sanktionen. |
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#44 (permalink) | |
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Warum fallen denn jetzt so Bezeichnungen wie "Haberfeldtreiben" und "Pressekampagne"? |
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Zuletzt geändert von plupps, am 13.02.2012 um 18:45 Uhr
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#45 (permalink) | |
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Na ja - ich hätte das Prädikat eher einigen anderen zugeschrieben. |
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