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Es gibt viele Messinstrumente, um die Wirtschaftskraft einer Region zu taxieren. In dieser Woche haben wir ein neues kennengelernt: Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Die Augsburger Jobagentur hat dieses Jahr bei fast sieben Prozent der Langzeitarbeitslosen Geldzahlungen gekürzt. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt.
Sind die Vermittler nun harte Hunde? Nein. Es gibt in Greater Augsburg nur besonders viele Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte. Wer sich weigert, auf dem Lechfeld im Amazon-Auslieferungslager, im Aldi-Logistikzentrum oder bei Weltbild in Lechhausen zu arbeiten, dem werden konsequent Leistungen gestrichen. Ein umfangreiches Jobangebot für alle Menschen ist ein gutes Zeichen, dass es in der Region wirtschaftlich bergauf geht. Und die Sanktionen sollten Anreiz für Langzeitarbeitslose sein, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen
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Derzeit platzen Asylbewerberunterkünfte wieder aus allen Nähten. Auch in Greater Augsburg. Kommunen wie Aichach, Ottmaring, Langenneufnach oder Kutzenhausen bemühen sich nach Kräften, den Menschen fremder Herkunft würdige Unterkünfte zu bieten.
Doch warum wächst die Zahl der Asylbewerber seit dem Sommer so sprunghaft an? Nimmt die politische Verfolgung in Diktaturen zu? Nein. Eine auffallend hohe Zahl der Asylbewerber stammt aus Ex-Jugoslawien. Folgerichtig liegt die Ablehnungsquote nach dem Prüfverfahren bei nahezu 100 Prozent. Politische Verfolgung ist also nicht der Grund für die vielen Asylanträge von Serben und Mazedoniern.
Meist geht es um wirtschaftliche Interessen. Motiviert durch die seit Sommer geltende Erhöhung der Geldzuwendungen für Asylbewerber in Deutschland und die Aufhebung der Visa-Pflicht für Ex-Jugoslawien schwillt der Strom der Armuts-Flüchtlinge. Es ist bemerkenswert, dass unsere Kommunen sich so engagiert um die Zuzügler bemühen. Eine reiche Region zeichnet sich auch durch Gastfreundschaft und Großzügigkeit aus. Dennoch muss die politische Fehlentwicklung korrigiert werden.
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Der FC Augsburg ist um einen Superlativ reicher. Nach einer Polizeistatistik haben wir die fairsten Fans der Fußball-Bundesliga. Nirgendwo gibt es rund um ein Stadion so wenig gewaltbereite Hooligans. Das macht stolz.
Es ist nicht die erste Auszeichnung für die FCA-Anhänger. Nach Medienberichten war der Club wegen der Begeisterungsfähigkeit seiner Fans schon der “ geilste Tabellenletzte aller Zeiten”. Die Frankfurter Allgemeine krönte die SGL-Arena zur “Anfield Road an der B17”. Irgendwie hat man den Eindruck, dass die Fußball-Euphorie in Greater Augsburg stärker ist als die Leistung der derzeitigen Mannschaft und ihres Trainers.
Aber das kann sich ja in den nächsten Wochen ändern. Dann wird auch die Posse um das angebliche und offiziell nie stattgefundene Treffen von FCA-Präsident Walther Seinsch mit dem Trainer-Vagabund Felix Magath vergessen sein.
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