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#151 (permalink) | |
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Ein tödlicher Schuss und offene Fragen
Nachdem ein Polizist in Aichach einen Mann erschossen hat, der mit einer Axt seinen Nachbar bedrohte, sind viele Fragen offen. Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich bedeckt. Ein tödlicher Schuss und offene Fragen |
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#152 (permalink) | |
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Von Anselm Feuerbach stammt der Satz. "Niemand urteilt schärfer als der Unwissende, er kennt weder Gründe noch Gegengründe". "Verantwortlich" daran ist die Staatsanwaltschaft Ingolstadt, die vernutlich mit der platten Standard-Begründung, dass sie aus "ermittlungstaktischen Gründen" ihre Erkenntnisse zurückhält. Was bei der Konstellation des Falles eher als nicht zu Ende gedacht einzustufen, als sachlich begründet ist. Die Folge jedenfals ist, dass die Spekulationen ins Kraut schießen. Selbst die berichtenden Redakteure wählen eine Diktion, die vom Grundsatz der Unschuldsvermutung wenig beeinflusst ist. Mir erscheint die Berichterstattung etwas undifferenziert und zu endgültig.. Für meinen Geschmack wird der Polizist mit einem Satz, wie "Polizist tötet Mann" schon quasi schuldig gesprochen. Doch ich frage mich, warum der Getötete trotz offenbar häufigerem Fehlverhalten, das anscheinend vielen bekannt war, in einer Art psychiatrischen Ausfallerscheinung diesen Excess überhaupt ausleben konnte? Deshalb die rhetorische Frage: Wurde vielleicht eine "lebende Zeitbombe" nicht angemessen betreut? Denn wenn jemand wegen eines ihn nicht behinderten Parkplatzes mit einer Axt auf Menschen losgeht,. ist dies mit üblichen und adäquaten Verhalten nicht mehr abzutun. Mir tut der Polizist und seine Familie leid. Er musste innerhalb von wenigen Sekunden abwägen, ob der Tatbestand der Notwehr erfüllt ist. Und war der Polizist üerhaupt ausreichend trainiert,, den dann leider Getöteten auch unter Stress nur kampfunfähig zu schießen? Lag ein "rechtfertigender oder entschuldigender" Notstand von Seiten des Polizisten vor? Der Staatsanwalt prüft nun u. U. mehrere Wochen den tatsächlichen Sachverhalt, bis er zu einer Entscheidung kommt. Der Polizist musste jedoch innerhalb einiger Sekunden die gleiche Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die sein Leben verändern wird. Dies bitte ich zu bedenken.
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#153 (permalink) | |
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Heute morgen wurde auf B5 berichtet, dass der Polizist den Mann dreimal aufforderte die Axt wegzulegen, bevor er schoß (Augenzeugenbericht). Auch in der SZ wird das ausführlich berichtet: Warum findet man eine so wichtige Detailinformation anscheinend überall, bloß nicht in der "Heimatzeitung"? Martin |
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#154 (permalink) | |
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Dafür wird niemand trainiert, weil der Versuch, einen mit einer Nahkampfwaffe anstürmenden Angreifer auf Entfernungen von unter 10m mit einer Faustfeuerwaffe nur "kampfunfähig" zu machen, mit hoher Wahrscheinlichkeit eher zwei Tote produziert als gar keinen. Der Fehler war schon gemacht, als der Angriff erfolgte. Der Ablauf ab diesem Zeitpunkt war unvermeidbar. Der Fehler lag daran, mit unpassender Ausrüstung, Manpower und Taktik die Konfrontation in den beengten Räumlichkeiten einer Wohnung zu suchen, bei denen im Fall eines Angriffs nur die oben erwähnte Abwehrmöglichkeit bleibt. Die Frage wäre eher, warum nur einmal geschossen werden musste. Das muss ein absoluter Glückstreffer gewesen sein, wenn schon nach dem ersten Schuss klar war, dass der Angriff damit gestoppt ist. |
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#155 (permalink) | |
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Richtig,der Fehler wurde gemacht,und zwar von dem Angreifer..ansonsten fischen Sie hier mit Ihrer grundsätzlichen Argumentation ziemlich im trüben,wohl kaum annehmbar,dass Sie dabei waren?? Spekulieren wir mal weiter....es blieb dem Beamten wenig Zeit,den Angreifer mit einem Schuss zb in die Beine kampfunfähig zu machen,daher also der EINE entscheidende Schuss.In diesem Fall der tödliche und somit endgültige,macht also einen weiteren Schuss unnötig,dass wäre dann für den Beamten tatsächlich problematisch. Vielleicht bzw hoffentlich lernen Täter in der Zukunft,mit entsprechenden Konsequenzen zu rechnen,wenn sie Polizisten angreifen. Allerdings sprechen die Zahlen bei Einsätzen verletzter Polizisten Bände,vielleicht resultiert das aus einer gewissen Zurückhaltung,die letztendlich aber eher die eigene Gesundheit gefährdet.
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#156 (permalink) | |
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Naja, das ist auch eine Frage der Minution und ob evtl. ein Rippenknochen getroffen wurde. Das kann schon reichen, um einen von den Beinen zu holen. Wobei es bei der Vollmantelmunition wohl wirklich ein glücklicher Treffer war. Wenn man sich ähnliche Berichte anschaut macht die fehlende Stoppwirkung der Polizeimunition die Angreifer ja erst einmal wütender, anstatt sie aufzuhalten. |
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#157 (permalink) | |
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Sie fischen doch genauso im Trüben wir der Vorposter, machen ihm aber einen Vorwurf daraus... Der SZ-Bericht liest sich in der tat ein wenig anders und vor allem wesentlich ausführlicher als der in der AZ. Dennoch muss der Vorfall umfassend und lückenlos aufgeklärt werden durch die Staatsanwaltschaft. Ich hoffe man stellt auch Herrn Ö. eine entsprechende psychologische Betreuung an die Seite. Auch wenn er vermutlich wenig oder nichts für die Eskalation kann, so kann es durchaus passieren, dass er sich entsprechende Vorwürfe macht. |
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#158 (permalink) | |
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So wie es im Thread halt steht,spekulieren wir weiter...die vorliegenden Infos sind zu spärlich,um irgendwelche weiteren Phantastereien zu produzieren. Und wenn es einen offiziellen Polizeibericht gibt wird der kaum der Öffentlichkeit in seiner kompletten Form zugänglich sein. |
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#159 (permalink) | |
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Leider drehen wir uns im Kreis. Die Frage nach Fehlern/Fehleinschätzungen muss doch früher ansetzen. Haben die Beamten in Erfahrung gebracht, wer der Beschuldigte ist? Ob er betrunken, psychisch gestört oder anderweitig unzurechnungsfähig ist. Oder ist das nicht naheliegend, wenn jemand mit einer Axt Amok läuft? Bisher ist nicht bekannt, ob sich die Tötung in der Wohnung ereignete oder außerhalb. Es hieß, die Beamten hätten versucht in die Wohnung zu gelangen. Wie? Der Mann hatte sich angeblich in seiner Wohnung "verbarrikadiert". Und warum so dringend? Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass sekundenschneller Handlungsbedarf bestanden hat. |
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#160 (permalink) | |
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Richtig! Dann hätten wir im Raum Augsburg noch einen Polizistenmord zu klären. Ich bin überzeugt, dass jeder - egal ob Polizist oder Privatmann - in einer Situation, in der der Gegner mit der Axt oder dem Beil auf einen los geht, nur einen Gedanken hat, nämlich sich zu verteidigen bzw. sein eigenes Leben zu schützen. Wie das mit dem tödlichen Schuss genau gelaufen ist, wissen wir alle nicht. Es ist jedoch sicher, ein Schuss ins Bein hätte nichts geholfen. Gleichzeitig hätte der Getötete die Axt geschwungen und mit einem Schlag dem Polizisten den Schädel gespalten. Dann hätte es voraussichtlich überall geheißen: "Der arme Polizist, seine arme Familie." Mir ist es ehrlich gesagt lieber, der Polizist hat die Waffe gezogen und nicht der Gegner das Beil geschwungen. Wer sagt auch, dass der Herr mit der Axt das erste Mal so einen Aussetzer hatte, bzw. wann er das nächste Mal so einen Aussetzer gehabt hätte und jemanden getötet hätte. Ich glaube der Polizist, hat wirklich mit seinem Schuß schlimmeres verhindert. Ich wünsche dem Polizisten auf jeden Fall nur das beste und hoffe, dass er die Situation seelisch einigermaßen verkraftet.
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Zuletzt geändert von Gast_499319595, am 08.05.2012 um 16:45 Uhr
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#161 (permalink) | |
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Kann sein, dass er sich vor eintreffen der Polizei Amok-ähnlich aufgeführt hat, kann auch nicht sein. Klar ist nur, dass er eine Tür beschädigt hat (= Sachbeschädigung). Wahrscheinlich scheint mir, dass er seinen Kontrahenden bedroht hat (= Bedrohung). Alles weitere ist Spekulation. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von einem ernsten Vorfall (keine Lapalie aber auch kein Verbrechen) bis zu einem Mordversuch/gescheiterten Amoklauf. Die Diskussion dreht sich tatsächlich im Kreis und kann ohne neue Infos auch nicht vorankommen. |
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#162 (permalink) | |
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Gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die alles besser wissen. Erstens wissen auch sie nicht, was genau passiert ist und zweitens ist das "Wieder mal" komplett überflüssig. So kann nur jemand schreiben, der in seinem Inneren einen Haß gegen die Polizei im allgemeinen hegt. Hierfür gibt es in der Regel Gründe und diese Gründe sind meist der Natur, dass man mit der Polizei negative Erfahrungen gemacht hat, für die man voraussichtlich selbst verantwortlich ist. |
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#163 (permalink) | |
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Ahja. Noch jemand, der das Prinzip "Die Polizei hat immer Recht und macht keine Fehler." vertritt. |
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#164 (permalink) | |
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Das stimmt natürlich. Immerhin zeichnen sich 2 Denkweisen ab: - die eine orientiert sich an der Schuldfrage und an der Frage der Rechtmäßigkeit und kommt zu dem Schluss, dass der Schuldige seinen Tod selbst verschuldet hat. - die andere orientiert sich am Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und frägt, ob die Tötung unvermeidbar war. Ich denke, daran ändert auch der Informationsstand nichts. |
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#165 (permalink) | |
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Wobei ich zwischen diesen beiden Denkweisen gar keinen Widerspruch erkennen kann. Unterschiedliche Fragestellungen neigen hald mal dazu, unterschiedliche Antworten hervorzubringen. Eine rechtmäßige Tötung kann unvermeidbar oder auch vermeidbar gewesen sein. Insofern diskutiert man in diesem Thread ein wenig aneinander vorbei. |
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Zuletzt geändert von spacevulture, am 08.05.2012 um 17:20 Uhr
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Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist jetzt 2:40 PM Uhr.