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So viel ist sicher: Der Nachfolger tritt ein schweres Erbe an. Denn Andreas Rettig ist beim FC Augsburg nicht nur Manager, er ist auch Platzhirsch. Das ist nicht despektierlich gemeint. Im Profifußball sind solche Leute enorm wichtig. Rettig ist neben dem aussortierten Michael Thurk in Augsburg die Galionsfigur. Jedenfalls medial gesehen. Vor, während und nach den FCA-Spielen ist Rettig bei Fernseh- und Print-Journalisten der gefragteste Mann.
Sein Bekanntheitsgrad - den sich Rettig vorher schon beim 1.FC Köln, beim SC Freiburg oder als ehemaliges Vorstandsmitglied der DFL erworben hat - ist dabei von unschätzbarem Wert. Um es auf einen Nenner zu bringen: Rettigs Wort hat Gewicht. Dabei muss man den Manager nicht glorifizieren. Auch er leistete sich bei den Spielerverpflichtungen seit seinem Antritt in Augsburg im Jahr 2006 einige Flops. Außerdem kann der Rheinländer hin und wieder ganz schön pampig sein.
Dennoch, in Sachen "Werbung für Augsburg" zählte Rettig bisher zu den wichtigsten Botschaftern der Stadt. Deshalb dürfte sich die Suche nach dem Nachfolger schwer gestalten. Nachdem der FCA ein sportliches Leichtgewicht in der Bundesliga ist, muss wieder ein Schwergewicht auf dem Managerposten her. Ein Billiglösung wäre auf dieser Position eindeutig der falsche Weg.
Und da muss auch der Name Armin Veh ein Thema sein. FCA-Vorstandvorsitzender Walther Seinsch hat zwar kürzlich gesagt, Veh ist kein Thema, weil er bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht. Allerdings läuft der Vertrag des Augsburgers bei den Hessen nach dieser Saison aus. Vehs Vorteil wären nicht nur die Kontakte in die Bundesliga, die er besitzt - Veh kennt in Augsburg auch das Umfeld. Und warum überhaupt nicht eine Augsburger Lösung? Christian Hochstätter oder Bernd Schuster würden sich vielleicht ebenfalls anbieten. Sagen wir mal so - Eine Doppelspitze Veh/Schuster hätte schon was. Zumindest medial gesehen, wäre Augsburg die Aufmerksamkeit in Fußball-Deutschland gewiss.
Wolfgang Langner
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