Übersicht
|
Meistgelesen
|
Meistkommentiert
Leider haben es die Israelis versäumt (mit Hilfe der Amerikaner) einen dauerhaften Frieden mit den gemäßigten Palästinensern zu schließen. Und die seit Jahren betriebene Siedlungspolitik macht die Situation auch nicht besser. Die Zukunft wird zeigen, ob auch die Nachfolger von Mubarak sich an die Verträge mit Israel halten. Und was ist mit den Golanhöhen, wenn Assad fällt? Selbst der im Koma liegende Scharon darf nicht sterben, weil er vermutlich für ein Israel steht, das es so nicht mehr gibt.
Wenn man die politische Entwicklung also derart verschläft, kann man sich vorstellen dass der „Iran“ zur Gefahr wird. Zumal der Iran mit seiner Atomindustrie auch munter vom Westen aufgerüstet wurde.
So haben sich also die Hardliner beider Systeme das Leben zum Feind gewählt wie ehemals die Religionsstifter, die immer sorglos mit dem „Leben der Anderen“ umgingen.
Aber noch gefährlicher wird es, wenn Staaten aus Schwäche mit militärischen Präventivschlägen drohen. Da darf man sich nicht wundern, wenn plötzlich der Schuss nach „hinten“ losgeht. Und sei es auch nur durch ein literarisch mäßiges Gedicht.
Sollte sich aber der Frieden durch die Kunstfreiheit bedroht fühlen, könnte man die Illusion haben, dass gerade die Worte etwas bewirken können, die man aus falsch verstandener Solidarität nicht hören möchte. Die reflexartigen Verbal-Injurien jeglicher Couleur allerdings mögen zwar dem „Common Sense“ geschuldet sein, aber nicht der Diplomatie.
In diesem Sinne ist Herr Grass (bei aller Eitelkeit die ihn treibt) zu danken. Oder frei nach Nietzsche:
“Wenn ich doch nur den Mut hätte alles zu denken, was ich weiß…”
Beitrag
kommentieren