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man sagt unter den "echten" Riesern: erst wenn man 300 Jahre im Ries gelebt hat, ja erst dann ist man ein waschechter Rieser . . . . ja so sagt man. Aber wer weiß das schon so genau bei den Störchen?
Ich muß mal im Archiv blättern welche Großvögel vor 300 Jahren hier im Nördlinger Ries überwintert haben. Aber eines ist ganz gewiß - früher, ja ganz früher lebten sie hier scharenweise und in großen Rudeln. Durch die Flurbereinigung vor vielen Jahren ging dann das Leben vieler Vogelarten abwärts, vor allen Dingen wurde der Lebensraum, die Futterversorgung für die Störche sehr gestört, eigentlich zerstört.
Seit ein paare Jahren, genauer gesagt ab 2007, sind sie wieder im Ries angekommen und auch ansässig geworden. Die Landschaft hat sich zwar zur Monokultur Mais entwickelt - aber schlimmer darf es nicht werden. Noch finden ein paar Storchenfamilien Futter . . . NOCH . . .
Ja und jetzt komme ich zu unserer Storchenfamilie, den Nördlinger Störchen. Die Jungstörche sind schon längst abgezogen. Ob sie es bis in die wärmeren Regionen mit dem besseren Futterangebot geschafft haben????
Und unsere Altstörche? Ich glaube sie fühlen sich als waschechte Rieser, denn sie haben uns nicht verlassen. Täglich beobachte ich sie am Goldbach. Auf einem Bein stehend genießen unsere Glücksbringer die wärmenden Strahlen der Herbstsonne. Nahrung gibt es auch noch genug. Zur Zeit herrscht Mäuseplage, so erzählen mir die Landwirte. Unsere Störche sind somit fleißige und wichtige Helfer in der Landwirtschaft. Jeden Abend landet Meister Adebar mit seiner Frau bei Einbruch der Dämmerung in der Stadtmitte. Sie genießen wie immer gemeinsam die Nacht in ihrem Nest auf dem Brot - und Tanzhaus.
Also doch - sie sind waschechte Rieser geworden . . . ja und was wäre Nördlingen ohne die Störche??????
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