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Auf der Suche nach der großen Liebe, Gesundheit und Glück lässt Dich die Freiheit oft allein. Und Du bist irritiert, dass man in einer Gesellschaft, die die Freiheit proklamiert, auch frieren kann, wenn man nicht schon unglücklich ist.
Wer aber möchte nicht der Illusion nachhängen, dass sich alle Probleme des Menschseins lösen lassen? So nach dem Motto:
Jeder ist seines Glückes Schmid!
- um dann das "Glück" und "Unglück" nur noch auf sich selbst zu beziehen.
Doch das Leben, das uns geboten wird, erleben wir allenfalls fragmentarisch. Und irgendwann wird sich die Ansicht durchsetzen:
Die Enttäuschung ist für Dein Leben typischer, als die Erfüllung der Sehnsüchte, von denen Du erlöst werden möchtest.
Wer da nicht verzweifeln will, muss auf die Zeit bauen, die ihm Aussicht auf das Glück verspricht. Denn was wissen wir schon über ein nicht verfehltes Leben? Und selbst die "Philosophie" kann uns darüber keine verbindlichen Auskünfte erteilen.
Kurz, kaum einer entkommt dem Laufrad einer Industriegesellschaft, die nur nach funktionalen Gesichtspunkten abläuft. Diese Entwicklung muss nicht inhuman sein, aber a-human ist sie schon.
Und wem sich da nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens aufdrängt, hat trotzdem eine Antwort verdient.
Nur, selbst wenn irgendwann einmal alle wissenschaftlichen Fragen beantwortet sein sollten, unser eigentliches Lebensproblem - der Tod - wird davon nicht berührt. Also schlagen wir uns weiterhin mit der "Philosophie" herum, um nicht wie ein unmündiges Kind einfach nur glauben zu müssen.
Oder man geht der Wirklichkeit schnell aus dem Wege und setzt sich selbst an die Stelle der Wirklichkeit. Denn ein Mensch, der sich ausgeschlossen fühlt, wenn er sich gegen die "Normalität" behauptet will, muss seine Wirklichkeit immer wieder neu in Besitz nehmen wollen.
Wo aber die "Wirklichkeit" nicht seinen Vorstellungen entspricht, entscheidet sich der Mensch oft genug nicht nur für die Realität, sondern für eine Art Ideal, das die Dinge des Alltages symbolisch und ästhetisch so übersetzt, dass die Spannung zwischen dem Subjekt Mensch und den Objekten, die ihn umgeben, aufgehoben wird.
Und plötzlich erscheint die Welt so schön und überschaubar zu sein wie eine friedlich blühende Almwiese.
Wer jetzt aber immer noch nicht versöhnt auf die Welt blicken will, um ihre „bruchlose Harmonie“ zu genießen, wird vermutlich auch in Zukunft gegen „Kitsch“ immun bleiben.
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