Donnerstag, 18. Januar 2018

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Hummel-Brummen

Eine Stadt, ein Bürger, ein paar Gedanken

Seltsame Weltbild-Eiferer

Dass bei Weltbild in den letzten 20 Jahren nicht alles so lief, wie die Bischöfe sich das vorgestellt oder gewünscht haben, ist unbestritten. Und dass ein katholisches Unternehmen mal besser keine erotische Literatur produziert und aufkauft, ebenso. Es gibt einfach im Leben, auch im Geschäftsleben, ein paar Regeln, die man besser einhält. Deshalb sind Metzger auch keine Vegetarier. Allerdings sind die Umstände, wie es nun zum plötzlichen großen Knall beim zweitgrößten Buchversender Europas kam, schon ein bisschen seltsam. Federführend in der Anti-Weltbild-Kampagne war ein privates, erzkonservatives Internetportal aus Österreich mit dem Namen www.kath.net. Von dort wurde in den letzten Wochen immer wieder - auch berechtigt - der Finger in die Wunde gelegt. Nun, nach der Ankündigung der Bischöfe, Weltbild zu verkaufen, scheint die Redaktion alles erreicht zu haben, was zu erreichen war. Damit aber nicht genug. Inzwischen geht es den Eiferern offensichtlich darum, dass alle 6500 Mitarbeiter von Weltbild exkommuniziert werden sollen, weil sie am Verkauf bestimmter Waren beteiligt waren. Das fordert ein gewisser „Sixtus“ in einem anonymen Beitrag. In einem Beitrag, der vorher von der Redaktion gegengelesen wurde, weil kath.net alle Kommentare grundsätzlich erst nach einer vorherigen Prüfung frei schaltet! Und bei einem Kommentar mit einer solchen Brisanz wird sicher zweimal gecheckt.

Hinzu kommt, dass die Internetseite zuletzt mehrere Artikel eines rechtsradikalen Historikers veröffentlich hatte und diese erst wieder löschte, als der ORF darüber berichtete. Bis heute behauptet kath.net, dass die Inhalte der entsprechenden Artikel völlig in Ordnung gewesen seien. Die Leser dürfen sich positiv zu Pius-Bischof Williamson äußern, der den Holocaust geleugnet hat - und im gleichen Atemzug behaupten, dass so mancher römisch-katholische Bischof vom Glauben abgefallen sei, weil er über die Probleme von Wiederverheiratet-Geschiedenen nachdenkt. Da stellt sich die Frage, ob die katholischen Hirten wirklich gut beraten sind, wenn sie sich neuerdings ausgerechnet von solchen Redaktionen antreiben und beeinflussen lassen.

kreuz.net, in vielen Punkten kath.net sehr ähnlich, berichtete vergangene Woche, dass der Chefredakteur von kath.net mit anderen deutschsprachigen katholischen Journalisten jüngst vom Privatsekretär des Papstes empfangen wurde. Dem Vernehmen nach haben sich einige der Herren durchaus gut mit dem kath.net-Chef verstanden. Beruhigend finde ich das nicht.

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5 Kommentare

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Kommentar Von HummelBrummen, 27.05.2013, 10:40 Uhr

Heute ist Spatenstich im Siebentischwald - und es ist ein trauriger Tag. Dass man die Uferbefestigung am Stempflesee reparieren muss, ist richtig. Völlig unnötig ist dagegen, dem See und dem Umfeld ein gänzlich neues Erscheinungsbild zu geben,...

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Kommentar Von HummelBrummen, 20.11.2012, 13:30 Uhr

„Diskretion ist Ehrensache. Wer wundert sich da über die vielen Indiskretionen?“ (Wolfgang Eschker, Aphoristiker) Nehmen wir mal an, der Präsident des FC Augsburg sitzt in einem Augsburger Lokal und unterhält sich mit einer Person...

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Kommentar Von HummelBrummen, 03.08.2012, 15:00 Uhr

Als gäbe es in der Maxstraße nicht schon genug Probleme und Behinderungen durch die Baustellen, nein, jetzt wird auch noch kräftig abgeschleppt. Vergangene Nacht zum Beispiel ein ganzer Straßenzug, weil sich an dieser Stelle neuerdings ab...

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Kommentar Von HummelBrummen, 12.07.2012, 17:20 Uhr

Peter Grab ist Kulturreferent in Augsburg. Das ist bitter, wirklich bitter, weil er dadurch durchaus Einfluss hat und gestalten kann. Zumindest kann er mitgestalten. Zum Beispiel so etwas wie das Brecht-Festival, das inhaltlich eine...

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Kommentar Von HummelBrummen, 07.05.2012, 17:00 Uhr

Das war sie also, die erste Saison des FCA in der 1. Bundesliga. Und sie war gut, denn wir  sind nicht abgestiegen und die Mannschaft hat fast immer einen guten Fußball gespielt. Nicht immer wurde das auch mit Punkten belohnt, aber egal, am Ende hat...

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Kommentar Von HummelBrummen, 18.04.2012, 15:40 Uhr

Jeder Augsburger kennt diese weiß-roten Plastikzeune nur allzu gut, die gemeinhin um Baustellen aufgestellt werden. Sie sind ja auch nicht zu übersehen, wenn man, egal wo in der Stadt, den Fuß vor die Tür setzt. In der Maximilianstraße haben lustige...

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Kommentar Von HummelBrummen, 02.03.2012, 12:00 Uhr

Dass man in einem Wald auch mal Bäume fällen muss, ist unstrittig. Man kann allerdings darüber diskutieren, ob in einem Naherholungsgebiet wie dem Siebentischwald in Augsburg derart viel Holz gemacht werden muss, dass komplette Kahlstellen entstehen....

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Kommentar Von HummelBrummen, 02.02.2012, 14:00 Uhr

Draußen ist es dieser Tage bitter kalt und der Gedanke an ein kühles Bier auf der Maxstraße erscheint uns reichlich absurd. Rein theoretisch sollte dies aber schon in wenigen Wochen wieder möglich sein. Theoretisch, denn die Maxstraße wird...

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Kommentar Von HummelBrummen, 24.11.2011, 11:00 Uhr

1. Warum fühlt sich ausgerechnet der FC Augsburg als Aufsteiger und erstmaliger Bundesligist dazu berufen, die Gesetze der Fußballwelt neu  erfinden zu müssen? Dass ein Trainer 34 Mal verlieren darf und immer noch nicht um seinen Job fürchten muss,...

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Kommentar Von HummelBrummen, 21.10.2011, 11:50 Uhr

Die verwirrende Geschichte rund um das Curt-Frenzel-Stadion ist seit der Stadtratssitzung am Donnerstag um das Kapitel reicher, dass nun zumindest weiter gebaut werden kann. Es gibt eine Prioritätenliste, Arbeiten, die erst später...

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Kommentar Von HummelBrummen, 29.09.2011, 11:36 Uhr

Die Augsburger CSU ist in einem bedauernswerten Zustand: Zerstritten, von Hass erfüllt, durch und durch intrigant. Mehr noch: Sie zeigt das hässliche Bild einer Partei im Vorwahlkampf. Denn letztlich geht es doch bei all den Querelen und...

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Kommentar Von HummelBrummen, 19.09.2011, 11:45 Uhr

Deshalb: Die FDP hat ein schönes Gelb. Und der Bezirksverband Augsburg der CSU fordert - als hätte man zuletzt nicht beim einen oder anderen Mitglied ausreichend Polizeipräsenz gehabt - dass die Stadt als polizeilicher Ballungsraum festgelegt wird....

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Kommentar Von HummelBrummen, 14.09.2011, 14:00 Uhr

Die Augsburger CSU ist nicht gerade prädestiniert dafür, in absehbarer Zeit für den Augsburger Friedenspreis nominiert zu werden. Was ist das nur für ein Hauen und Stechen, was für ein Intrigieren und Beschuldigen! Beim Vergleich dieser...

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Kommentar Von HummelBrummen, 06.09.2011, 14:35 Uhr

Da wundern wir Augsburger uns, warum man für die Renovierung der Fassade der Ulrichschule in der Maximilianstraße über drei Jahre braucht. So lang stand nämlich das Gerüst. Manche sagen sogar, dass es über fünf Jahre waren. Egal. Heute nun wird die...

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