Freitag, 24. November 2017

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Sola fide - Allein der Glaube

Am Reformationstag erinnern wir uns besonders an Martin Luther und seine Rechtfertigungslehre aus dem Römerbrief. Martin Luther erklärte, dass Rechtfertigung durch den Glauben allein der Artikel sei, mit dem die Kirche steht oder fällt. Diese Kardinallehre der protestantischen Reformation wurde als Schlachtfeld gesehen, auf dem um nichts weniger als das Evangelium selbst gekämpft wurde.

Rechtfertigung kann als der Akt definiert werden, durch den der ungerechte Sünder vor dem gerechten und heiligen Gott gerecht gemacht wird. Was der Mensch, der von Gott als ungerechte Person betrachtet wird, also am meisten benötigt ist die Gerechtigkeit.

Rechtfertigung durch den Glauben allein bedeutet Rechtfertigung durch die Gerechtigkeit oder den Verdienst Christi allein, nicht durch unsere Tugend oder unsere guten Taten. Die Streitfrage der Rechtfertigung kreist um die Frage nach Verdienst und Gnade. Rechtfertigung durch Glauben bedeutet, dass die Werke, die wir Menschen tun, nicht gut genug sind, um uns die Rechtfertigung vor Gott verdienen zu können, also aus einer persönlichen Leistung heraus. 

Der Apostel Paulus sagt im Römerbrief Kapitel 3 Vers 20: …Weil  aus Werken des Gesetzes kein Fleisch [das bedeutet kein Mensch], vor ihm gerechtfertigt werden kann. Rechtfertigung ist forensisch. Dieser lateinische Begriff bedeutet gerichtlich oder Gericht. Wenn Gott uns die Gerechtigkeit Christi zurechnet, dann werden wir als gerecht gezählt. Die protestantische Theologie bekräftigt, dass Glaube die instrumentale Ursache der Rechtfertigung ist. Der Glaube ist das Mittel, durch das uns die Verdienste Christi zugeeignet, also übertragen werden.

Die römisch-katholische Theologie. Die römisch-katholische Theologie lehrt, dass die Taufe die primäre, die instrumentale Ursache der Rechtfertigung ist und das Bußsakrament die zweite, stärkende Ursache. Die katholische Sicht bekräftigt, dass Rechtfertigung durch Glauben geschieht, leugnet aber, dass sie allein aus Glauben geschieht, indem er Ablassbriefe kauft und gute Werke als eine notwendige Bedingung hinzufügt. Nach mittelalterlicher Auffassung trugen gute Taten dazu bei, Gott gnädig zu stimmen. Die Luther Theologie hingegen geht davon aus, dass Spenden für arme Menschen oder nachbarschaftliche Hilfe nicht ausreichend sind, das Wohlwollen bzw. die Gerechtigkeit Gottes zu erreichen. Nach Luthers Auffassung ist es selbstverständlich anderen zu helfen, da der Mensch die durch Gott erfahrene Liebe an andere weitergibt.

Der Glaube, der rechtfertigt, ist ein lebendiger Glaube. Lebendiger Glaube ist kein leeres Glaubensbekenntnis, das man auswendig aufsagt, sondern Glaube ist persönliches Vertrauen, der für das Heil allein an Christus, dem Retter, hängt. Rettender Glaube ist auch ein bußfertiger Glaube, der Christus als Herrn und Heiland ergreift. Die Bibel sagt aus, dass wir nicht durch unsere guten Werke gerettet sind, sondern durch das, was uns durch den Glauben angerechnet wird, nämlich die Gerechtigkeit von Jesus Christus.  

Der himmlische Vater überträgt uns durch den Glauben an seinen Sohn und dessen vollkommenes Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha die Gerechtigkeit von Jesus Christus. Es ist eine echte Anrechnung, keine „juristische Fiktion“. Jesus bemerkte einmal, dass wir auf keinen Fall ins Himmelreich kommen werden, es sei denn, wir hätten den Glauben eines Kindes. Ein kindlicher, ein vertrauender Glaube ist also eine Voraussetzung zur Teilhabe am Reich Gottes. Es ist nicht eine Verstandessache, sondern eine Herzenssache. Ohne eigenen Verdienst und ohne eigene Leistung, aus der Gnade Gottes durch Glauben an Christus bekommen wir die Liebe Gottes geschenkt.

Gott, Er selbst kommt zu uns in diese Welt und schenkt sich bedingungslos. Deshalb feiern wir Weihnachten. Erst wenn man den Heiland Jesus Christus im Glauben ergreift, erst dann folgen die guten Werke gewirkt durch Gott dem Gläubigen nach. Das bedeutet, es gibt eine Reihenfolge, die einzuhalten ist. Der Mensch erkennt immer mehr durch den Geist Gottes den individuellen Plan für sein Leben und beginnt in den vorbereiteten Werken,  

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Auffrischen – vorbeugen – verbinden – informieren - vertiefen. Unsere Ehe bleibt Baustelle. Wer nicht daran arbeitet und für eine glückliche Ehe investiert, hat irgendwann das Nachsehen. Ein Leben lang mit einem Menschen glücklich sein – wer träumt(e) nicht davon? Die steigenden Trennungs- und Scheidungsraten scheinen jedoch eine andere Sprache zu sprechen.

von Marion Christa Nickel
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