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Am vergangenen Wochenende trafen sich die Königinnen von Spanien und Schweden zu einem Dinner in Madrid. Auch der Boulevard konnte nur spekulieren, über was sich Sofia und Silvia unterhalten haben. Spekulieren! Der Grantler weiß es natürlich und veröffentlicht das (nicht genehmigte) Protokoll.
Sofia: „Schön, dass Sie Zeit haben, damit wir uns mal in Ruhe unterhalten können. Wir haben uns über unsere Männer sicher viel zu erzählen.“
Silvia: „Ach, immer die Männer, ich kann es schon nicht mehr hören. Traurig, was wir alles in der Presse so lesen müssen. Aber vieles stimmt natürlich nicht.“
Sofia: „Aber das mit dem Jagdunfall stimmt leider schon. Zu dumm, dass er sich da hat überreden lassen, aber ein Ausflug mit diesem blonden Gift, dieser Corinna zu Sayn-Wittgenstein, war wohl zu verlockend. Elefantenjagd! Und dann bricht er sich auch noch die Hüfte. Stolpert über eine Stufe. Wäre er lieber daheim die Kellertreppe runter geflogen.“
Silvia: „Elefantenjagd – war das nicht sowieso ein bisschen zu gefährlich. Da wäre wohl eine Mäusejagd besser gewesen, dann hätte er sich wohl kaum die Hüfte gebrochen.“
Sofia: „Ach Mäusejagd, der sieht ja so schlecht, die wären ein bisschen zu klein, das macht unsere Katze besser. Ich habe aber eher Angst gehabt, er schießt sich ins Knie. Na ja, mit der Hüfte sind die Bettgeschichten vorerst vorbei. Ich habe kein Mitleid mit ihm. Was macht denn der Ärger mit Ihrem Weiberhelden?“
Silvia: „Der traut sich nicht mehr. Weil er sich so blöd anstellt, nenne ich ihn nur noch ‚Gustav Gans’. Die ‚Gänse’ sind ja hinter ihm her, jede will halt mal mit einem König im Bett liegen. Aber dem habe ich es gegeben, der muss jetzt immer den ganzen Abwasch machen, nix Spülmaschine oder Angestellte, der König spült.“
Sofia: „Ach, das ist gut, aber der Juan Carlos mit seiner Hüfte, das geht jetzt erst mal nicht. Aber diese Weibergeschichten, wäre schon gut, dass das aufhört. Manchmal habe ich den Eindruck, der will alle Damen im Lande kennenlernen.“
Silvia: „Na ja, Ihr Göttergatte war schon ein attraktiver Mann, meiner war ja immer ein bisschen ein Langweiler. Ich habe damals gedacht, nimm denn, dann hast Du Deine Ruhe und ein bisschen Königin sein, ist ja auch nicht schlecht. Ach, was gab es damals im Olympiakomitee in München 1972 für attraktive Männer. Jetzt habe ich den Salat, äh, den König. Aber stimmt es, Sie feiern noch im Mai Goldene Hochzeit?“
Sofia: „Feiern ist gut, das können wir dem Volk ja gar nicht antun. 50 Ehejahre sind ja ein Witz, eigentlich waren es nicht mal zehn, wir haben schon lange getrennte Schlafzimmer, jeder geht seinen eigenen Weg. Ach wissen Sie, ich habe auch meine Liebhaber gehabt, muss ja nicht jeder wissen. Die Ehe steht jedenfalls nur noch auf dem Papier, damit das Volk ein Königspaar hat. Wir sollten abdanken, aber er will nicht. Wahrscheinlich hat er Angst, dass er dann keine Chancen mehr bei den Damen hat.“
Silvia: „Ich hatte immer gehofft, wenn der Carl Gustaf älter wird, wird er auch ruhiger. Na ja, ich erfreue mich jetzt an meiner kleinen Enkelin, die Estelle, das ist mein Glück.“
Sofia: „Ja, wenn wir unsere Enkelkinder nicht hätten. Mit den Kindern hat man ja auch immer wieder Ärger, da kann man manchmal gar nicht richtig regieren. Wenn das Volk wüsste, wir schwer es so eine Königin hat.“
Silvia: „Das denk ich mir auch oft, wir haben den gleichen Ärger wie alle Leute da draußen, aber wir können nicht einfach die Türe zumachen oder mal das Porzellan durch die Gegend werfen, wird ja sofort bekannt. Manchmal denke ich schon, gar nicht so lustig, ein Leben im goldenen Käfig. Ich wünschte mir schon, inkognito mal einen richtig drauf zu machen.“
Sofia: „Silvia, das sollten wir tun, wir müssen uns nur einen Ort suchen, wo man uns nicht kennt. Aber ich glaube, da müssten wir auf den Mond fliegen.“
Silvia: „Ach, das ist die richtige Idee. Aber schießen wir doch am besten unsere Männer auf den Mond!“
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