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#1 (permalink) | |
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Holocaust-Forscher Götz Aly: Neid auf die Erfolgreichen
Holocaust-Forscher Götz Aly erklärt Antisemitismus durch Minderwertigkeitsgefühle |
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Zuletzt geändert von Anonyme, am 13.02.2012 um 14:00 Uhr
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#2 (permalink) | |
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Dr. Götz Aly's historischen Forschungen als neuer Irrweg...
VortragNeid auf die ErfolgreichenHolocaust-Forscher Götz Aly erklärt Antisemitismus durch Minderwertigkeitsgefühle |
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Zuletzt geändert von DrPorky, am 13.02.2012 um 13:28 Uhr
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Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 2:59 PM Uhr.
Ob Herr Aly prominent ist mit dem was er da so dahinfoscht, sei dahingestellt. Andere Größen haben da schon genügend nachvollziehbar "authentisches" hinterlassen, die Forschungen des Herrn Aly bringen weder neues noch haltbares zum Vorschein.
Aly ist ein Nachkomme des königlich-preußischen Kammertürken Friedrich Aly († 1716), der 1686 nach Berlin gebracht worden war und dort Christ wurde. (weiss auch Wikipedia).
Nach seinem Studium arbeitete Aly ab 1973 als Heimleiter einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in Berlin, wurde aber 1976 wegen seiner 68er-typischen linken politischen Einstellungen – er war Mitglied der Roten Hilfe – infolge des Radikalenerlasses für ein Jahr suspendiert!
1978 promovierte er über diese Erfahrungen im Fach Politikwissenschaft und schied aus dem Staatsdienst aus. Kurze Zeit später wurde er als Journalist einer der ersten Mitarbeiter der neu gegründeten Tageszeitung taz.
Soweit so gut (oder auch nicht...)
Die internationale Mobilitätsforschung hat der schreibfreudige Historiker Götz Aly schlichwegs ignoriert. Manche Bücher kann man also gut als Akt der Selbstdisziplinierung verstehen... anfangs der Achtundsechziger-Radikalinski in Berlin, dann schreibfreudiger Historiker, allmählich vorzüglicher Kenner des Holocausts immer die Nazi-Peitsche fest im Focus...
Dieser Längsschnittstudie zur deutschen Geschichte zwischen 1800 und 1933, deren roten Faden der Antisemitismus bildet, liegt vielmehr ein sozialpsychologisches Erklärungsmodell zugrunde. Es ist der Sozialneid, mit dem angeblich zahllose Deutsche auf den verblüffend erfolgreichen Aufstieg der Juden reagierten - ein Neid, der sich hin zum dumpfen Hass steigerte, bis er schließlich eine verhängnisvolle Fusion mit dem modernen Rassenantisemitismus einging.
Die These vom deutschen Sozialneid
Zunächst gelingt Aly ein durchaus fairer Rückblick auf die, aufs Ganze gesehen, erfolgreiche Judenemanzipation in den deutschen Staaten des neunzehnten Jahrhunderts. Dazu gehörte auch ein außerordentlich schneller Aufstieg in das deutsche Bildungs- und Wirtschaftsbürgertum, so dass zahlreiche jüdische Beobachter, Intellektuelle zumal, von einer gelungenen sozialkulturellen Symbiose sprachen, die anderswo so nicht erreicht wurde. Kein Wunder mithin, dass Abertausende von Juden aus dem polnischen Teilungsgebiet Russlands oder als Reaktion auf die blutigen Pogrome des späten Zarenreichs ins gelobte Land im Westen auswanderten.
Hang zur Monokausalität
Aly hat fatalerweise einen Hang zur plakativen Zuspitzung, die seine (verdienstvollen) Forschungen jeweils auf quasi monokausale Herleitungen verengt. Damit wird er seinem Gegenstand nicht gerecht, so anregend seine Anstöße immer wieder sein mögen.
Antisemitismus war zunächst kein spezifisch deutsches, sondern ein europäisches Phänomen: Wehler nennt zutreffend die historische Wurzel des christlichen Antijudaismus, der im Zuge der Herausbildung der Nationalstaaten eine verhängnisvolle Aktualisierung und Modernisierung erfuhr. Schon die einfache Bildung von Nationen erforderte ja zwingend die definitorische Konstruktion eines Volksganzen, von dem fremdes "Anderes" abzugrenzen war, nach außen, aber auch nach innen. Und auf die Rolle des "Anderen" waren seit je, neben den "Zigeunern", die Juden abonniert.
Bei der spezifisch deutschen Radikalisierung bis zur Vernichtung spielten dann mehrere Faktoren eine Rolle, unter anderen gewiss auch der Sozialneid.