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Das Jahr in Augsburg fängt nicht gut an. Kaum vier Wochen sind vergangen, da liegt sich die Politik schon wieder rauflustig in den Haaren. Woran liegt das nur, dass in dieser Stadt der vielen Chancen und guten Perspektiven ständig so verbissen gestritten wird?
Oberbürgermeister Kurt Gribl scheiterte mit seiner schwer verständlichen Initiative für ein Ratsbegehren. Er wollte die Bürger über ein Wasserkraftwerk am Hochablass, das natürlich umstritten ist, entscheiden lassen. Der Stadtrat folgte ihm nicht. Die Augsburger CSU zerfleischt sich weiter selbst. Der jüngst verabschiedete städtische Haushalt ist Makulatur. Und jetzt droht auch noch ein Namensstreit.
Dabei geht es noch gar nicht um einen Namen für die neue zweite Spielstätte des Theaters. In Augsburg zofft man sich schon darüber, wie die Bezeichnung gefunden werden soll. Wenn sich das Trauerspiel fortsetzt, verlieren die Kulturbürger noch vor der Eröffnung im Mai die Freude an der neuen Schauspielbox (Bilder) oder Komödie oder wie immer der sechs Millionen teure Neubau heißen wird.
Kulturbürgermeister Peter Grab hat einen guten Vorschlag gemacht. Der Pro-Augsburg-Politiker will die Theaterinteressierten an der Namensgebung beteiligen. Andere bevorzugen, das Theater selbst entscheiden zu lassen. Wieder andere möchten kreative Marketing-Profis beauftragen.
Wie wäre es mit einem Kompromiss? Theater und Kreative machen zwei bis drei gute Vorschlage, über die dann die Bürger, die den Bau mit ihren Steuern bezahlen, entscheiden. Diese Zeitung wäre gerne bereit, an der Abstimmung mitzuwirken. Am Montag will der Kulturausschuss über den neuen Streitfall diskutieren. Eine rasche Einigung wäre wünschenswert. In Augsburg gibt es schon genug Hader.
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Wohltuender entwickelt sich das fröhliche Landleben im Nachbarkreis Aichach-Friedberg. In dieser Woche jubelten Landwirte über eine Rekord-Rübenernte. Und die Kühe in dieser östlichen Region von Greater Augsburg haben vergangenes Jahr mehr Milch gegeben als je zuvor.
Das sind gute Nachrichten. Die Welt in Aichach-Friedberg scheint in Ordnung. Wären da nicht die Zerwürfnisse um einen geplanten Schweinemastbetrieb in Friedberg und eine Hühnerfarm in Baindlkirch. Hoffentlich ist die Augsburger Rauflust kein ansteckender Virus.
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Vergangene Woche ist an dieser Stelle über die Klagen der Pendler im südlichen Landkreis Augsburg berichtet worden. Dort kommt es nach Fahrplanumstellungen zu überfüllten Regionalzügen im Berufsverkehr. Während einer Krisensitzung im Landratsamt räumte die Bayerische Eisenbahngesellschaft zwar Fehler ein. Verbesserungen für die frustrierten Pendler könne es jedoch frühestens zum Fahrplanwechsel im Juni geben.
Es ist erstaunlich, wie manche Unternehmen Kundenfreundlichkeit interpretieren. Die Kollegen in der Schwabmünchner Lokalredaktion, die den Ärger der Fahrgäste öffentlich machten, bleiben an dem Thema dran.
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