Übersicht
|
Meistgelesen
|
Meistkommentiert
Außerdem heute: Die Bundesliga bleibt eine Wundertüte
Hallo Fußball-Freunde,
die Szenen wiederholen sich und Bayernfan Peter fragt sich: Was ist nur in die Torhüter gefahren, dass sie die sogenannte „ Torwart-Ecke“ bei Freistößen freiwillig freigeben. Am vergangenen Wochenende wieder, Schalkes Verteidiger Fuchs traf ins Torwart-Eck, weil der Mainzer Schlussmann Müller von seinem alten Mannschaftskameraden wohl einen Heber über die Mauer erwartete. Pech gehabt? Nein, ganz einfach verspekuliert. Die Torhüter wurden zu Spekulanten, das geht schon an der Börse oft nicht gut.
Früher haben die Torhüter „ihre“ Seite abgesichert und ab und zu hatten sie halt Pech, dass einer einen Glückstreffer ins Eck über der Mauer landete. Gut, immer mehr Spezialisten machen es wie einst Ronaldhino und treffen, aber die Anzahl der Fehlschüsse ist weit größer. Heute würde ich als Trainer dem Schützen zu einem harten Schuss ins Torwart-Eck raten. Die Erfolgsquote ist hoch: Entweder spekuliert der Torhüter falsch oder er muss den Ball vielleicht abprallen lassen, dann gibt es eine Nachschusschance, die Stürmer müssen entsprechend wachsam sein. Allerdings gab es auch eine andere kuriose Szene, als Herthas Torhüter Thomas Kraft einen Freistosstreffer hinnehmen musste. Seine Mauer vor ihm löste sich schlicht auf. Dümmer geht es nicht!
Die Torhüter sind überhaupt wieder im Gespräch, vor allem die jungen drängen ins Rampenlicht. Dort steht demnächst Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler, der bereits jetzt als dritter Torhüter für den nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft benannt wurde. Da stellt sich die Frage, ob Zieler wirklich die Nummer 3 ist hinter Manuel Neuer und Tim Wiese. Ich meine, er ist schon die Nummer 2 (solange Adler verletzt fehlt). Aber die „echte“ Nummer 2 ist eigentlich Gladbachs neuer Star ter Stegen, der aber noch bei der U 19 langsam an große Aufgaben herangeführt werden soll. Und die U21-Nationaltorhüter Trapp und Baumann werden auch noch ein Wörtchen mitreden wollen. Nein, Wiese gehört nicht mehr zur ersten Garnitur und Dortmunds Roman Weidenfeller braucht sich nicht übergangen fühlen, den Jungen gehört die Zukunft.
Ansonsten bleibt die Bundesliga eine Wundertüte. Borussia Mönchengladbach, im Vorjahr noch auf einem Relegationsplatz und nur knapp den Abstieg vermieden, ist jetzt Tabellenführer! Wie kann dies sein, fragt sich der Laie und der Fachmann wundert sich. Wiederholt sich das „Wunder“ von 1978, damals wurde Neuling Kaiserslautern Meister. Der weite Weg dahin begann mit einem 1:0-Sieg bei den Bayern, was die meisten für Zufall hielten… Also ein gutes Omen für Gladbach.
Auf den Abstiegsplätzen Köln und Hamburg – zum Glück noch nicht der FCA. Köln und der HSV werden auch kämpfen müssen. Die einen kapieren das System ihres Trainers nicht, die anderen sind nach dem Umbruch noch zu „grün“. Welcher Vorstand verliert zuerst die Nerven? Nerven bewahren heißt es auch beim FCA. Wie schnell es gehen kann, vom Helden zum Trottel zu werden, musste Sascha Mölders erfahren. Hätte er seinen Elfmeter verwandelt, hätte der FCA wohl nicht seine erste Bundesliga-Niederlage hinnehmen müssen. Wenn und hätte zählt aber nicht. Vielleicht wird Mölders in Nürnberg wieder der Held. Die Bayern befinden sich offensichtlich auf einer Erfolgswelle, da sollten sie auch am Dienstag in Zürich nicht runterfallen. Ob sie aber auf dieser Welle den Betzenberg stürmen können? Tragisch die Verletzung von Ivica Olic. Gerade wieder genesen, gerade wieder Spaß gehabt, gleich wieder verletzt. Manche Spitzensportler trifft das Verletzungsschicksal hart.
Übrigens: Die Frauen-Bundesliga ist wieder gestartet – mit Paukenschlägen. Torjägerin Inka Grings wird Duisburg Richtung Lyon oder Russland (dort winkt wohl das große Geld) verlassen. Die Zuschauerzahlen lagen im Schnitt weit über denen des Vorjahres. Ob es dabei bleibt? Zumindest die „Fußball-Bibel Kicker“ wird dem neuen Stellenwert des Frauen-Fußballs gerecht und hat die Berichterstattung von zwei Spalten auf zwei Seiten ausgeweitet. Ein erster kleiner Fortschritt, um in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden. Mal sehen, ob der Aufwind anhält. Aber: Fußball zum „Frühschoppen“ um 11.00 Uhr wird nie die Massen mobilisieren können.
Beitrag
kommentieren