Freitag, 24. Mai 2013

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Ukraine vor der Fußball-EM: Kritik am politischen System und Bombenanschläge
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05.05.2012 22:27 Uhr
Alois
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Zitat von wolf13

Gerade Frau Timoschenko ist es nicht wert, mit Massstäben wie Akzeptanz von Sieg und Niederlage, von Fairness, von Respekt vor dem Gegner - also von wesentlichen Attributen des Sports als Gestalt der Freiheit und Demokratie gemessen zu werden.

Ob dieses Rechtsverständnis unbedingt angemessen ist? Selbst wenn Frau Timoschenko auch so einiges auf dem Kerbholz haben sollte, darf ein anderer Verbrecher doch nicht nach Belieben mit ihr verfahren oder sie gar umbringen.

Erst kürzlich sah ich einen TV-Beitrag über die Bandenkriege zwischen den Hell Angels und den Bandidos, Solange die sich nur gegenseitig abgemetzelt haben, schien dies die Polizei nicht zu scheren. Erst als unschuldige Menschen bei den Überfällen mit ums Leben kamen und der öffentliche Druck hinzukam, ging der Staat gegen die Banden vor. Meines Erachtens wurde hier viel zu spät gehandelt. Mord bleibt Mord, auch wenn ein Mörder ermordet wurde.

06.05.2012 07:18 Uhr
Gast_1444600011
gelöscht
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Zitat von Alois
 

 

Ob dieses Rechtsverständnis unbedingt angemessen ist? Selbst wenn Frau Timoschenko auch so einiges auf dem Kerbholz haben sollte, darf ein anderer Verbrecher doch nicht nach Belieben mit ihr verfahren oder sie gar umbringen.

 

Da haben Sie unzweifelhaft recht. Bitte lesen Sie dazu auch meinen letzten Absatz.

Übrigens, es ist doch nicht erkennbar, dass irgend jemand Frau Timoschenko umbringen will, wie kommen Sie darauf? Es ist Frau Timoschenko, die eine Behandlung durch ukrainische Ärzte ablehnt. Frau Timoschenko instrumentalisiert ihre Krankheit, wissend, dass die Rechtslage eine Auslandsreise (aus welchem Grund auch immer) nicht zulässt. Insofern ist es gut, dass Ärzte der Charite die Behandlung übernehmen.

Dieses Mitleid mit einer Dame, die die orangene Revolution und damit die Freiheitsgefühle vieler Menschen zu dem Zwecke nutzte, sich gigantisch zu bereichern, ist unangebracht. Die Kritik am politischen System sehr wohl. Nur da gäbe es auch andere Felder, z.B. Ungarn, Mitglied der EU zudem.Aber da geht es nicht publikumswirksam um eine Person wie Timoschenko, da geht es "nur" um Sinti und Roma, die der regierungsamtliche Mob bis hin zum Tod bedroht. Da höre ich nichts von den Betroffenheitspolitikern von Frau Roth bis hin zu Frau Steinbach.

06.05.2012 07:25 Uhr
_solon_
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Beiträge: 16316

 

Zitat von Alois
 

 

Ob dieses Rechtsverständnis unbedingt angemessen ist? Selbst wenn Frau Timoschenko auch so einiges auf dem Kerbholz haben sollte, darf ein anderer Verbrecher doch nicht nach Belieben mit ihr verfahren oder sie gar umbringen.

....

Eine eher etwas schizophrene (= die Wahrheit verzerrende) Betrachtung.

Timoschenko kann alles haben - aber sie lehnt es ab. Dann soll sie auch verdammt noch mal die Konsequenzen ziehen und nicht immer ihre jammernde Tochter vor die Presse schicken.

 

PS: Janukowytsch wurde m.w. mal als Jugendlicher wg. Diebstahls o.ä. bestraft - seit dem nicht mehr - im Gegensatz zu Timoschenko.

________
Difficile est satiram non scribere (Juvenal). Die Zeit wird kommen, wo, wer nicht weiß, was ich über eine Sache gesagt habe, sich als Nichtwisser bloßstellt...

Zuletzt geändert von _solon_, am 06.05.2012 um 07:30 Uhr
06.05.2012 10:06 Uhr
Alois
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Zitat von _solon_

 Eine eher etwas schizophrene (= die Wahrheit verzerrende) Betrachtung.

Timoschenko kann alles haben - aber sie lehnt es ab. Dann soll sie auch verdammt noch mal die Konsequenzen ziehen und nicht immer ihre jammernde Tochter vor die Presse schicken.

PS: Janukowytsch wurde m.w. mal als Jugendlicher wg. Diebstahls o.ä. bestraft - seit dem nicht mehr - im Gegensatz zu Timoschenko.

Eigenartige Sicht der Dinge..... aber ich bin nicht Ihr Spychoanalytiker und muss deswegen Ihre Einstellung nicht zerpflücken.

06.05.2012 10:12 Uhr
plupps
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Zitat von wolf13
 

Da haben Sie unzweifelhaft recht. Bitte lesen Sie dazu auch meinen letzten Absatz.

Übrigens, es ist doch nicht erkennbar, dass irgend jemand Frau Timoschenko umbringen will, wie kommen Sie darauf? Es ist Frau Timoschenko, die eine Behandlung durch ukrainische Ärzte ablehnt. Frau Timoschenko instrumentalisiert ihre Krankheit, wissend, dass die Rechtslage eine Auslandsreise (aus welchem Grund auch immer) nicht zulässt. Insofern ist es gut, dass Ärzte der Charite die Behandlung übernehmen.

Dieses Mitleid mit einer Dame, die die orangene Revolution und damit die Freiheitsgefühle vieler Menschen zu dem Zwecke nutzte, sich gigantisch zu bereichern, ist unangebracht. Die Kritik am politischen System sehr wohl. Nur da gäbe es auch andere Felder, z.B. Ungarn, Mitglied der EU zudem.Aber da geht es nicht publikumswirksam um eine Person wie Timoschenko, da geht es "nur" um Sinti und Roma, die der regierungsamtliche Mob bis hin zum Tod bedroht. Da höre ich nichts von den Betroffenheitspolitikern von Frau Roth bis hin zu Frau Steinbach.

Genauso ist es. Ihre Selbstinszenierung hat selbst im Krankenhaus kein Ende. Man soll sie optimal behandeln, was eh schon ein dickes Privileg ist, denn welcher ukrainische Bürger genießt bei vergleichbarer Krankheit die Behandlung durch Ärzte der Charité.

06.05.2012 10:44 Uhr
Gast_1501234074
gelöscht
Beiträge: 49
Lahm und Tomoschenko

Aha, jetzt kommt auch Philipp Lahm aus der Deckung.
Ein populistischer Nachplapperer ist das, sonst nichts.
Julija Timoschenko soll ihren Hexenschuß in der Heimat auskurieren. Dass sie im Knast sitzt kommt bestimmt nicht von ungefähr. Sie ist schon auch eine Matz.

06.05.2012 10:56 Uhr
Alois
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Zitat von plupps
 

Genauso ist es. Ihre Selbstinszenierung hat selbst im Krankenhaus kein Ende. Man soll sie optimal behandeln, was eh schon ein dickes Privileg ist, denn welcher ukrainische Bürger genießt bei vergleichbarer Krankheit die Behandlung durch Ärzte der Charité.

Falls ukrainischen Bürgern im Fall eines Bandscheibenvorfalls nicht ebenso eine gleichwertige  Behandlungsmethode zuteil wird, liegt dies doch wohl eher am Gesundheitssystem des Landes, was wiederum die Regierenden zu verantworten haben.  Natürlich auch Timoschenko, die ja auch ein paar Jahre in der Regierungverantwortung war. Aber auch die jetzigen Machthaber.

Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass Timoschenko den ukrainischen Politikern nicht über den Weg traut. Schließlich war sie ja auch mal eine von Ihnen.

 

Zuletzt geändert von Alois, am 06.05.2012 um 11:00 Uhr
06.05.2012 11:38 Uhr
tom1212
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nun . . .

 

Zitat von Alois
  

Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass Timoschenko den ukrainischen Politikern nicht über den Weg traut. Schließlich war sie ja auch mal eine von Ihnen.

 

ich traue eigentlich GAR KEINEM Politiker "über den Weg" . . . oder hätten Sie einen besonders "vertrauenswürdigen" Politiker für mich???  Schlafend

06.05.2012 12:27 Uhr
Simplicissimus2011
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Erika Steinbach, CSU, fordert wieder einmal etwas?
Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion,Erika Steinbach, forderte aus Protest gegen die Inhaftierung der ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko den europäischen Fußballverband Uefa auf, keine Spiele in der Ukraine zu veranstalten.

Ich muss leider sagen, wenn Frau Steinbach etwas fordert, dann ist mein unkontrollierbarer Reflex: ich bin prinzipiell dagegen.

Wer wählt denn eine solche "Dame" zum "menschenrechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU"? Schämt sich denn niemand von der CDU/CSU für sowas?

 

06.05.2012 12:54 Uhr
plupps
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Zitat von Alois
 

Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass Timoschenko den ukrainischen Politikern nicht über den Weg traut. Schließlich war sie ja auch mal eine von Ihnen.

Genau. Darum sollte man nicht mehr Krokodilstränen um sie vergießen als nötig.

06.05.2012 12:58 Uhr
augustus
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Sport und Menschenrechte
Zitat von augustus
 

Wenn man an die Millionen Menschen denkt, die zu leiden haben, weil das Geld in riesige, kurzfristig genutzte Stadien gesteckt wird, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, in Gefängnisse gesteckt wurden, ihre Jobs verloren haben...die nix zum fressen haben, aber tolle Sportstätten. Nach den jeweiligen Events hat kaum ein Land von dem kurzfristigen Boom profitiert, nein, im Gegenteil, jetzt fehlt das Geld hinten und vorn.

Da fällt mir spontan Südafrika, Griechenland und China ein. Auch Ostdeutschland gehört dazu.  Sneaky2 Und jetzt die Ukraine. Heute kam ein Bericht. Kein Geld für marode Krankenhäuser, Schulen etc., aber Millionen für die Stadien. Aber das scheint die wenigsten zu jucken.

Nix gegen Sport, aber dann sollen sie da spielen wo es schon genügend Stadien und Infrastruktur gibt und nicht zu Lasten der Bevöllkerung ihre Fußballtempel bauen.

 Was ich gestern im Baku-thread angesprochen habe, war heute Thema im Presseclub mit durchaus kontroversen Positionen. Zum Beispiel die Frage der Vergabepraxis in zunehmend korrupte Länder, die weit von einem demokratischen Rechtsstaat entfernt sind.....Insofern ist es gut, dass Menschenrechte und Sport exemplarisch am Fall Ukraine diskutiert wird. Da bin ich ja gespannt wie das mit Russland laufen wird.....

Ukraine im Abseits – was bringt ein EM-Boykott?

Millionen Fußball-Fans freuen sich auf die Europameisterschaft in der Ukraine. Doch einen Monat vor dem Eröffnungsspiel redet kaum jemand über den Sport. Hauptthemen sind die prekäre Lage der Menschenrechte und das autoritäre Regime von Staatschef Janukowitsch. Fast die Hälfte der ehemaligen Regierung sitzt nach zweifelhaften Prozessen im Gefängnis - auch die erkrankte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Seit zwei Wochen ist sie im Hungerstreik, weil sie in der Haft nicht angemessen behandelt wird. Deshalb versuchen immer mehr deutsche Politiker, Druck auf das Regime in Kiew zu machen. Sie drohen damit, die EM zu boykottieren. Ist ein solcher Boykott sinnvoll? Oder sollten die Politiker in die Ukraine fahren, um dort öffentlich zu protestieren?

http://www.wdr.de/tv/presseclub/

________
www.umfairteilen.de

06.05.2012 13:10 Uhr
cato
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Wer nimmt denn Frau Steinbach (Vertriebenenfunktionärin, ohne Vertriebene zu sein) noch ernst?

Ich denke, alle Verantwortlichen sind sich darüber einig, einen Spiele-Boykott nicht zu veranstalten. Die Verantwortlichen wußten natürlich darum, daß es mit den Menschenrechten in der Ukraine, wie in den meisten Ländern dieser Erde, nicht zum besten steht.

Ich erinnere mich, daß Ex-Kanzler Helmut Schmidt in bezug auf den seinerzeitigen Olympia-Boykott in Moskau sinngemäß sagte, das sei natürlich Blödsinn gewesen, aber man sei dem Druck der USA gefolgt.

(Ich ertappe mich dabei, daß ich immer wieder die USA negativ ins Spiel bringe[n muß]. Das Land der Freiheit, Menschenrechte  und Demokratie unserer Jugend ist bei näherer Betrachtung keineswegs ein Hort dieser Güter, s. Todesstrafe,  Kriegsbeginne nach Belieben, Geheimdienstverbrechen, Drohnenangriffe, Bin-Laden-Tötung, Guantanamo. Demnächst beginnt ein Prozeß gegen mutmaßliche Anschlagsbeteiligte von 9.11., 11 Jahre nach dem Ereignis.)

06.05.2012 13:12 Uhr
Martin
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Kompromissvorschlag

Wir holen Timoschenko nach Deutschland und die Ukraine nimmt Merkel in Haft.

Eine klassische Win-Win Situation mit optischem Vorteil für Deutschland, um im Fußballer-Jargon zu bleiben.

Martin

06.05.2012 13:21 Uhr
bayer
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Zitat von Martin
Kompromissvorschlag

Wir holen Timoschenko nach Deutschland und die Ukraine nimmt Merkel in Haft.

Eine klassische Win-Win Situation mit optischem Vorteil für Deutschland, um im Fußballer-Jargon zu bleiben.

Martin

 Hats die BKanzlerin auch an den Bandscheiben? Advantage Janukowitsch!

________
Auch eine Enttäuschung bedeutet einen Schritt vorwärts.-- Max Planck --

06.05.2012 13:35 Uhr
plupps
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Zitat von Martin
Kompromissvorschlag

Wir holen Timoschenko nach Deutschland und die Ukraine nimmt Merkel in Haft.

Eine klassische Win-Win Situation mit optischem Vorteil für Deutschland, um im Fußballer-Jargon zu bleiben.

Martin

Weiß nicht, wenn ich mir vorstelle, diese ukrainische Folklore-Eisprinzessin tritt dann dreimal pro Woche in Talkshows auf... was ist schlimmer auszuhalten?


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