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Aus den drei Spielen der letzten Woche haben wir sechs Punkte geholt, und trotzdem kann man nicht ganz zufrieden sein. Wider des bisherigen Saisonverlaufs konnten wir diese Woche auswärts überzeugen, und zwei enorm wichtige Spiele gegen unmittelbare Kontrahenten gewinnen. Zuhause schenkten wir allerdings einen sicher geglaubten Sieg her.
Am Dienstag in Iserlohn haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs machen können. Wir haben hoch konzentriert agiert, und die Fehler auf ein Minimum reduziert. Die Fans der Roosters waren von Beginn an kritisch ihrer Mannschaft gegenüber. Vor dem Spiel hielten sie ein Banner hoch, auf dem sie ihren Verein selber als "Serienmeister im Schönreden der eigenen Probleme" genannt haben. Als wir dann im zweiten Drittel das 1:0 durch Brian Roloff erzielten, hielten sie ein weiteres Banner in die Höhe, auf dem "zum genießen" stand. Daraufhin hat sich die Führung der Sauerländer im dritten Drittel zu einer, meiner Meinung nach sehr fragwürdigen, Durchsage hinreissen lassen, in der sie erklärten, die Fans mögen doch das "hochhalten von Spruchbändern" unterlassen. Man kann sich ja die Reaktion darauf vorstellen... Naja, das Spiel haben sie dann recht souverän verloren, dafür aber beide Spiele am Wochenende gewonnen. Somit liegen sie wieder auf einem Playoff-Platz - mit nur einem Punkt Rückstand auf uns.
Als wir am Freitag die Nürnberger zu Gast hatten, ist eigentlich jeder von einem Sieg ausgegangen. Vor allem, nachdem wir eine schnelle Führung erzielt haben und nach dem ersten Abschnitt sogar mit 2:0 vorne lagen. Trotz Ermahnung des Trainers, dass wir simpel und hart weiter spielen müssen, kam dann ein unerklärbarer Bruch ins Spiel. Wir haben einen Fehler nach dem anderen produziert und die Ice-Tigers wieder ins Spiel kommen lassen. Das Resultat ist ja bekannt, wir haben wichtige, sicher erwartete drei Punkte im Kampf um die Playoffs liegen lassen. Unser einziges Glück war, dass die meisten Teams um uns herum auch verloren hatten, somit waren wir immer noch auf einem Playoff-Rang, hatten jedoch wieder eine Menge Druck für das Sonntagspiel in Düsseldorf.
Bei den Noch-Metrostars haben wir dann wieder genau das abgeliefert, was Larry Mitchell von uns erwartet - einfaches, schnörkelloses, kampfbetontes Eishockey. Wir haben eine Menge Schüsse geblockt und sind verdient in Führung gegangen. Als die Düsseldorfer dann im zweiten Drittel stärker wurden und mehr Überzahl-Situationen hatten, haben wir mit Kampf und einem guten Tyler Weiman dagegen gehalten, und unterm Strich verdient gewonnen. Cam Paddock war, mit seinen zwei Toren, einer Vorlage und einem Fight, Matchwinner der Partie, auch wenn es eine geschlossen starke Mannschaftsleistung war. Etwas kurioses, und auch für mich neues, ist nach dem 2:3 Anschlusstreffer der DEG geschehen. Der Torschütze der Düsseldorfer, Patrick Reimer, machte eine obszöne Geste in Richtung unserer Spielerbank. Das wurde von mindestens einem der vier Schiedsrichter gesehen, die daraufhin eine fünfminütige Unterzahl und eine Matchstrafe verhängten - wegen "zeigen obszöner Gesten". Das hat es uns, bei einer Restspielzeit von siebeneinhalb Minuten, natürlich enorm vereinfacht, die Führung über die Zeit zu bringen.
Nach dieser, trotz der Heimniederlage, recht erfolgreichen Woche, stehen wir nun, mit sechs Punkten Rückstand auf den sechsten und drei Punkten Vorsprung auf den elften Platz, auf einem guten achten Rang, der gleichzeitig Heimrecht für die Pre-Playoffs bedeuten würde. Dies gilt es nun in den verbleibenden drei Wochen zu verteidigen.
Am Wochenende haben wir nur ein Spiel, am Freitag gegen die Eisbären aus Berlin. Das Sonntagspiel in Ingolstadt (!) wurde auf Dienstag verschoben. Kein leichter Gegner, die erstplatzierten aus der Hauptsadt, mit den zwei Ex-Panthern Darin Olver und Barry Tallackson, aber wir haben in der Vergangenheit ja schon gezeigt, dass wir gegen gute Mannschaften auch gut spielen.
Ich hoffe, wir bleiben weiter auf Kurs und sehen uns am Freitag Abend im Curt-Frenzel-Stadion. Da wollen wir die Schmach von der letzten Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten wieder gut machen, indem wir den Tabellenersten ohne Punkte nach Hause schicken.
Bis dahin, Euer
Leo Conti
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