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Bischof Zdarsa weiß es in etwa schon. Aber was erwartet der Einzelne, was erwarten Christen, jung und alt ? Es ist eine Tatsache, dass in den nächsten Jahren einige Priester in Pension gehen. Inwieweit sie dann bei den Sonntags – Gottesdiensten, Eucharistiefeiern aushelfen können, wissen wir nicht und es kommt auch auf deren Gesundheitszustand an.
Gemeinden werden größer. Dies muss kein Nachteil sein, denn dadurch sind weitere Laien aufgerufen, ihre Charismen einzubringen. Auch Wortgottesdienste an Werktagen und Andachten, könnten Laien vorstehen.
Aus Görlitz weiß man, dass es sich dort ebenso verhält. Der Priesternachwuchs ist vielerorts knapp und die Bischöfe müssen handeln. Doch soll man jetzt deren Zukunftspläne negativ bewerten? Nein. Lassen wir uns doch überraschen. Die Bischöfe stehen in der Pflicht, allen Christen die Möglichkeit zu verschaffen, dass sie das Wort Gottes hören und an der Sonntäglichen Eucharistiefeier teilnehmen können.
Auch die alten und kranken Menschen werden eingebunden in die Seelsorge. Da könnte man sich arrangieren und Nachbarschaftshilfe anbieten. Die Kranken und alten Menschen, die selbst nicht mehr zur Kirche gehen können, besuchen, gemeinsam beten und ihnen die Hl. Kommunion reichen, vorausgesetzt der Priester der Gemeinde wünscht und erlaubt dies.
Wie war es denn beim Urchristentum? Wie viele sind da an einem Ort zusammengekommen um Gott zu loben, zu beten und die Schrift zu lesen, oder Gleichnisse Jesu, sein Wort zu hören? Waren es tausende?
Und wie viele sind es in der Kirche in der Stadt? Oder auf dem Land? Eine Handvoll, 50 oder 100 Christen, die da zusammenkommen?
Viele haben der Kirche aus unterschiedlichen Gründen bereits den Rücken gekehrt und unsere Kirchenbänke werden immer leerer. Manche Christen gehen nur an Ostern, Weihnachten, oder bei Beerdigungen in die Hl. Messe. Diejenigen die jede Möglichkeit zur Eucharistiefeier nützen, sind doch nicht mehr viele, oder?
So werden wir nicht umhin kommen, das anzunehmen, was die Zukunft bereithält. Die katholische Kirche wird nicht untergehen, im Gegenteil, es kann ein Neuer Aufbruch werden! Ein Hinausgehen aus der kleinen Gemeinschaft und eine Verbindung mit weiteren Christen. So kann Kirche lebendiger werden.
Wir sollen auf Gott Vertrauen und nicht voller Angst und eventuell Wut auf unseren Bischof schauen. Wer weiß, ob nicht noch einige Junge Männer den Ruf Jesu: „folge mir nach“ vernehmen?
Unsere Dorf - Kirchen werden geöffnet bleiben, so wie jetzt auch, damit man immer eintreten kann, um zu beten.
Warten wir also geduldig ab und wenn wir können, bringen wir uns positiv ein. Denn nur so, kann Kirche gelingen!
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