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In Augsburg regieren die Handwerker. Die Männer graben die gesamte Innenstadt um. Baustellen, wohin das Auge reicht. Fußgänger trampeln über Notstiege. Der schöne Rathausplatz wirkt wie ein Bauhof mit eigener Teerstraße. Autofahrer suchen ihre Umleitungen. Navigationssysteme irren. Tram-Fahrgäste studieren Behelfspläne.
Na und? Die Kassandrarufer blieben bislang im Unrecht. Keine Mega-Staus, keine frustrierten Besucher der Stadt, kein Tram-Chaos. Viele Menschen aus Greater Augsburg und ihre Gäste akzeptieren die Behinderungen. Sie freuen sich auf die Zukunft. Die Stadt wird in einigen Monaten schöner sein. Augsburg hat Glück, dass die Vorfreude kräftiger ist als der Ärger über das momentane Ungemach.
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Die nördliche Nachbarstadt Gersthofen war mal ein glücklicher Ort. Viel Industrie, reichlich Geld, wenig Sorgen.
Und nun? Die Gersthofer sind frustriert über den Stillstand bei der geplanten Zentrums-Neugestaltung. Bürgermeister Jürgen Schantin und sein noch immer einflussreicher Vorgänger Siegfried Deffner verkeilen sich in Streitereien. Der Stadtrat lähmt sich mit kleinlichen Diskussionen um Sitzungsgelder. Und den einst so stolzen Bayernliga-Fußballern des TSV Gersthofen droht wegen hoher Schulden ein sportlicher Niedergang.
Was ist los in Gersthofen? Vielleicht ist es ja nur eine Pechsträhne.
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Die Herzogstadt Friedberg streitet seit Jahren über einen ungeliebten Schweinemast-Betrieb, der im Naherholungsgebiet unweit des Friedberger Baggersees geplant ist. Es gab ein Bürgerbegehren gegen den drohenden Gestank, Gerichtsurteile, Stadtratsdiskussionen um Bebauungspläne und viele vergebliche Einigungsversuche zwischen Stadtverwaltung und Landwirten.
Am Ende blickte keiner mehr durch. Offenbar auch Bürgermeister Peter Bergmair nicht. Er stellte in dieser Woche einen neuen Bebauungsplan in Aussicht, um die “Sau in der Au” doch noch zu verhindern. Derweil hatte die Verwaltung ohne sein Wissen den Landwirten schon offiziell und unwiderruflich grünes Licht für ihr umstrittenes Vorhaben gegeben. Was für eine Panne. Was für eine Posse. Weiß im Friedberger Rathaus die linke Hand nicht, was die rechte tut?
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