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Walther Seinsch, Präsident des FC Augsburg, hat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Sonntag ein ungewöhnlich offenes Interview gegeben. Der 70-jährige sprach über Kindheit, Fußball-Kunst und die "geheime" Sponsorengruppe.
Das Interview mit einem der Antreiber in "Greater Augsburg" ist es wert, hier noch einmal auszugsweise zitiert zu werden
Über seine schwierige Kindheit: Sie sei problematisch gewesen, "um es freundlich zu formulieren". Seinsch: "Viele Väter und Lehrer mussten ihre Nazi-Träume begraben und ließen ihren Frust mit brutaler Gewalt an ihren Kindern und Schülern aus."
Über seine eigene Fußball-Kunst: Seinsch meint: "Ich war ein Fußballgenie. Aber die Mädels und der Alkohol haben mich ruiniert. Ich habe aber noch bis in die Alten Herren gespielt, dann ging es nicht mehr mit dem Knie." Ob er das ganz ernst gemeint hat?
Über die "geheime" FCA-Sponsorengruppe: Seinsch erzählte der FAZ aus seiner Anfangszeit in dem Augsburger Verein: "Ich ging betteln, warb Sponsoren und fand sechs Geldgeber aus der Unternehmerlandschaft, deren Einlagen ich treuhänderisch verwalte. Sollten wir mal Gewinne erzielen, bekommen die das zurück. Seit vier Jahren steht der FCA finanziell auf eigenen Füßen."
Über die Augsburger Begeisterungsfähigkkeit: "Die Augsburger überraschen sich selber. Ihnen werden immer Minderwertigkeitskomplexe gegenüber München nachgesagt. Das Klischee ist: Die gehen zum Lachen in den Keller. Doch da hat sich etwas entwickelt, die Einstellung: Wir können das, jetzt erst recht. Dafür ist der Fußball die Zündschnur gewesen", glaubt Seinsch im FAZ-Interview.
Über den Trainer: Für Jos Luhukay bricht Seinsch eine Lanze: "Was der Trainer da strategisch-taktisch aus dieser Mannschaft macht, davor muss man den Hut ziehen." Seinen Rat will Luhukay aber offenbar nicht: " Ich unterhalte mich ab und zu mit ihm. Aber ich glaube, er bekäme Schüttelfrost, wenn ich ihm einen taktischen Tipp geben würde", sagte Seinsch der FAZ.
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