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Der Countdown ist angebrochen, das Jahr 2011 geht schnellen Schrittes zu Ende. Was waren das nur für aufregende Monate! Die schnelllebige Modebranche wurde zum Teil ordentlich durcheinander gewirbelt. Hier ist Teil 1 des Jahresrückblicks:
Januar: Neue Ära bei der Vogue Paris
Bereits im Januar wird in den oberen Etage eine neue Ära eingeläutet: Carine Roitfeld verlässt nach gefühlten 100 Jahren die Vogue Paris, die sie als Chefredakteurin maßgeblich prägte. Emanuelle Alt folgt auf den Chefposten. Roitfeld ist seitdem als Stylistin tätig und, tatsächlich, jetzt sogar noch erfolgreicher als zuvor.
Februar: Gallionsfigur Galliano vor dem Aus
Im Februar dann der Skandal des Jahres: John Galliano, geniale Gallionsfigur des Modehauses Dior, wird wegen seiner antisemitischen Äußerungen suspendiert. Dior meistert dank vieler fleißiger Hände die kommenden Schauen dennoch perfekt, ein Nachfolger ist bis heute nicht gefunden.
März: Die teuerste Zigarette des Jahres
Im März blickt die gesamte Mode-Welt wieder nach Paris: Die Pariser Fashion Week steht an, Dior präsentiert seine Kollektion ohne Chefdesigner und - mon dieu - Kate Moss raucht (!) eine Zigarette (!) auf dem Laufsteg (!) am Nichtrauchertag (!)! Marc Jacobs, Chefdesigner bei Louis Vuitton, zahlt für sein Model eine saftige Strafe und die heile unschuldige Modewelt ist wieder in Ordnung.
April: Die Welt blickt ... auf einen Po
Noch heiler und unschuldiger und noch mehr in Ordnung ist da nur die Welt der britischen Royals. Besonders im April. Denn da wird geheiratet. Doch wer denkt, alle würden auf die zusammengekniffenen Lippen der Queen, die schönen Ohren von Prinz Charles, das lichter werdende Haar von Prinz William oder gar auf die immer schmaler werdende Taille der Braut blicken, irrt. Die gesamte Welt blickt nur auf Pippas Popo. Warum, ist mir ein Rätsel. Ein flacher, kurvenloser Frauen-Po - I'm sorry, Pippa - ist für mich kein Grund zu schmachten, eine perfekt verarbeitete Knopfleiste, die vom Rückenausschnitt bis zur Schleppe Pippas Rücken verschönert, allerdings schon. Also: Danke dafür, liebe Sarah Burton, Lieblingsdesignerin der Britin und Label-Chefin von Alexander McQueen.
Mai: Wenn Mode zu Kunst wird
Im Mai dann nochmal Alexander McQueen: Die Ausstellung "Savage Beauty" wird eröffnet. Kleider, die Kunstwerke sind, Models, die sich in Amazonen verwandeln und Accessoires, die sämtliche Fantasie-Schallmauern durchbrechen, sorgen für aufregende Momente in New York - und huldigen den unvergessenen Designer, der viel zu früh gegangen ist.
Juni: Zwischen den Geschlechtern
Auch der Juni hält so manches Skandälchen bereit: Andrej Pejic hat laaange Beine, ein engelsgleiches Gesicht, ist sehr sehr schlank und hat lange blonde Haare. Klar, dass sich alle Designer um das Newcomer-Model reißen und es sämtliche Prêt-à-Porter- und Haute-Couture-Schauen läuft, auf Magazin-Covern und in Werbeanzeigen auftaucht. Einziger Haken: Andrej Pejic ist ein Mann. Sieht man ihm nicht unbedingt gleich an, ist aber so. Die FHM wählt ihn im Juni dennoch unter die 100 erotischsten Frauen - und entschuldigt sich danach. Dem Siegeszug des Andrej Pejic, der Brautkleider vorführt und für BHs wirbt, tut dies dennoch keinen Abbruch.
Best dressed
Das war der erste Teil des kleinen Einblicks in die verrückte Modewelt des Jahres 2011. Doch jetzt wird es richtig spannend: Die schönsten modischen Auftritte des Jahres präsentiere ich Ihnen in der Bildergalerie.
Viel Spaß beim Zurücklehnen und Schwelgen!
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