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Da kann selbst der typische Grantler keine faule Pflaume mehr im Datschi finden. Der Aufschwung von Greater Augsburg treibt frühlingshafte Blüten. Immer mehr Auswärtige finden Gefallen an der Brecht-, Fugger-, Sisi- und FCA-Region. Nur ein paar aktuelle Beispiele.
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Fast 900.000 Menschen haben am vergangenen Wochenende im Bezahl-Fernsehsender Sky live zugeschaut, wie der "David" FC Augsburg in der SGL-Arena dem "Goliath" Borussia Dortmund ein Unentschieden abtrotzte.
Wie wichtig der Fußball-Bundesligist als Sympathieträger für die Region ist, hat mein Kollege Marcus Bürzle recherchiert. Seine Geschichte "Missouri liebt den FCA" erzählte von Augsburger Managern und Wissenschaftlern, die bei Reisen in die Welt auf unseren erfolgreichen Klub angesprochen werden. Sie berichtete von deutschen Journalisten, die den Aufschwung des kleinen Vereins, der wenig Geld hat, bewundernd beschreiben und von einer Amerikanerin, die die Spiele der Luhukay-Elf im Internet verfolgt.
"I love FC Augsburg" schrieb Jody Strauch aus dem US-Bundesstaat Missouri dem Augsburger Hochschulprofessor Michael Stoll per SMS. An diesem Samstag wird sie wieder gemeinsam mit Hunderttausenden anderer im Internet, vor dem Fernseher und auch in der SGL-Arena erleben, wie der Klub aus Augsburg gegen Mainz 05 Fußball spielt. Der FCA ist in Windeseile zum wichtigsten Botschafter von Greater Augsburg geworden.
Schade, dass FCA-Manager Andreas Rettig, der Ingenieur dieser Erfolgsmaschine, Augsburg im Sommer verlässt. Der lebensfrohe Rheinländer hat es nicht geschafft, sich mit einer Stadt wirklich anzufreunden, in der es neben Zuspruch gelegentlich auch grantigen Widerspruch gibt.
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Doch auch ohne den Fußballclub wird die Region bei Besuchern immer beliebter. Nicole Prestle aus unserer Augsburger Stadt-Redaktion hat kürzlich beschrieben, warum der Besucherstrom in der Stadt und den beiden Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg anschwillt. Die Dynamik ist sogar kräftiger als in der Landeshauptstadt München.
Die Zahl der Hotelübernachtungen in Stadt und Land ist inzwischen auf mehr als eine Million im Jahr 2011 angestiegen. Die Touristen kommen wegen Brecht, Fugger, den Kunstsammlungen der Stadt. Sie reisen wegen der Sisi-Werbung nach Aichach-Friedberg oder besuchen die Westlichen Wälder im Landkreis Augsburg.
Und dennoch ist dieser Teil von Greater Augsburg auch ein touristisches Sorgenkind. Der Landkreis könnte mehr Attraktionen gebrauchen. Es ist bedauerlich, dass es mit dem geplanten Römerlager, der Mansio in Zusmarshausen, nicht vorangeht. In Franken ist ein ähnliches Projekt gerade gestartet worden. Das Römerdorf an der Seenplatte bei Gunzenhausen wird bald die Besucher anziehen. Vielleicht werden sich die Entscheider im Landkreis dann über ihre Zögerlichkeit ärgern.
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An der Augsburger Maximilianstraße ist das Nobelhotel Drei Mohren nach zehnmonatiger Umbauzeit wieder eröffnet worden. Zwar wird in den Kongressräumen und dem Wellnessbereich noch heftig gewerkelt, auch bietet das Hotel noch keine eigene Parkgarage. Doch die neue Bar und die Restaurants versprühen schon großstädtisches Flair und ein gehobenes Niveau, das für die Lage an der Augsburger Prachtmeile angemessen ist. Wenn im Juni die 20-Millionen-Investition in die historische Hotelperle abgeschlossen ist, wird das Haus zusätzliche Gäste in die Stadt locken.
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