Donnerstag, 23. Mai 2013

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Greater Augsburg

Notizen aus Stadt und Land

Anerkennung für die Aufsteiger

Selbst oberbayerische Regionalblätter wie die der Münchner Merkur und die Süddeutsche Zeitung haben inzwischen bemerkt, welche Dynamik der Aufschwung in Greater Augsburg hat.

Die Süddeutsche widmete den Aufsteigern aus der Nachbarregion kürzlich fast eine ganze Seite. Es ging um die tapferen Fußballer vom FCA und den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region. Gewürdigt wurde die bundesweite Spitzenstellung unserer Landkreise in einer Chancen-Studie und der neue Innovationspark.

Die Berichterstattung ist wichtig, weil diese Zeitungen die Meinung in München prägen. Mit der neuen Hochachtung für die bayerisch-schwäbische Dynamik wächst auch das Gewicht unserer Region in der Landeshauptstadt. Und das zu Recht.

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Die Treiber des Imagewechsels von “Augsburg an der Jammer” zu “Felix Augsburg” sind die Bundesligakicker des FCA. Es sind wohl inzwischen tausende Medienberichte, die sich mit dem “kleinen Fußballwunder” am Lech beschäftigt haben. So eine große Aufmerksamkeit genoss die Stadt noch nie.

Schade, dass mit Andreas Rettig der Architekt dieses Aufstiegs in wenigen Wochen die Stadt verlässt. Seine Sparsamkeit und sein Fleiß passten zu Augsburg. In einem Interview sagte er vor einigen Tagen:  „Ich definiere meine Jobzufriedenheit nicht über Millionen-Transfers oder die Dicke meines Portemonnaies. Ich kann nichts damit anfangen, mich an dicken Autos oder teuren Designer-Klamotten zu berauschen.“

Rettig, der meist Jeans trägt, fuhr vor dem FCA-Gelände in Augsburg-Oberhausen mit seinem Dienst-VW vor. Wenn die Mannschaft aber trotz des kleinsten Etats aller Bundesliga-Mannschaften (30 Millionen Euro) erstklassig bleibt, klingelt es zum Abschied in seiner Kasse. Der Manager hat eine Nicht-Abstiegsprämie ausgehandelt.

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Die politische Debatte um das Betreuungsgeld ist für eine Stadt wie Augsburg mit einem hohen Migrantenanteil von 40 Prozent von besonderer Bedeutung. Denn sollte die CSU - wie im Koalitionsvertrag bereits vereinbart - wirklich durchsetzen, dass Eltern, die ihre kleinen Kinder nicht in die Krippe schicken, mit 100 Euro belohnt werden, dann nutzen diese “Herdprämie” nach einer Studie vor allem Migranten und bildungsferne Familien. 

Dabei sind Krippen und der Umgang mit anderen Kindern ein wichtiger Beitrag für die frühe Integration. Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist ein besserer Einstieg in die deutsche Gesellschaft, als wenn die Kinder daheim mit Mutter und Geschwistern auf dem Teppich spielen. Das Betreuungsgeld würde die Integration der Augsburger Migranten zumindest nicht erleichtern.

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