Sonntag, 26. Mai 2013

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Die Kolumne über das Nachtleben

Wie ich aus meinen Fehlern lerne - Fauxpas 2011

Am Ende geht es einfach nur schnell: Das Jahr ist vorbei, die Wochen sind wie im Flug vergangen, viel zu schnell verblassen die Erinnerungen. Zeit für einen Rückblick, eine Ansammlung willkürlicher Anekdoten bei der Recherche zu dieser Kolumne – und was ich daraus für das kommende Jahr lerne.

Verwechslung Wir treffen uns im „Thalia“ bestimmte ich den Treffpunkt. Gemeint war natürlich das Kaffeehaus, das versteht sich von selbst. Das saß ich nun, trank meine Latte Macchiato und wartete. Wartete und wartete, bediente mich an dem fulminanten Angebot an Zeitungen und Zeitschriften, blätterte, beobachtete mein Handy und wartete weiter. So gingen 20 Minuten vorbei, irgendwann waren es 40. Ob ich noch etwas bestellen wollen würde, fragte die Bedienung, dann der erlösende Anruf. Mein Gesprächspartner fragte, wo ich sei. „Ja im Thalia“, „Ja ich auch“. Schweigen. Er saß im Café der gleichnamigen Buchhandlung. Merke: Treffpunkte immer klar definieren.


Verwüstung So eine Eröffnung ist etwas Feines, es ist aufregend – Wie wird es sein? Wer wird kommen? Doch zu allererst muss die Karte getestet werden, von oben nach unten, es soll ja alles passen. Gerne wohnte ich dieser Probe in der Golden Glimmer Bar bei, pflichtbewusst setzte ich mich samt meinem Block an die Bar, schließlich war das ein ernst gemeinter Rechercheauftrag. Jahrelang hebe ich jeden einzelnen Block auf, da bin ich zwanghaft, man weiß ja nie. Nicht dieser Block, er landete in der Tonne. Eine Ladung „Russian Vodka“ ergoss sich über ihn, die Schrift verschwamm, die Seiten verklebten. Zumindest die schriftliche Recherche war an diesem Abend beendet. Merke: Niemals einen Block auf den Tresen legen – oder vorher austrinken.


Verschlafen Nein, esoterisch veranlagt bin ich nicht, spirituell auch nicht. Aber dennoch offen für alles, deshalb überlegte ich nicht lange, als ich eine Freundin zu einem ganz besonderen Dokumentarfilm ins Liliom begleiten sollte. „Pachakútec – Zeit des Wandels“, hieß der Film über einen Inka-Sonnenpriester. Er war da: kam, sang und betete. Ich war, beeindruckt ist das falsche Wort, desinteressiert kann man aber auch nicht sagen. Dennoch hatte sich mit Beginn des Films eine bleiernde Müdigkeit über mich gelegt. Station für Station des Inka-Priesters, der die ganze Welt bereiste, wurde ich noch müder. Kurz vor Ende des Films wachte ich auf, ein wunderbares Gefühl endlich einmal ausgeschlafen zu sein. Wie wohl meine spirituelle Freundin reagieren würde? Sie war selber eingeschlafen. Merke: Nie wieder einen esoterischen Film ansehen.

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Damit verabschiedet sich die Kolumne in die stade Zeit. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Herzliche Grüße, Miriam Zissler

 

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Ausgehen in Augsburg: In dieser Stadt ist viel geboten. Miriam Zissler schreibt über Bars, Klubs, Cafés, Restaurants und mehr.


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