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Die verwirrende Geschichte rund um das Curt-Frenzel-Stadion ist seit der Stadtratssitzung am Donnerstag um das Kapitel reicher, dass nun zumindest weiter gebaut werden kann. Es gibt eine Prioritätenliste, Arbeiten, die erst später vorgesehen waren, können nun vorgezogen werden. Das ist gut. Normal ist dieses Vorgehen nicht. Zumal inzwischen mehr und mehr deutlich wird, dass die Architekten Hermann und Öttl nicht nur Probleme beim Bau von ordentlichen Tribünen hatten, sondern auch einzelne Bauprojekte im Gesamtkomplex CFS so isoliert planten, dass es hinterher wohl unmöglich gewesen wäre, all das zu einer funktionierenden Sportstätte zusammenzufügen. Insofern waren vermutlich die katastrophalen Sichtlinien sogar gut, weil sie eine Zäsur herbeiführten und somit noch viel größeren Schaden abgewendet haben.
Viele Stadträte, so scheint es, sind inzwischen mit der undurchsichtigen Materie völlig überfordert und wünschen sich nichts sehnlicher herbei als den Tag, an dem sie mit einem Glas Sekt in der Hand auf die Einweihung des Curt-Frenzel-Stadions anstoßen dürfen. Davor sollten sie sich aber, neben vielen anderen, vor allem diese zwei Fragen stellen:
Bei der Klärung dieser Fragen, von denen ich mich wundere, warum sie nicht längst in den Tagesordnungspunkten verschiedener Ausschüsse aufgetaucht sind, geht es nicht darum, einen Sündenbock zu finden, einen, auf den man mit dem Finger zeigt. Nein, es muss vielmehr geklärt werden, ob der- und diejenigen nach wie vor an verantwortlicher Position im Projekt Curt-Frenzel-Stadion tätig sind. Wenn ja, wäre das eine Katastrophe, weil uns Bürger deren seltsames Vorgehen schon jetzt viel zu viel Geld gekostet hat. Und es ist auch gegenüber den vermeintlich „Schuldigen“ unfair, weil sie in eine Situation gebracht werden, aus der sie nur heraus kommen, wenn sie weiterhin nicht mit offenen Karten spielen.
Der Fraktionsvorsitzende der CSU, Bernd Kränzle, hat gestern in seinem Statement gesagt, dass er ab jetzt Transparenz befürwortet. Oha! Er ist also für etwas, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, was wir Bürger von unseren Stadträten grundsätzlich erwartet. Sollen wir dieses Minimaleingeständnis, dass es demnach bislang undurchsichtig zuging, positiv werten? Na gut, sind wir mal nicht so. Andererseits können auch Glashäuser, in denen man sitzt, transparent sein - und wirken deswegen nicht unbedingt vertrauensvoll.
Peter Hummel
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