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Menschenskinder

Vom ganz normalen Alltagswahnsinn

So viel im Kopf

Er kommt wirklich bedauernswert daher. Die Schultern vornübergebeugt, der Kopf hängt fast bis zu den Knien  - so schleppt sich der Fünfjährige ins Bad. Kein Unfall, kein Sturz ist daran schuld. Die Ursache ist eine ganz andere. "Mama schau, wie schwer mein Kopf hängt, so viel Denken ist da drin", erklärt der kleine Kerl.

Armes Kind, möchte die Mama rufen. Wenn das in dem Alter schon losgeht ... Aber der Kleine hat ein gutes Rezept, sein Haupt zu erleichtern. Er redet mal wieder und redet und redet... Üer all seine Pläne, die er im Kopf hat. Sie drehen sich derzeit nur um den Bauernhof, den er einmal haben wird. Der wird so groß sein, dass er ("Mama, des kann'sch ned glauben") 14 Mal tanken muss, um ihn zu umrunden. Der Fünfjährige relativiert später. Für einen Tank kann er einen Kilometer fahren. Zum Glück kein Größenwahn also.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wenn kleine Kinder mit "so viel Denken" gebeugt laufen müssen, warum marschieren wir Erwachsenen dann erhobenen Hauptes durch den Tag? Na logisch, wir haben die größeren Köpfe.



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Über diesen Blog

"Menschenskinder" sind immer für eine Überraschung gut. Mal sind sie krank, mal sind sie wütend, oft sind sie lieb und ständig haben sie neue Ideen. Ein Tag mit Kindern ist meistens spannend. Die lieben Kleinen sehen das Leben mit anderen Augen. Sie können sich über Kleinigkeiten freuen, sie bringen einen zum Lachen und an die frische Luft, sie gehen einem zu Herzen und können einen in den Wahnsinn treiben. Redakteurin Carmen Jung schildert in ihrem Blog den ganz normalen Alltagswahnsinn einer Familie mit zwei Buben.


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