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Bischof Kräutler berichtet aktuell:
Wenig erfreulich waren Bischofs Erwins Berichte über die aktuelle Lage in Altamira rund um den Bau des gigantomanischen Kraftwerks Belo Monte. Ca. 40.000 Menschen sollen umgesiedelt werden, da eine großer Teil der Stadt überflutet werden wird. Niemand weiß aber, wohin diese Menschen kommen sollen. Das Gesundheitswesen der Stadt ist an seinen Grenzen. Es gibt kein freies Spitalsbett mehr. Immer mehr Menschen ziehen hierher in der Hoffnung Arbeit zu finden, was sich oft nicht erfüllt. Die Infrastruktur der Stadt ist erschöpft.
Den Indios werden mit Geld und oberflächlichen Versprechungen des Wohlstands geködert. Niemand weiß, wie das auf längere Sicht finanziert werden soll. Die schnelle Anpassung der Indios an den modernen Wohlstand wird aber zu Folge haben, so befürchtet Bischof Erwin, dass sie Gemeinschaft entwurzelt werden und irgendwann marginalisiert an den Rändern von Großstädten landen. Im Moment ist es aber schwierig, das den Indios zu erklären, wenn vermeintlicher Wohlstand lockt.
Die Situation ist sehr schwer und die brasilianische Präsidentin verweigert jedes Gespräch. Umso mehr müssen man dran bleiben, meint Bischof Erwin, und die betroffenen Menschen bräuchten die Unterstützung mehr denn je. Brasilien sei ein aufstrebendes Schwellenland, doch viele Menschen kämen rücksichtlos unter die Walze des wirtschaftlichen Fortschritt.
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