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Was Dortmund und der FCA gemeinsam haben – und was Bayern braucht!
Hallo Fußball-Freunde,
es fällt dem Bayernfan schon ein bisschen schwer, Borussia Dortmund erneut zur Meisterschaft gratulieren zu müssen. Andererseits: Sie haben verdient gewonnen und die großartige Leistung wird dadurch deutlich, dass auch Bayern München eine hervorragende Saison abgeliefert hat – und dennoch nur Zweiter wird! Allerdings ist es übertrieben, wie eine Titelzeile lautet: „Das Fußball-Herz schlägt Klopp, Klopp, Klopp“. So ein Schmarrn, in Dortmund können sie Trainer Jürgen Klopp natürlich feiern, aber Deutschland liegt ihm bei weitem nicht zu Füßen. Weil er am Spielfeldrand nahezu unerträglich ist. Bei so einem Benehmen ist Klopp auch kein Trainer für die Bayern!
Eines wurde am Wochenende, an dem die ersten Entscheidungen gefallen sind, wieder einmal deutlich: Man muss mit Leidenschaft zu Werke gehen! Ein Triumph der Leidenschaft war es für Dortmund, ganz im Gegensatz zum eher unterkühlten Business in München. Ein Triumph der Leidenschaft ist auch der Klassenerhalt für den SC Freiburg – nach der Hinrunde mit nur 13 Punkten noch Tabellenletzter! Die Leidenschaft lebte der neue Trainer Christian Streich vor. Neben Kaiserslautern wird wohl Hertha den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen.
Und was haben Meister Dortmund und der FCA gemeinsam? Die Leidenschaft! Auch der FCA wehrt sich leidenschaftlich gegen den Abstieg und hat das erste Ziel erreicht: Der direkte Abstieg ist nach menschlichem Ermessen (zehn Tore Vorsprung gegenüber Hertha) nicht mehr möglich. Was den Bayernfan gestört hat: Es ist in den Medien viel zu wenig darüber geschrieben worden, dass der FCA ein erstes Ziel erreicht hat, sondern mehr darüber, dass das 1:1 gegen Schalke (ein Erfolg!) nicht zum endgültigen Klassenerhalt gereicht hat. Ein Sieg ist noch notwendig (HSV im letzten Heimspiel?) oder Köln gibt in den beiden letzten Spielen einen Punkt ab, um die Relegation zu vermeiden. Das 1:1 gegen Schalke hat nämlich die Ausgangsposition des FCA erheblich verbessert! Allerdings: Köln hat es in Freiburg und gegen die Bayern mit zwei Gegnern zu tun, bei denen es um nichts mehr geht. Aber Freiburg will hoffentlich für einen positiven Saisonabschluss vor den heimischen Fans sorgen und die Bayern müssen sich am letzten Spieltag eigentlich für das Pokalfinale in Form schießen. Es gibt also Hoffnung für den FCA, dass das letzte Spiel nicht zur Nervenprobe wird.
Zurück an die Tabellenspitze. Die Frage ist jetzt, ob Dortmund auf Dauer die Bundesliga dominiert. Bayern hat eine überragende Bilanz: Schon drei Punkte mehr als in der Double-Saison 2009/10 unter van Gaal, mehr als 71 Tore hat man zuletzt 1988 geschossen, weniger Gegentore als diesmal nur 2007/08 hingenommen, Gomez steht an der Spitze der Torjäger, Ribery ist der beste Vorbereiter, außerdem haben die Bayern die beste Abwehr und Neuer mehr Zu-Null-Spieler als Weidenfeller. Meister aber wurde Dortmund!
Übrigens: Die letzte erfolgreiche Titelverteidigung gab es 2006 und 2001 durch die Bayern, davor Dortmund Meister 95 und 96. Den letzten Dreifach-Triumph landeten die Bayern 1999/2000/2001 und davor 1985/86/87 sowie 1972/73/74. Außer ihnen gelang dies nur Mönchengladbach 1975/76/77. Da hat Dortmund also noch ein Ziel.
Und Dortmund kann die Mannschaft zusammenhalten. Vom Stamm wird wahrscheinlich keiner gehen, die meisten haben langfristige Verträge bis 2016. Einzig der Verbleib des Japaners Kagawa ist noch ungewiss, ihn zieht es vielleicht nach England. Die Bayern haben es versäumt, in Dortmund zu „wildern“, was sie früher immer gemacht haben, um aufkommende Konkurrenten frühzeitig zu schwächen. Dortmund droht nur dann Ärger, wenn die Spieler künftig mehr ans Geld denken als an die Leidenschaft, wenn sie auch verdienen wollen wie die Top-Stars in München. Dortmund wird das dann finanziell nicht stemmen können, dann droht wieder einmal die Pleite, wenn sich nicht auch international Erfolge einstellen. In der Champions League war Dortmund kein würdiger Vertreter der Bundesliga.
Wohl aber die Bayern! Die haben am Mittwoch das „Spiel der Spiele“, stehen nur noch ein Unentschieden entfernt vor dem Einzug ins CL-Finale im eigenen Stadion. Das 2:1 im Hinspiel war überaus wichtig, aber Real Madrid ist natürlich ein dicker Brocken und die Mourinho-Schützlinge holten sich mit einem 2:1-Sieg in Barcelona Selbstvertrauen. Real hat die angeblich beste Mannschaft der Welt geschlagen und ihr die nationale Meisterschaft entrissen – das zeigt, wie schwer die Aufgabe für die Bayern wird. Sie können bei den Dortmundern lernen, nämlich die Aufgabe mit Leidenschaft lösen. Die muss vor allem Franck Ribery auf dem Platz zeigen und nicht nur in der Kabine. Arjen Robben trug die Auswirkungen von Riberys Leidenschaft als blaues Auge spazieren. Scheiden die Bayern in Madrid aus und holen sich im Pokalfinale eine fünfte Niederlage in Folge gegen Dortmund, dann beenden sie die Saison trotz guter Leistungen und vorzeigbaren Erfolgen auch mit einem blauen Auge!
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