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Die Kulturbürger aus Augsburg und der Region diskutieren über die "Fledermaus"-Premiere im Stadttheater. Schon vor der Aufführung hatte sich herumgesprochen, dass der junge isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson die Strauss-Operette in Augsburg derb entfremdet. Einige Zuschauer verabredeten an der Garderobe, die Aufführung wegen einer Vergewaltungs-Szene lautstark zu verlassen.
So geschah es. Später wurde die ausgewogene "Fledermaus"-Besprechung von Rüdiger Heinze, dem Theaterkritiker der Augsburger Allgemeinen, zu Recht von vielen gelobt. Ein richtiger Theater-Skandal wurde es dann trotz allen Streits und der Provokationen des Regisseurs doch nicht. So einfach lassen sich die Augsburger nicht provozieren. Und irgendwie war die schräge Operetten-Inszenierung, wie Rüdiger Heinze schrieb, doch "überwiegend gelungen".
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Ein Lehrstück über die Bedeutung der Regionalzeitung findet derzeit in Schwabmünchen statt. Sarah Wenger, Redakteurin unserer Lokalausgabe, berichtet seit Tagen über die Proteste von Pendlern, die sich über die eingeschränkten Bahnverbindungen nach Augsburg beklagen. Es geht um seit Dezember reduzierte Zugverbindungen und verstopfte Abteile.
Schwabmünchens erster Bürgermeister Lorenz Müller bittet inzwischen auf der städtischen Internetseite seine frustrierten Bürger, ihre Beschwerden zu melden. Der Augsburger Landrat Martin Sailer hat angesichts unserer Berichterstattung für den nächsten Dienstag zu einem runden Tisch im Landratsamt geladen.
Dort werden die Verantwortlichen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) erklären müssen, warum sie die Verbindungen zu Lasten der Fahrgäste eingeschränkt haben. Wenn das Krisengespräch zu anschließenden Verbesserungen für die Pendler führt, was zu hoffen ist, dann hat sich Redakteurin Sarah Wenger um die Verkehrsanbindung von Schwabmünchen verdient gemacht.
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Einer der interessanteren Neujahrsempfänge in Greater Augsburg ist die Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben. Mehr als 700 Vertreter von Politik und Wirtschaft trafen sich, um Neuigkeiten auszutauschen.
Die drei häufigsten Gesprächsthemen an diesem Abend: Der Kampf um die Arbeitsplätze bei Manroland, der Umgang der Medien mit der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff und die viel kritisierte Absicht der Augsburger Stadttregierung, die Bürger - und nicht den Stadtrat - über ein Wasserkraftwerk am Hochablass entscheiden zu lassen.
Inzwischen droht dieser Vorstoß von Oberbürgermeister Kurt Gribl zu scheitern. Es stellte sich heraus, dass er im Stadtrat gar keine Mehrheit für ein Wasserkraft-Ratsbegehren hat. So etwas nennt man in der Politik einen handwerklichen Fehler.
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