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Ich habe schon den Schulsport gehasst und mein gesamtes Erwachsenenleben hindurch Sport erfolgreich vermieden. Bis jetzt. Trainerin Gabi Holzmann will mich in Schwung bringen und bis Ostern versuchen, mir Spaß an der Bewegung zu vermitteln.
Meine Aufgabe: Fit in den Frühling. Gabis Aufgabe: ich und mein Schweinehund. Im Gegensatz zu mir ist der nämlich gut in Form. „Was soll der Quatsch? Es geht dir doch gut!", flüstert er mir ins Ohr während Gabi mit einem weißen Kneifer meine Fettpolster ausmisst. „Das macht bestimmt keinen Spaß, und wo bleibt der Genuss?", säuselt der Schweinehund recht überzeugend als Gabi mir erzählt, dass ich abends keine Kohlehydrate mehr essen darf und Vollkornzeugs oder Gemüse in meinen Speiseplan einbauen soll.
Das fiese Tier in mir versucht es mit allen Mitteln, doch Gabi behält mit guten Argumenten die Oberhand. „Die ersten Wochen werden hart", verspricht sie. Doch dann werde ich merken, dass mit meinem Bauchumfang auch das Ego des Schweinehundes schrumpft.
Wir fangen langsam an, sagt Gabi. Dafür aber regelmäßig. Als dann aber von einer Fünf-Tage-Woche im Fitnessstudio die Rede ist, verschlägt es erstmal sogar meinem Schweinehund die Sprache und auch ich kann nur schweigend lächeln.
Ausdauertraining und Übungen an den Geräten stehen auf dem Plan. Morgen abend geht es los. Im Vorgespräch fielen schon Worte wie Ergometer, Ellipsentrainer und Cardio-Irgendwas. Ist mir noch ziemlich fremd, soll aber jetzt alles Teil meines Lebens werden. Bin sehr gespannt und werde weiter berichten.
Ach ja, zum Schluss noch eine Rechenaufgabe: Laut aktueller Messung bestehe ich zu etwa 30 Prozent aus Fett. Wenn man jetzt noch annimmt, dass der Wasseranteil im Körper bis zu 75 Prozent ausmacht, dann bin ich also eine 105-prozentige Wasser-Fett-Mischung. Ziemlich erschütternde Erkenntnis, oder?
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