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Der Bruder des Viererketten-Innenverteidigers, der in unserer Nachbarstadt an der Isar wohnt und dort durch einen kapitalen Erziehungsfehler in seiner Kindheit mit den Bayern sympathisiert, war am Sonntag erstmals in der Augsburger Arena. Er wollte zusammen mit seiner Familie dem FCA im Aufstiegsrennen die Daumen drücken. Vergeblich, das Resultat ist ja bekannt.
Trotz allem, das Quartett aus der Landeshauptstadt war von seinem Trip an den Lech durchaus angetan. Vor allen Dingen das Stadion am Lechfeld faszinierte die Münchner. "Ein starker Bau", schwärmten sie, "eigentlich schöner als die Arena in Fröttmaning", die sie auch ab und an besuchen, fügten sie an. Und noch etwas: "Die Atmosphäre war Klasse."
Da müssen wir den Besuchern aus Oberbayern recht geben. Die 25 000 auf den Rängen standen buchstäblich wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft. Mit Gesängen, Klatschen und Sprechchören wurden die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay angefeuert, selbst in der insgesamt doch enttäuschenden ersten Spielhälfte.
Auch nach dem Abpfiff, als die Niederlage schon perfekt war, zeigten die Augsburger, dass sie den Traum vom Aufstieg leben. Keine Pfiffe. Im Gegenteil: Von den Rängen gab es prasselnden und aufmunternden Beifall für die drei noch anstehenden schweren Aufgaben. Mit Sprechchören wurden die Spieler in die Kabine verabschiedet.
Eine Aktion, die auch bei den hart gesottenen Profis und den Offiziellen ausgezeichnet ankam. Keine Frage, in solch' einer Form sind die Fans des FC Augsburg reif für die Bundesliga. Jetzt muss das Team nachziehen.
Davon gehe ich aus.
Herbert Schmoll
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