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Heute: Was macht Gladbach gegen „Arglistige Täuschung“? – Robben wie Ballack?
Hallo Fußball-Freunde,
die Bundesliga ist des Deutschen „liebstes Kind“. Das zeigen die Einschaltquoten im Fernsehen ebenso wie die Aufmerksamkeit in den Medien. Klar also, dass gute Ware auch bezahlt werden will. Der Poker um die Übertragungsrechte der 1. und 2. Bundesliga ist eröffnet worden. Klar, dass die Deutsche Fußball-Liga eine Preissteigerung anstrebt. Im Schnitt waren es zuletzt 412 Millionen Euro im Jahr. Klingt viel, war aber gar nicht sooo viel, weil andere europäischen Top-Ligen, sehr zum Leidwesen der Bundesliga, sogar mehr erwirtschaften. Allerdings muss man die nationale Lage des Fernsehens beurteilen. Und da ist die Bundesliga zwar attraktiv, aber auch sehr, sehr teuer. Jetzt sollen der Pay-TV-Sender Sky und vor allem die ARD zum Erhalt der Sportschau noch tiefer in die Tasche greifen. Tun sie es?
Bis zum 2. April können Angebote abgegeben werden, danach läuft die zweite Runde. Wer das Höchstangebot abgibt, erhält den Zuschlag. Nur bei geringen Abweichungen berät der DFL-Vorstand wie die Rechte verteilt werden sollen. Das Horrorszenario für den „normalen“ Zuschauer: Die Sportschau mit der Bundesliga gibt es nicht mehr, die Zusammenfassung wird ins Internet abgegeben. Sky wird mehr zahlen müssen, sonst steht sogar die Existenz des Senders auf dem Spiel.
Die Frage wird sein: Siegt wirklich die Geldgier oder vielleicht doch die Vernunft? Die Geldgierigen sagen, „wir wollen mehr Geld, alles andere ist egal“. Die Vernünftigen plädieren für den Erhalt der Bundesliga für die breite Masse der Zuschauer, sprich Sportschau in der ARD, mit anderen Worten, Erhalt der jetzigen Senderechte bis 2017 (so lange geht der Vertrag). Danach wird man sehen, wie verbreitet das Internet ist. Druck für die DFL gibt es wohl allein von den Sponsoren, die nicht ihren Werbeträger Bundesliga im Internet „verschwinden“ sehen wollen.
Eine spannende Angelegenheit also, hoffentlich nicht zum Leidwesen von uns Fans. Bis 2013 bleibt es noch so, aber Bayernfan Peter möchte gern weiterhin gemütlich vor dem Fernsehen sitzen bleiben, um sich informieren zu können. Die Fußball-Bundesliga hat zwar eine andere Bedeutung, aber ihr sollte das Eishockey als Warnung gelten. Dort waren die Vereine der DEL schon vor vielen Jahren geldgierig, verkauften sich an das Pay-TV und vergraulten so ARD und ZDF. Eishockey verschwand buchstäblich in der Versenkung, der Aufstieg der Sportart war gestoppt.
Das zweite brisante Thema dieser Tage war die Schauspieleinlage von Gladbachs Spieler de Camargo im Pokalspiel in Berlin. Kopf an Kopf stand er sich mit Hertha-Spieler Hubnik gegenüber, hatte wohl einen Einfall, dann einen Anfall und stürzte theatralisch zu Boden, als hätte ihn Hubnik schwer getroffen. Schiedsrichter Brych fiel darauf rein – und entschied damit das Spiel! Gibt es kein Nachspiel außer einem Spiel Sperre für Hubnik? Dem DFB sind wohl die Hände gebunden, aber der Verein könnte Größe zeigen. Wenn Borussia Mönchengladbach für Fair Play steht, dann muss der Verein den Spieler sperren. Was de Camargo tat, war arglistige Täuschung, das war nichts anderes als Betrug! Jetzt kann der Bayernfan nur hoffen, dass die Bayern als nächster Gegner den Betrug rächen! Mit Betrug darf Gladbach nicht ins Endspiel einziehen! Ein Pokalfinale Dortmund – Bayern wäre aber auch die beste Konstellation. Zuerst duellieren sich beide im Kampf um den Titel, dann noch ein echtes Endspiel! Das hat doch was.
Hertha BSC stand danach auch anderweitig im Blickpunkt, allerdings mit der Lachnummer Trainer-Entlastung. 52 Tage nach seiner Vorstellung musste Trainer Michael Skibbe nach fünf Niederlagen wieder gehen. Und wann gehen die Verantwortlichen dieses Trainer-Theaters, nachdem es schon an Weihnachten einen unwürdigen Abschied von Markus Babbel gab?
Theater gibt es auch bei den Bayern. Da ist Arjen Robben als Ersatzmann in den Schlagzeilen. Ein Star auf der Bank, das liefert Munition für die Medien. Wird Robben der Münchner Fall Ballack? Bisher behalten alle Beteiligten noch einen kühlen Kopf, vor allem Robben, wenn er weiter schweigt. Die Medien heizen die Debatte natürlich an, sie wollen einen Skandal. Den sollten ihnen Bayern und Robben nicht liefern. Trainer Jupp Heynckes hat wohl den letzten „Rückpass“ gelesen und auch erkannt, dass er auf einen „Abräumer“ im Mittelfeld nicht verzichten kann, Kroos ist der beste Spieler auf der „Zehn“, also bleiben auf Rechts nur Müller und Robben. Arbeitsteilung ist hier wohl die Lösung. Die Bayern haben jetzt so viele Spiele, dass jeder gebraucht wird.
Was macht der FCA? Schade, dass in den wichtigen Spielen zu Beginn der Rückrunde kein Befreiungsschlag gelang, um vom Tabellenende wegzukommen. Wieder nur Unentschieden, diesmal 0:0 gegen den Club. Vielleicht tut sich die Mannschaft aber in einem Spiel wie am Samstag in Leverkusen leichter. Hinten gut stehen und vorn gefährlich kontern. Ein Tor könnte der Weg zum Sieg sein! Der FCA muss nicht auf Geld gierig sein, sondern auf Tore und einen Betrug hat er schon gar nicht nötig!
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