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Horoskope werden heute meist nicht mehr mit Hilfe von Häusertabellen und Ephemeriden berechnet. Und Horoskopzeichnungen von Hand sieht man auch eher selten. Der Computer ist in der Tat ein vorteilhaftes Werkzeug zur Berechnung und grafischen Darstellung eines Horoskops. Doch die Deutung wird im allgemeinen der Mensch mit Kopf und Herz, mit Sachwissen und Intuition, vornehmen.
Der Computer spuckt zwar auch ruckzuck die astrologische Sachlage eines Horoskops aus. Dabei sind meist die Deutungsschritte der Reihe nach aufgeführt. Mars im vierten Haus bedeutet ... Mars im Zeichen Stier bedeutet ... usw. Zwar ist ein solcher Text persönlicher als ein Lehrbuch, da das eigene Geburtsdatum zugrunde liegt. Die in Frage kommenden Bedeutungen sind somit selektiert.
Aber auch ein gutes Computerprogramm kann nicht beraten, denn es sieht eben nicht den Menschen, sondern nur seine Sterne. In denen steht aber nicht „alles geschrieben“. In einer persönlichen Beratung ist das Horoskop zwar der Leitfaden, doch erst im Gespräch entsteht eine Synthese, die dem Einzelnen und seiner aktuellen Situation gerecht werden kann, weil sie auf den ganzen Menschen eingeht.
Dies schafft der Computer nicht. Er muß mit den vollständigen Deutungen „gefüttert“ werden und reiht sie nach Bedarf aneinander, wobei die Symbole hier oft in ihrer gesamten Bedeutungsvielfalt dargestellt werden. Doch alles trifft nie auf jeden zu. In umfangreichen Computertexten findet sich daher auch Widersprüchliches und manches, womit sich die Horoskopeigner nicht identifizieren können.
Doch es wäre verfehlt daraus zu schließen, dass die Astrologie „nicht so richtig stimmt“. Der Computertext sollte eher wie ein Fachbuch gelesen werden. Die Leser sind gefordert, mutig auszusortieren, was nicht zu ihnen gehört und sich aus dem Computertext das eigene Horoskop selber zu erschließen. (Alchima 30.3.2012)
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