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Sieger- und Verliererlisten sind gerade groß in Mode. Am Jahresende ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Auch in Greater Augsburg.
In der Politik gibt es viele Gewinner: Dem knorrigen CSU-Landtagsabgeordneten Max Strehle aus Deubach gelang ein starker Abgang. Er wird im nächsten Landtag fehlen. Auch der Wechsel der CSU-Bundestagskandidaten im Augsburger Land gelang. Eduard Oswald zieht sich zurück. Der Neusässer Hansjörg Durz könnte ein starker Nachfolger werden. Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl hat schon deshalb eine Erwähnung verdient, weil er sich vom Dauerkrach in seiner CSU nicht lähmen lässt.
Verlierer gibt es auch. Gersthofens CSU-Bürgermeister Jürgen Schantin geriet ins Abseits, weil er im Streit mit seinem Vorgänger Siegfried Deffner in einem Interview über eine frühere Beziehung zu dessen Frau plauderte. Seine Partei wird ihn wohl nicht zur Wiederwahl empfehlen. Der Augsburger CSU-Bezirksverband liegt politisch in Trümmern. Altmeister ziehen dort die Strippen, verhindern Erneuerung. Bürgermeister Peter Wendel (Freie Wähler) machte miese Imagewerbung für Aystetten. Erst förderte er die Schwarzarbeit, dann verurteilte ihn das Gericht wegen Beleidigung einer Staatsanwältin. Grünen-Chefin Claudia Roth aus Augsburg scheiterte krachend beim Versuch, auch Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl zu werden.
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Zu den Siegern im Bereich Kultur und Bildung gehört Augsburgs Theaterintendantin Juliane Votteler. Sie durfte die Brechtbühne eröffnen. Merings Rathauschef Hans-Dieter Kandler (SPD) freut sich über das neue Gymnasium. Und immer mehr Augsburger Migranten gelingt der Sprung auf höhere Schulen und Universitäten.
Doch es gab auch Rückschläge. Die Augsburger Bewerbung um das Bayerische Geschichtsmuseum war halbherzig. Regensburg baut nun dieses Jahrhundertprojekt. Und die Entsorgung des historischen Wasserrades am Schwalllech in einer Nacht- und Nebelaktion verwunderte die Bürger in Augsburg. Schließlich bewirbt sich die Stadt mit ihrer Wasserwirtschaft um den Titel Unesco-Weltkulturerbe. Nun soll es rekonstruiert werden.
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Wirtschaftlich war 2012 ein ordentliches Jahr. Der Augsburger Innovationspark wird von Stadt und Landkreisen gemeinsam vorangetrieben. Amazon auf dem Lechfeld brummt als eine Jobmaschine für Niedriglöhner. Ein Sieger ist auch Stadtsparkassenchef Rolf Settelmaier. Der Verwaltungsrat verlängerte seinen Vertrag trotz Gegenwind.
Schmerzhaft war der Arbeitsplatzabbau unter anderem bei manroland, Osram und Nokia Siemens Networks. Auch die Sanierung von Greater Augsburgs Vorzeigehotel Drei Mohren verzögerte sich wegen zahlreicher Pannen um Monate.
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Im Sport heißt der große Sieger FC Augsburg. Der Club schaffte als Bundesliga-Aufsteiger den Klassenerhalt, blieb in der Beletage des Fußball. Chapeau.
Doch der FCA ist auch ein Verlierer des Jahres . Der Umbruch im Sport-Management von Andreas Rettig zu Manfred Paula misslang. Paula musste nach 100 Tagen gehen. Dessen Nachfolger Jürgen Rollmann ist nach 75 Tagen auch schon wieder weg. In der neu komponierten Mannschaft passt es nicht. Der Club taumelt zur Saisonhälfte am Tabellenende. 2013 spielt statt Borussia Dortmund wohl wieder der SC Paderborn in der Augsburger Arena.
Jemanden vergessen? Gibt es weitere Vorschläge für Gewinner oder Verlierer in Greater Augsburg?
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