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Bert Brecht wird dieser Tage wieder in Augsburg gefeiert. Beim Festival 2012 geht es um "Brecht und die Politik". Das ist ein spannendes Thema in einer Stadt, die ihren großen Sohn über Jahrzehnte missachtete, weil er als "roter Dichter" galt.
Doch während der Eröffnungsfeier im Goldenen Saal fiel Gästen vor allem eines auf: Das Brecht-Festival droht immer mehr zu einer innerstädtischen Veranstaltung zu werden. Kaum ein Politiker aus den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg war im Rathaus vertreten. Auch Minister der Staatsregierung in München fehlten. Keine Lust auf den politischen Brecht? Vielleicht wächst das Interesse ja noch in den nächsten Tagen. Das Festival dauert bis zum 12. Februar.
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Ab dem kommenden Jahr wollen Festivalleiter Joachim Lang und die Augsburger Theater-Intendantin Juliane Votteler ihre Abstimmung verbessern. Die Gespräche laufen schon.
In diesem Jahr gibt es leider gleich mehrere konkurrierende Veranstaltungen: Zeitgleich mit der Brecht-Eröffnung am Donnerstag feierte das Theater im Hoffmannkeller eine Schauspielpremiere (Gespräche mit Astronauten). Wenn heute im Rahmen des Festivals das Münchner Rundfunkorchester im Goldenen Rathaussaal spielt, findet im Textilmuseum (tim) die Premiere des Schimmelpfennig-Stücks „Der Goldene Drache“ statt.
Und am kommenden Samstag stehen Kulturfreunde erneut vor einer schweren Entscheidung: Meret Becker singt Brecht (Goldener Saal) und gleichzeitig öffnet sich im Stadttheater der Vorhang zur Premiere von Schillers Freiheitsklassiker „Die Räuber“.
Der Plan, Brecht-Festival und Theater ab 2013 enger zu verbinden, ist überfällig. Beides sind Leuchttürme von Greater Augsburg. Sie sollten sich nicht gegenseitig das Licht nehmen.
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Der Bayerische Rundfunk (BR) hat im Augsburger Textilmuseum einen schwäbischen Regionalempfang gefeiert. Intendant Ulrich Wilhelm versprach, das kleine BR-Korrespondentenbüro am Augsburger Hauptbahnhof in den nächsten fünf Jahren zum Studio auszubauen.
Das ist auch bitter nötig. Angesichts der Bedeutung der Region Greater Augsburg ist der BR in Bayerns drittgrößter Stadt unterrepräsentiert. Zum Vergleich: Im Nürnberger Frankenstudio hat der BR mehr als 130 Mitarbeiter. Selbst in den Regionalstudios Würzburg und Regensburg ist der öffentlich-rechtliche Sender heute stärker vertreten als in der Fuggerstadt. Für den BR schien Augsburg bislang nur ein kleines Licht zu sein. Gut, dass sich das nun offenbar ändert.
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