Übersicht
|
Meistgelesen
|
Meistkommentiert
Der Umgang mit Geld will gelernt sein. Also übt der Achtjährige, seit er Schulkind ist und Taschengeld bekommt. Er ist sehr fleißig. Einkaufen kann er schon recht gut. Vor allem Fußballkarten. Die sind ein begehrtes Tauschobjekt auf dem Schulhof.
Manchmal ist das Geld weg und die Wünsche sind noch da. Was tun? Der Bub pumpt Mama an. Er liefert Argumente und stellt einen Rückzahlplan auf – hilft nix, Mama rückt kein Geld raus. Der Achtjährige ist sauer. Er frage sich bloß, warum die Eltern Schulden bei der Bank hätten, wenn er keine machen dürfe, schimpft er. Es ist eine Erklärung fällig. Zum Beispiel die, dass die Eltern nur Geld fürs Einfamilienhaus bekommen haben, weil sie arbeiten. Fürs Erste hat sich das Thema.
Die Schulden von Mama und Papa lassen den Achtjährigen aber nicht los. Neulich beim Monopoly-Spiel mit dem kleinen Bruder winkt er mit Millionen-Scheinen. „Da könnt ihr eure Schulden zurückbezahlen“, lacht er. Ganz so viel hätt’s gar nicht gebraucht, versichert ihm Mama. Sie freut sich, auch wenn das Papier keinen Wert hat. Vor allem, weil der Sohn hinzufügt: Er würde seinen Eltern das Geld sofort schenken, „wenn’s gilden tät“. Der Achtjährige hat den Umgang mit Geld offenbar schon gelernt. Er weiß einfach, was eine gute Anlage ist ...
Beitrag
kommentieren