Mittwoch, 24. Januar 2018

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Reise in den Weltraum

Blog zum Thema Raumfahrt von Gunter Oley

Ein Meteorit schlägt ein, ein Meteor explodiert und der Supermond leuchtet

Während der Asteroid 2014 RC am Sonntag an der Erde vorbeiflog, sorgten zwei andere kosmische Besucher für Aufregung. Ein Himmelskörper schlug in der Nähe des Flughafens von Managua ein, ein anderer explodierte über Spanien. Der Supermond erhellte völlig unbeeindruckt davon den Himmel.

In der vergangenen Nacht um 2.44 Uhr MESZ war Vollmond - und unser Satellit erleuchtete als Supermond den Himmel über Augsburg und Umgebung so sehr, dass viele Sterne dagegen verblassten oder sogar unsichtbar blieben, obwohl gegen Mitternacht auch die letzten Wolkenfelder in Richtung Osten abgezogen waren. Der diesjährige Erntemond, wie der Vollmond im September auch genannt wird, erscheint größer als sonst. Der Grund dafür ist die elliptische Umlaufbahn des Erdtrabanten. Etwa alle 13 Monate sorgt sie dafür, dass er den erdnächsten Punkt von 360000 Kilometern in seiner Vollmondphase erreicht, daher scheint der Mond dann um mehr als zehn Prozent größer zu sein. Dieses Phänomen hat aber nur wenig mit drei kosmischen Besuchern zu tun, die am Wochenende die Erde erreichten, wobei der Mond aufgrund seiner Masse und der daraus resultierenden Schwerkraft auch deren Bahnen beeinflusst haben muss.

Am Sonntag passierte der Asteroid 2014 RC südlich von Neuseeland die Erde. Mit seinem Durchmesser von 20 Metern ist er etwa so groß wie der Meteorit, der im vergangenen Jahr nach seinem Eintritt in die Erdatmosphäre über Tscheljabinsk zerbarst und durch die Gewalt der Druckwelle mehrere tausend Häuser beschädigte und hunderte Menschen verletzte. Doch 2014 RC flog in mehr als 30000 Kilometer an der Erde vorbei, ohne Schaden anzurichten.

Einen gewaltigen Schaden hätte ein Himmelskörper anrichten können, der am Sonntagmorgen (gegen 7 Uhr MESZ, eine Stunde vor Mitternacht Ortszeit) in der Nähe des internationalen Flughafens von Managua, der Hauptstadt von Nicaragua, eingeschlagen ist. Bislang sind keine Foto- oder Videoaufnahmen bekannt, die zeigen, wie der Meteorit auf die Erde zurast, es gibt nicht einmal Berichte von Augenzeugen. Diese hörten lediglich eine gewaltige Explosion und spürten Erschütterungen, weshalb sie zunächst von einem Erdbeben ausgingen. Auch seismographische Stationen registrierten den Einschlag des Meteoriten, der einen zwölf Meter großen und mehr als fünf Meter tiefen Krater ins Erdreich riss.

Etwa zur selben Zeit am Sonntagmorgen kurz vor 7 Uhr MESZ sahen Frühaufsteher in Spanien einen weiteren grell leuchtenden Himmelskörper, der auf die Erde zuraste und schließlich noch in der Luft explodierte. Beobachtungen der Explosion eines Meteors wurden aus Madrid, Barcelona und sogar aus dem französischen Grenoble gemeldet.

Es ist denkbar, dass beide Ereignisse mit 2014 RC zusammenhängen, es könnte sich um kleine Bruchstücke des Asteroiden handeln, die beim Vorbeiflug durch die Schwerkraft der Erde herausgebrochen wurden. Endgültig wird sich das aber wahrscheinlich nicht beweisen lassen, weil von beiden Einschlägen zu wenige Daten der Flugbahn vorliegen.

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Über diese Kolumne

Der Weltraum, unendliche Weiten - sie faszinieren mich seit meiner Jugend. In ferne Galaxien sind wir Menschen bislang allerdings nur im Film gereist. Einige Hundert Menschen haben es bis in eine Erdumlaufbahn, mehr als ein Dutzend sogar bis zum Mond geschafft. Damit erkunden wir derzeit gerade mal unseren "Vorgarten", doch das ist mindestens genauso spannend. Von der Raumfahrt (und ein bisschen aus der Astronomie) erzählt dieses Blog. Hoch über unseren Köpfen ist immer etwas los.

von Gunter Oley
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