Montag, 19. Februar 2018

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Kritik und Auseinandersetzung

Sie gefährden eine Beziehung. Eine Beziehung gewinnt Leben, wenn ich versuche, den Partner positiv zu sehen, ihn anzunehmen wie er ist. Nicht nur in Zeiten des sogenannten "Honeymoon", sondern auch im Alltagsleben.Bisweilen redet man aneinander vorbei, geht gegenseitig nicht auf das ein, was der andere gesagt hat, weil Wünsche und Ziele ganz unterschiedlich sein können.  

In den Wechselbeziehungen unseres Lebens können wir uns dann sehr schnell festbeißen.
Da stürmen wir mit unseren Vorstellungen voran – und blockieren den, der uns nahesteht, weil wir nicht zuvor gefragt haben was ihn bewegt. Was trennt, bleibt oft unausgesprochen, man scheut sich offen zu sein, schweigt gekränkt oder zieht sich zurück. Und doch liegt die Lösung oft gerade darin, dass wir die Dinge ansprechen, die wir nicht verstehen, um miteinander und nicht ohne den Partner Ziele zu realisieren. Was will der andere wirklich? Verständnis füreinander kann nur entstehen, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, auch die unausgesprochenen Erwartungen zu berücksichtigen. Wenn die Mühe nicht gescheut wird, den Partner anzuhören, seine Gedanken und Wünsche zu erfahren, ohne ihn vorschnell zu etwas bewegen zu wollen, was er möglicherweise gar nicht will.

"Was sucht ihr?", fragte Jesus die zwei Männer, die ihm aus Neugierde folgten (Johannes 1,38).

Wer ist dieser Mensch Jesus? Neugierde kann negativ sein, aber kann auch ein guter Start für etwas Neues sein.  

Sie aber sagten zu ihm: Rabbi – was übersetzt heißt Lehrer – wo hältst du dich auf? Er spricht zu ihnen: " Kommt, und ihr werdet sehen!" Und sie blieben bei ihm. Jesus wirkte nicht mit starken Worten auf sie ein. Er achtete ihren freien Willen. Er fragte sie. Die Antwort ließ erkennen, dass sie an ihm, Jesus, ganz persönlich interessiert waren: Rabbi – wo hältst du dich auf? Bevor festgeprägte Überzeugungen ausgetauscht werden, ist die Frage richtungsweisend: Welche Erwartungen hat mein Gegenüber, was will er. Sind wir heute noch neugierig auf Jesus, was er uns sagen will? Interessante Begegnungen mit Jesus, die lebensverändernd wirken. Die beiden Männer blieben bei ihm. Sie wurden seine Jünger.

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von Marion Christa Nickel
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