Donnerstag, 23. Mai 2013

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Leitartikel zum Papst-Geburtstag: Kein Mann für den Zeitgeist
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19.04.2012 08:48 Uhr
Gast_2139481608
gelöscht
Beiträge: 976

 

Zitat von Mullerto
 

 

Aua... Nein!

Christus würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er nicht wieder auferstanden wäre.

Der Herr wird euch eines Tages die Bibel um die Ohren schlagen, bei so viel Selbstherrlichkeit.

Sagt ein atheistisch angehauchter Agnostiker.

Sie und die anderen werten Diskutanten mit aehnlicher Tendenz koennen mir ja sicher erklaeren worueber zwischen katholischer und evangelischer Leitungsebene eine Einigung erzielt werden muesste wenn nicht ueber diesen zentralsten Punkt.

Hochnaesigkeit und Selbstherrlichkeit kann ich auch aus so manchem Threadbeitrag herauslesen.

________

19.04.2012 09:12 Uhr
Silverblues
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Beiträge: 2263
Die Überschrift trifft's - genau

Ja, Ratzinger ist kein Mann für den Zeitgeist.

Er ist vielmehr aus der Zeit gefallen.
Noch genauer: Er (nachdem er ja gefallen ist) liegt irgendwo in der Zeit der späten Kirchenväter rum.
Und da sieht er die Kriche auch richtig verortet.

Möge ihm folgen, wer seiner Meinung ist.

So wenig Toleranz muss sein.

 

Zuletzt geändert von Silverblues, am 19.04.2012 um 09:37 Uhr
19.04.2012 10:01 Uhr
Gast_726401649
gelöscht
Beiträge: 582

 

Zitat von Waldmann
 

 

Sie und die anderen werten Diskutanten mit aehnlicher Tendenz koennen mir ja sicher erklaeren worueber zwischen katholischer und evangelischer Leitungsebene eine Einigung erzielt werden muesste wenn nicht ueber diesen zentralsten Punkt.

Hochnaesigkeit und Selbstherrlichkeit kann ich auch aus so manchem Threadbeitrag herauslesen.

 "Hochnäsigkeit und Selbstherrlichkeit" besteht meiner Meinung nach darin,  dass der "zentralste" Punkt scheinbar eine  Auslegungssache ist.

Das Wort:

"Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. (Lk 22,19-20)"

Genügt Ihnen das nicht?

19.04.2012 10:54 Uhr
vecchio
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Zitat von Waldmann
 

 

Sie und die anderen werten Diskutanten mit aehnlicher Tendenz koennen mir ja sicher erklaeren worueber zwischen katholischer und evangelischer Leitungsebene eine Einigung erzielt werden muesste wenn nicht ueber diesen zentralsten Punkt.

Hochnaesigkeit und Selbstherrlichkeit kann ich auch aus so manchem Threadbeitrag herauslesen.

Beim Besuch von Ratzinger im letzten Herbst habe ich schon ähnlich geschrieben, in der Führungsriege mache sich so etwas wie eine Bunkermentalität breit: "Draußen die böse, böse Welt, vor allem die aufmüpfigen Deutschen und Europäer. Wir hier drin, wir denken über die reine Lehre nach, wie es im Katechismus steht."
Schade, dass sich eine solche Denke scheinbar mehr und mehr auch bei den niederen Chargen breit macht. Seit einigen Jahren bemerke ich wachsende Unzufriedenheit und mehr Beschwerden in den Pfarreien. Hauptsächlich dann, wenn ein älterer Liberaler durch einen jüngeren dogmatischen Pfarrer abgelöst wird.
Wenn man das übrigbleibende Häuflein der Aufrechten retten will. mag das ja der richtige Weg sein. Vom Geist des zweiten Vatikanischen Konzils oder auch der Evangelien ist aber nicht viel zu spüren. Es herrscht wieder mehr die Auffassung der katholischen Kirche als einzig wahre Kirche vor. Und das bei Ratzinger als Papst, einer Hauptfigur eben dieses Konzils.

________
Der heilige Stuhl ist nicht das Wichtige, das beim Pabst hinten 'raus kommt!

19.04.2012 23:03 Uhr
Athineos
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Zitat von Mullerto
  "Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. (Lk 22,19-20)"

 

 

Ich werfe mal einen Stein ins Wespennest :

in den synoptischen Evangelien steht in der Schilderung dieser Szene das ( altgriechische ) Wort  εστίν .

D.h. das ist die originale Überlieferung - ohne eine irgendwie geartete Textkritik ( also als einzig so überliefertes Wort )

Und εστίν heißt nun mal " er, sie es ist " . Es heißt weder " es wandelt sich " noch " es bedeutet " !

Dafür existieren im Griechischen eigene Wörter.

Und von daher begannen die Schwierigkeiten der Theologen, bis heute.....

P.S.: Bevor wieder so ein Schlaukopf kommt :  ich weiß, dass auf dem Epsilon der altgriechische spiritus lenis fehlt, im Neugriechischen - und damit auf meiner Tastatur - existiert dieses Zeichen nicht mehr.

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μολὼν λαβέ

20.04.2012 00:17 Uhr
Bongo
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Unser Papst hat sich um die Kirche und das Wohl der Menschheit mehr als verdient gemacht.

Die Kirche kann, soll, darf man nicht verweltlichen.

Schon gar nicht sollte man auf die Kritik & den "Wahnsinnsvorschlägen" der "kirchsteuersparenden" Kirchenaustreter und gottlosen Nörgler hören, die weder die Bibel, noch den Koran kennen oder sonstiges Wissen von Religion, Ethik oder Glaubenfragen haben.

Menschen, die die Abschaffung des Zöllibates fordern um dem Geistlichen eine Frau zu gönnen und dies als grosse und wichtige Reform ansehen, haben nichts kapiert. 1eye

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20.04.2012 06:57 Uhr
Gast_726401649
gelöscht
Beiträge: 582

 

Zitat von Athineos
 

 

Ich werfe mal einen Stein ins Wespennest :

in den synoptischen Evangelien steht in der Schilderung dieser Szene das ( altgriechische ) Wort  εστίν .

D.h. das ist die originale Überlieferung - ohne eine irgendwie geartete Textkritik ( also als einzig so überliefertes Wort )

Und εστίν heißt nun mal " er, sie es ist " . Es heißt weder " es wandelt sich " noch " es bedeutet " !

Dafür existieren im Griechischen eigene Wörter.

Und von daher begannen die Schwierigkeiten der Theologen, bis heute.....

 

Danke.

Um so mehr ein Trauerspiel, dass "Christen" es nicht fertig bringen ein gemeinsames -ich nenne es jetzt einfach mal so- "Das Abendmahl" zu begehen.

Ist m. A. n. reichlich Banane, wenn evangelische Christen ( bzw.ich ),  wie kürzlich bei einer Hochzeit in einer kath. Kirche aufgefordert werden davon Abstand zu nehmen. 

 

Zitat von Bongo
 

 

Schon gar nicht sollte man auf die Kritik & den "Wahnsinnsvorschlägen" der "kirchsteuersparenden" Kirchenaustreter und gottlosen Nörgler hören, die weder die Bibel, noch den Koran kennen oder sonstiges Wissen von Religion, Ethik oder Glaubenfragen haben.

Es gibt  "kirchsteuersparenden" Kirchenaustreter und gottlosen Nörgler , die haben mehr Ahnung von Bibel, Koran, Religion und Ethik als Sie sich vielleicht vorstellen können. Und es gibt "Kirchenaustreter" die genau deswegen aus der Amtskirche austreten.

Nur zur Info.

PS Hatte Sie die letzten Tage schon vermisst Breites Grinsen

Zuletzt geändert von Gast_726401649, am 20.04.2012 um 07:01 Uhr
20.04.2012 07:54 Uhr
Athineos
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Zitat von Mullerto
  Ist m. A. n. reichlich Banane, wenn evangelische Christen ( bzw.ich ),  wie kürzlich bei einer Hochzeit in einer kath. Kirche aufgefordert werden davon Abstand zu nehmen. 

 

Das ist allerdings der Gipfel der Lächerlichkeit! Da muss der Pastor schon ein rechter Hardliner gewesen sein.

Ich hätte da auch ein Erlebnis zu bieten :

Als meine Cousine, die zum evangelischen - dem größeren - Teil  unserer Familie gehört, vor vielen Jahren einen Katholiken nach Ritus der una sancta  heiratete, bekam auch sie den Laienkelch. Da war der Pastor aber auch Jesuit .

Beim Großteil des rechtgläubigen Publikums herrschte allerdings darob Weltuntergangsstimmung .

Die Kirche aber ist nicht eingestürzt und steht meines Wissens bis heute !

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μολὼν λαβέ

Zuletzt geändert von Athineos, am 20.04.2012 um 08:56 Uhr
20.04.2012 08:46 Uhr
vecchio
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Zitat von Athineos
 

 

Das ist allerdings der Gipfel der Lächerlichkeit! Da muss der Pastor schon ein rechter Hardliner gewesen sein.

Ich hätte da auch ein Erlebnis zu bieten :

Als meine Cousine, die zum evangelischen - dem größeren - Teil  unserer Familie gehört, vor vielen Jahren einen Katholiken nach Ritus der una sancta  heiratete, bekam auch sie den Laienkelch. Da war der Pastor aber auch Jesuit .

Beim Großteil des rechtgläubigen Publikums herrschte allerdings darob Weltuntergangsstimmung .

Die Kirche aber ist nicht eingestürtzt und steht meines Wissens bis heute !

Solche Hardliner gibt es aber heute wieder mehr als vor zwanzig Jahren und mehr. Zumindest erheben sie ihre Stimme wieder lauter, ermutigt von der sich wandelnden Stimmung innerhalb der katholischen Kirche.
Dazu braucht man sich auch nur die Zusammensetzung der Deutschen Bischofskonferenz und der Aussagen dieser Konferenz über diesen Zeitraum ansehen. Von der Institution mit dem Willen zu eigenen Standpunkten und kritischer Auseinandersetzung mit Gesellschaft und auch mit der Kirche selbst hört man heute nichts mehr.

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Der heilige Stuhl ist nicht das Wichtige, das beim Pabst hinten 'raus kommt!

20.04.2012 09:02 Uhr
_solon_
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Zitat von Athineos
 

....

Beim Großteil des rechtgläubigen Publikums herrschte allerdings darob Weltuntergangsstimmung .

Die Kirche aber ist nicht eingestürzt und steht meines Wissens bis heute !

Wenn MItgliederzahlen ein Kriterium sind steht die kath. Kirche besser denn je da.

Bei den Protestanten ist mir die Entwicklung nicht so bekannt.

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

20.04.2012 09:06 Uhr
_solon_
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Zitat von Mullerto
 

 

...

Ist m. A. n. reichlich Banane, wenn evangelische Christen ( bzw.ich ),  wie kürzlich bei einer Hochzeit in einer kath. Kirche aufgefordert werden davon Abstand zu nehmen. 

....

Können Sie so sehen. Aber gerade die wirklich diametrale Sicht auf das Abendmahl unterscheidet doch die beiden christlichen Konfessionen-. Das ist doch der Kasus knacktus an der ganzen Sache.

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Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

20.04.2012 09:22 Uhr
Gast_2139481608
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Beiträge: 976

 

Zitat von _solon_
 

 

Können Sie so sehen. Aber gerade die wirklich diametrale Sicht auf das Abendmahl unterscheidet doch die beiden christlichen Konfessionen-. Das ist doch der Kasus knacktus an der ganzen Sache.

Eben.

Deswegen wird bei einer verschiedenkonfessionellen Hochzeit auch meist auf eine Eucharestiefeier mit Kommunionempfang verzichtet. Muss ja auch nicht sein, ein Wortgottesdienst tut es da auch.

Nicht unerwaehnt lassen sollte man in dem Zusammenhang vielleicht auch, dass die deutsche Praxis der Handkommunion auf einer Ausnahmegenehmigung des Vatikans beruht. Nicht zuletzt ein Entgegenkommen den Protestanten gegenueber. Seinerzeit einzig auf Deutschland beschraenkt, heute gibt es diese auch fuer einige andere Laender. Sie ist im Katholizismus aber keineswegs der Regelfall sondern nach wie vor eine geduldete auf wenige Regionen beschraenkte Praxis.

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20.04.2012 09:55 Uhr
Gast_726401649
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Beiträge: 582

 

Zitat von Waldmann
 

Nicht unerwaehnt lassen sollte man in dem Zusammenhang vielleicht auch, dass die deutsche Praxis der Handkommunion auf einer Ausnahmegenehmigung des Vatikans beruht. Nicht zuletzt ein Entgegenkommen den Protestanten gegenueber.

Hach wie gnädig vom Vatikan aber auch.

Wie war das mit der Selbstherrlichkeit noch mal? Die "einzig wahre Kirche ist die Katholische" (zumindest Sinngemäß ;)  oder so...Na prima.

20.04.2012 11:13 Uhr
vecchio
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Zitat von Mullerto
 

 

Hach wie gnädig vom Vatikan aber auch.

Wie war das mit der Selbstherrlichkeit noch mal? Die "einzig wahre Kirche ist die Katholische" (zumindest Sinngemäß ;)  oder so...Na prima.

Hat keinen Zweck.
Die kommen von ihrem hohen Ross nicht runter. Ein Mensch ist nur dann ein vollwertiger Mensch, wenn er nach dem Katechismus funktioniert, ansonsten soll ihn der Teufel holen.
Das ist das, was ich gemeint habe, dass von zweiten Vatikanischen Konzil oder von den Evangelien nicht viel zu spüren ist. Wenn man die Ansprüche aus den Evangelien mit der Realität der Kirchen (auch den Protestantischen) vergleicht, ist die Schnittmenge seeeehr klein. Dann sollten sie es aber auch lassen, die frohe Botschaft als Banner vor sich her zu tragen. Die Apokalypse als richtungsgebende Schrift wäre passender.

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Der heilige Stuhl ist nicht das Wichtige, das beim Pabst hinten 'raus kommt!

20.04.2012 11:50 Uhr
Gast_726401649
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Beiträge: 582

 

Zitat von vecchio
 

 

Hat keinen Zweck.
Die kommen von ihrem hohen Ross nicht runter. Ein Mensch ist nur dann ein vollwertiger Mensch, wenn er nach dem Katechismus funktioniert, ansonsten soll ihn der Teufel holen.
Das ist das, was ich gemeint habe, dass von zweiten Vatikanischen Konzil oder von den Evangelien nicht viel zu spüren ist. Wenn man die Ansprüche aus den Evangelien mit der Realität der Kirchen (auch den Protestantischen) vergleicht, ist die Schnittmenge seeeehr klein. Dann sollten sie es aber auch lassen, die frohe Botschaft als Banner vor sich her zu tragen. Die Apokalypse als richtungsgebende Schrift wäre passender.

Darum verweise ich ja nochmal gene auf meinen Beitrag Nr 30 in diesem Thread. Und bleibe dabei.

"Christus entfernt sich nach dem Gottesdienst wieder aus dem Brot", das muss man sich mal geben!

Zuletzt geändert von Gast_726401649, am 20.04.2012 um 12:11 Uhr
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