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Er weiß genau, wie er einmal sein will. Eher klein, viele „Muckis“ und dünn. Denn dann, so denkt sich’s der Sechsjährige aus, ist er schnell und hat viel Kraft. Wie konkret seine Vorstellungen inzwischen sind, zeigt sich am Morgen im Bad. Der Bub liegt nackt auf dem Teppich, zieht den Bauch fest ein und fragt: „Hab’ ich einen Sixpack?“ Der Rippenbogen ragt hervor, darunter die Bauchhöhle. Muskelpakete sind nicht erkennbar. Drum streckt er den Bauch weit raus. Eine süße Wölbung, echt zum Knutschen. Aber ein Sixpack?
Am besten nicht hoch hängen, beschließen die etwas überraschten Eltern. Die hat zuvor schon der große Bruder mit „Figurproblemen“ konfrontiert. Der Achtjährige glaubt, dass er zu dünn ist, und will mehr essen.
Au Backe, das hat er tatsächlich öfter gehört von Mama und Papa, die der Anblick des schmalen Kindes manchmal regelrecht erbarmt. Sie haben sich nichts Schlimmes dabei gedacht, aber seither vermeiden sie tunlichst Anspielungen in diese Richtung. Sie wissen ohnehin, wo er’s herhat. Der Großvater war Schneider, der Urgroßvater auch und der Ururgroßvater ebenso ... Nun leisten Mama und Papa Aufbauarbeit und helfen sich mit Astrid Lindgrens Karlsson. Der sagt von sich, er sei „ein Mann in seinen besten Jahren, gerade richtig dick“. Oder dünn. Auf jeden Fall richtig.
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