Mittwoch, 19. Juni 2013

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Von den Piraten muss endlich mehr kommen
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01.05.2012 11:54 Uhr
leopold
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Zitat von montebaldo

 

An Ihnen ist wohl vorbei gegangen, dass die Piraten das BGE fordern. Dazu kann man stehen wie man will aber soziale Gerechtigkeit kann man den Ansatz schon nennen und mit der Einführung desselben wären natürlich auch die Urheberrechte mit abgedeckt. 

 

Nur irgendwelche Schlagworte zu platzieren, ohne mit einem Wort zu sagen, was genau gemeint ist bzw. wie es finanziert werden soll, ist für mich weniger als Nichts. Die Piraten haben sich bis heute geweigert zu erläutern, was sie mit BGE meinen, obwohl es in der Theorie bereits verschiedene, auch ausgearbeitete Modelle gibt. 

01.05.2012 11:56 Uhr
leopold
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Zitat von Marc.Jacobs

Unbestritten ist, dass die Vermögenden und Einkommensstarken ihren Teil zunehmend weniger beitragen und die Schere zwischen Reich und Arm immer weiter auseinandergeht. Das muss schnell geändert werden.

Wie muss ich mir das praktisch vorstellen? Hohe Einkommen auf Hartz IV Niveau senken, Kapitalertragssteuer auf 100% anheben, Firmen- und Immobilienwertsteigerungen enteignen, damit die Reichen nicht mehr reicher werden können?

 

Ich antworte nur auf ernstgemeinte Zuschriften. Breites Grinsen

01.05.2012 12:02 Uhr
Martin
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Zitat von leopold
 

Nur irgendwelche Schlagworte zu platzieren, ohne mit einem Wort zu sagen, was genau gemeint ist bzw. wie es finanziert werden soll, ist für mich weniger als Nichts. Die Piraten haben sich bis heute geweigert zu erläutern, was sie mit BGE meinen, obwohl es in der Theorie bereits verschiedene, auch ausgearbeitete Modelle gibt. 


Hier findet eine rege und tiefe Diskussion zum Thema BGE und dessen Finanzierung statt: http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen/Umsetzung

Sicher haben Sie einen Link zur Hand, aus dem hervorgeht, wie ernsthaft und intensiv sich andere Parteien mit dem Thema inzwischen auseinandergesetzt haben....

Martin

01.05.2012 12:03 Uhr
leopold
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Zitat von Martin
                               

Hm, vielleicht deswegen, weil es in ihrer Zitierung stand und ihr OP einen Änderungsvermerk enthielt? Blink

Martin

 

Lesen Sie den Quatsch doch einfach mal, dann werden Sie merken, dass Bbuchinsky sich auf mein "ulkig" bezieht. Der Gute muss das Zitieren wohl noch lernen. Ich habe seinen Beitrag mittlerweile gemeldet, da es ja anscheinend welche gibt, die es falsch verstehen wollen.

Woher wollen Sie wissen, was ich geändert habe? Es war wahrscheinlich irgendein Tipp- oder Kommafehler, den ich zu spät bemerkt habe.

01.05.2012 12:03 Uhr
Evo_Orange
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Ich hab den Eindruck, dass die etablierten Parteien und vor allem die Medien die Piraten nicht verstehen. Es ist sicherlich ein beachtlicher Teil an potentiellen Protestwählern und vorher-nichtwählern dabei. Das schreckt die Medien auf. Eigentlich muss man nur etwas zwischen den Zeilen lesen um den Kontext zu verstehen.

Auf der einen Seite stehen die Piraten, deren Inhalte und Diskussionen öffentlich - aber potentiell anonym - geführt werden. Für die Medien ein gefundenes Fressen um eventuelle "Skandale" aufzudecken. Naja...viel aufzudecken gibt es da nicht, das ist frei zugänglich. Für die Tagung der CSU Gemeindefraktion von Hinterdupfingen muss man sich erstmal ins Wirtshaus trauen und in Hörweite begeben. "Die Linken" sind auch eine reine Protestpartei und denken auf Bundesebene trotz teilweise beachtlicher Erfolge nicht ans mitregieren. Man will nur Meckern. Es gibt eine Hand voll Köpfe die das Programm der Partei im Alleingang bestimmen, die Basis jubelt. Bei den Piraten ist es andersherum: Die Basis entscheidet und der Vertreter der Partei muss die Basis vertreten. Skandal? Warum denn? Ist es nicht eher ein Skandal, dass die CSU mit Merkel an der Spitze seit Jahrzehnten von einer Vereinfachung des Steuersystems spricht und sie verspricht, eine Mehrwertsteuererhöhung von maximal einem Prozent für notwendig hält und was kommt nach Koalitionsverhandlungen dabei heraus? Einen Schröder hat es wohl nie gejuckt als er die "Agenda 2010" entworfen oder für gut befunden hat.

Der Erfolg der Piraten kommt eher daher, dass man als Bürger das Gefühl hat, dadurch eher etwas bewegen zu können. Und da erscheint mir persönlich eine Abstrakte Positionierung, wie sie im Parteiprogramm der Piratenpartei steht wesentlich besser als Grundlage geeignet als ein Detailiertes Basisprogramm und Parteiprogramm indem Entwürfe stehen, die beim Wahlvolk möglichst gut ankommen, nach der nächsten Wahl aber sowieso hinfällig sind. Der Niedergang der FDP macht das besonders deutlich.Vom besten Ergebnis der Parteigeschichte auf unter Null. Eine "Liberale Partei" die dabei aber die Bürokratie und den lobbyismus fördert, und die "Tyrannei der Masse" anprangert braucht kein Mensch. Das ist nur Paradox.

Und die Parteibasierte indirekte Demokratie funktioniert nunmal so, dass der Bürger die Partei wählt, durch die er sich am besten Vertreten sieht. Und scheinbar sind das langsam keine Berufspolitiker mehr, deren einzige Funktion es ist ihre eigenen Ideen dem Bürger in Talkshows, mit Pakaten usw. einzutrichtern.

 

01.05.2012 12:07 Uhr
Martin
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Zitat von leopold
 

Lesen Sie den Quatsch doch einfach mal, dann werden Sie merken, dass Bbuchinsky sich auf mein "ulkig" bezieht. Der Gute muss das Zitieren wohl noch lernen. Ich habe seinen Beitrag mittlerweile gemeldet, da es ja anscheinend welche gibt, die es falsch verstehen wollen.


Das hätten Sie gleich tun sollen. Wenn etwas bei "Zitat von Leopold" steht, gehe ich ohne böse Absicht davon aus, dass das Geschriebene auch von ihnen stammt. Noch dazu, da der Betreffende ihren Beitrag zusätzlich noch "richtig" zitiert hat.

Martin

01.05.2012 12:08 Uhr
montebaldo
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Zitat von leopold
 

 

 

Nur irgendwelche Schlagworte zu platzieren, ohne mit einem Wort zu sagen, was genau gemeint ist bzw. wie es finanziert werden soll, ist für mich weniger als Nichts. Die Piraten haben sich bis heute geweigert zu erläutern, was sie mit BGE meinen, obwohl es in der Theorie bereits verschiedene, auch ausgearbeitete Modelle gibt. 

Sie haben behauptet, die Piraten stünden zuallerletzt für soziale Gerechtigkeit. Dass sie den Gedanken BGE verfolgen besagt das Gegenteil, auch wenn sie wie bei anderen Themen noch in der Findungsphase sind.

Die etablierten Parteien pochen so sehr auf ihr Parteiprogramm. Wenn man dann sieht, was von dem sie tatsächlich umsetzen...

________
OANS ZWOA DREI - GWUNNA!

01.05.2012 12:14 Uhr
Morgan le Fay
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Zitat von Marc.Jacobs
 
Am Ihnen ist wohl vorbei gegangen, dass die Piraten das BGE fordern. Dazu kann man stehen wie man will aber soziale Gerechtigkeit kann man den Ansatz schon nennen

Was hat BGE mit sozialer Gerechtigkeit zu tun? Ich finde es extrem unsozial gegenüber dem, der sich seinen Lebenunterhalt durch eigener Hände Arbeit verdient oder sein Leben lang vorgesorgt hat, um im Alter etwas mehr als Hartz IV zu haben.

Es gibt bei uns das "Lohnabstandsgesetz". Das sorgt schon dafür, dass Einkommen aus abhängiger Beschäftigung höher ist als Zuwendungen durch Sozialdienste.

ABER: Ich  muss immer wieder in die Wagschale werfen, dass auch die Ärmsten als Konsumenten unentbehrlich sind.

Was nützt es Ihnen, wenn Sie als Selbständiger Ihre Waren nicht mehr verkaufen können, weil sie sich keiner mehr leisten kann? Ist es Ihnen als Selbständiger nicht egal, woher das Geld kommt, mit dem man bei Ihnen einkauft?

Ich rede dabei von elementaren Dingen wie Nahrung, Kleidung, Heizung, Wohnung etc. und nicht von Flachbildschirmen und Smartphones.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen hat somit nicht nur humanitäre und soziale Bedeutung, es hat durchaus auch wirtschaftliche Bedeutung. Es MUSS kommen! Und wahrscheinlich wird es auch kommen.

Ein Indiz dafür: Wir haben schon heute sog. P-Konten (Pfändungsschutzkonten), auf dem sich rund 1000 Euro befinden dürfen, die niemand wegnehmen darf. Das allein ist für mich Signal genug, zu wissen, wohin die Reise geht

________
Hier könnte eine Signatur stehen, wenn mir was Vernünftiges einfiele

01.05.2012 12:21 Uhr
leopold
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Zitat von Evo_Orange

                               

Der Erfolg der Piraten kommt eher daher, dass man als Bürger das Gefühl hat, dadurch eher etwas bewegen zu können.

 

Aber was? Ich habe es hier schon mal geschrieben: Die Unbestimmheit der Piraten führt dazu, dass sie als Projektionsfläche der Unzufriedenen für ihre diffusen Wünsche dienen. Das geht aber nur solange gut, bis sich herausstellt, auch die Piraten keine einfachen Antworten auf schwierige Fragen haben. Die Enttäuschung wird groß sein und ich fürchte, dann ist die Tür auf für ein rechtspopulistisches Projekt.

01.05.2012 12:22 Uhr
Martin
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Zitat von Morgan le Fay
 

Es gibt bei uns das "Lohnabstandsgesetz". Das sorgt schon dafür, dass Einkommen aus abhängiger Beschäftigung höher ist als Zuwendungen durch Sozialdienste.


Es gibt kein Lohnabstands gesetz, sondern ein Lohnabstands gebot. Deshalb gibt es auch solche Fehlentwicklungen wie "Aufstocker", die trotz Vollarbeitsstelle zusätzlich H4 beziehen. SPD-Schröder sei dank.

Martin

01.05.2012 12:25 Uhr
Martin
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Zitat von leopold
 
Aber was? Ich habe es hier schon mal geschrieben: Die Unbestimmheit der Piraten führt dazu, dass sie als Projektionsfläche der Unzufriedenen für ihre diffusen Wünsche dienen.


Wie viele Links auf Positionspapiere und Wikis der Piraten brauchen Sie eigentlich noch bis Sie merken, dass ihr Gebrabbel von der Unbestimmtheit völlig an der Realität vorbeigeht? Ihnen passt der Erfolg der Piraten nicht, deshalb greifen Sie in jeden Schmutzeimer der in ihrer Reichweite steht. Die Entwicklung werden Sie dadurch allerdings nicht aufhalten. Chris

Martin

01.05.2012 12:26 Uhr
leopold
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Zitat von Martin
                                

Sicher haben Sie einen Link zur Hand, aus dem hervorgeht, wie ernsthaft und intensiv sich andere Parteien mit dem Thema inzwischen auseinandergesetzt haben....

Martin

 

Das BGE ist ein Thema, mit dem sich die Grünen schon vor dreißig Jahren intensiv auseinandergesetzt haben. Ich war auch mal ein Anhänger des BGE, bin allerdings in den letzten 30 Jahren klüger geworden (man nennt das auch Praxisschock Breites Grinsen).

01.05.2012 12:30 Uhr
montebaldo
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Zitat von leopold
 

 

 

Aber was? Ich habe es hier schon mal geschrieben: Die Unbestimmheit der Piraten führt dazu, dass sie als Projektionsfläche der Unzufriedenen für ihre diffusen Wünsche dienen. Das geht aber nur solange gut, bis sich herausstellt, auch die Piraten keine einfachen Antworten auf schwierige Fragen haben. Die Enttäuschung wird groß sein und ich fürchte, dann ist die Tür auf für ein rechtspopulistisches Projekt.

Die Drohung mit dem rechtspopulistischen Projekt ist wohlfeil. Die Gefahr ist bei weitem größer, wenn die Unzufriedenheit über das Treiben der etablierten Parteien so bleibt.

Die Piraten werden das parlamentarische Modell nicht ablösen (können). Aber wenn es endlich eine Möglichkeit geben wird, dass man sich nicht mit x Positionen einer Partei anfreunden muss, weil man einen Punkt ihrer Thesen für wesentlich erachtet, dann ist dieses Streben jede Unterstützung wert.

Dann ist nämlich endlich Schluss mit dem sog. geringeren Übel. Und dass die Piraten ihre eigenes Parteisein quasi zur Dispostion stellen zeigt, dass es ihnen eben sehr wohl um Sachinhalte und Werte geht und nicht in erster Linie darum eine neue Partei aus dem Hut zu zaubern. Zunächst braucht es diese, um überhaupt etwas bewirken zu können. Später wird eine Umstrukturierung stehen. Der Wähler beteiligt sich je nach Themengebieten selbst oder lässt sich von vertreten von Abgeordneten, die SEINE Meinung teilen oder die er für kompetent in der Frage hält.

Das kommt ans Panaschieren bei der Kommunalwahl hin und das hielt ich schon immer für eine ausgezeichnete Einrichtung.

________
OANS ZWOA DREI - GWUNNA!

01.05.2012 12:31 Uhr
leopold
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Zitat von Morgan le Fay
 

 

Ein bedingungsloses Grundeinkommen hat somit nicht nur humanitäre und soziale Bedeutung, es hat durchaus auch wirtschaftliche Bedeutung. Es MUSS kommen! Und wahrscheinlich wird es auch kommen.

 

 

Ein Grundeinkommen gibt es faktisch bereits. Dessen organisatorische Abwicklung könnte sicher noch vereinfacht werden, was aber nur zu Lasten der "Gerechtigkeit" geht.

Das Problem ist die Bedingungslosigkeit, daran wird das Projekt scheitern, da es von einem unzutreffenden Menschenbild ausgeht.

01.05.2012 12:32 Uhr
montebaldo
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Zitat von leopold
 

 

 

Ein Grundeinkommen gibt es faktisch bereits. Dessen organisatorische Abwicklung könnte sicher noch vereinfacht werden, was aber nur zu Lasten der "Gerechtigkeit" geht. Das Problem ist die Bedingungslosigkeit, daran wird das Projekt scheitern, da es von einem unzutreffenden Menschenbild ausgeht.

Sehen Sie, das BGE ist von Haus aus gerecht, weil es alle bekommen.

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Piraten


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