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und ist ein schöner Farbklecks zwischen den grünen Fichten und Tannen. Der leise, kalte Winterwind lockt so etwas wie Musik aus ihrer Laubkrone. Eine deutsche Eiche kann sehr alt werden und so steht sie neben den immergrünen Fichten und hält ihre wenn auch mittlerweile braunen Blätter, die die Form einer Hand mit Fingern haben, in den Wind.
„Hui, hui“, ruft sie, „hört ihr Fichten, was raschelt denn da im Wind?“ und lacht schelmisch. Die Fichten etwas verärgert, rufen: „Ach du, mit deinen vergilbten, alten Blättern, warum hast du sie nicht auch im Herbst abgeworfen, wie die anderen Bäume auch?“, fragen sie. Aber obwohl sie Fichten sind, kennen sie den Grund: die Eiche kann es nicht, warum auch immer.
"Wofür sind Blätter eigentlich gut?" rufen sie, um die Eiche zu ärgern, "damit du uns mit deinem rascheln ärgern kannst?" "Nein", lächelt die Eiche und sagt:" Blätter sind dazu da, um mit Hilfe von Sonnenlicht, Nährstoffe, Chlorophyll für uns Bäume zu gewinnen. Da aber im Winter wenig Sonne scheint, müssten wir verhungern. Deshalb speichern wir die Nährstoffe vorausschauend und im Herbst entziehen wir unseren Blättern die Nährstoffe und dadurch verfärben sich die Laubwälder in eine bunte Landschaft. Schon mancher Künstler hat uns Bäume gemalt", und dreht sich vor stolz hin und her.
"Unsere Blätter", spricht sie weiter, "haben an ihrer Unterseite kleine Poren, über die das Wasser im Sommer verdunstet. Im Winter allerdings könnte gefrorenes Wasser auch unsere Zweige schädigen. Noch dazu sind abgeworfene Blätter nützlich, nicht nur weil sie die Wurzeln von uns Bäumen vor Frost schützen, dem Boden Nährstoffe zuführen, sondern auch, damit Tiere z. B. der Igel, in einem Laubhaufen überwintern könnten, wenn sie möchten und nach dem Abwurf der Blätter gehen die Laubbäume in eine Art Winterschlaf."
" Eine Ausnahme dieser Regel bilden aber wir, die Eiche, die Hainbuche und die Rotbuche. Wir wollen unsere braunen, welken Blätter den ganzen Winter über behalten und erst im Frühjahr abwerfen."
"Ich freue mich", ruft sie ihrer Nachbarin, der Fichte zu," zwischen euch grünen Nadelbäumen zu stehen und vor allen Dingen, bin ich auch nicht nackt und kahl, so wie manche Birke, oder die Sträucher" und nickt dabei eifrig.
„Hui, hui“, ruft sie da wieder und patscht in ihre Hände. „Lass doch, gib Ruhe“, rufen die Fichten zurück, wir möchten schlafen. „Aber wieso denn?“, fragt die Eiche, „ab und zu Bewegung, hilft unseren faulen Gliedern damit sie nicht völlig einfrieren“, meint sie schelmisch. Doch dann wird sie abgelenkt. Der Jägersmann kommt wieder, der die Rehe und Hirsche an der Futterstelle versorgt, da hat sie wieder etwas zu schauen, wenn die Waldtiere vorsichtig aus ihrem Dickicht kommen um sich die Köstlichkeiten holen. Ab und zu kommt auch zu ihr ein hungriges Tier, um die Eicheln auf dem Boden einzusammeln und sie zu verzehren.
Vom Waldrand aus hat sie eine gute Sicht und Langeweile kennt sie nicht. Und wenn der Frühling kommt, darauf freut sie sich schon, denn dann treiben auch bei ihr frische grüne Blätter aus und die welken darf sie im warmen Sonnenlicht abwerfen. Dann hat sie ihr Ballkleid an und kann im Wind tanzen. Ach, das Leben ist doch schön, denkt sie und hängt weiter ihren Träumen nach.
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