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Pünktlich nach den Narrentagen folgt die Ernüchterung, durch den Aschermittwoch. Er ist jährlich der Beginn der 40 tägigen Fastenzeit. Warum gibt es die Fastenzeit? Zunächst einmal: ist sie gut für die Gesundheit, da im Fasching mitunter auch Alkohol getrunken und noch dazu, oft zu wenig geschlafen wird. Somit dient sie nicht nur der Leber zur Reinigung, zur Erholung. Dann auch um durch Verzicht auf Abhängigkeiten, die bei jedem unterschiedlich sind, zu einem „geistigem Erwachen“ zur Erkenntnis zu gelangen, was wirklich wichtig ist im Leben. Und letzendlich dient die Fastenzeit dazu, sich durch Gebet und Buße, durch innere Umkehr auf die Passionszeit: Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu, vorzubereiten.
Buße zu tun ist uns bereits aus dem Alten Testament, unter Jona 3,1-9 bekannt. Jona sollte sich auf Befehl Gottes nach Ninive begeben um ein Fasten, ein Buße tun, auszurufen. Das Volk sollte auf Geheiß Gottes umkehren, die Taten (Sünden) die seinen Geboten entgegen stehen erkennen, ablegen, bereuen und das binnen 40 Tagen. Ansonsten würde Gott, der Herr, Unheil über sie bringen.
Auch Daniel hat in Sack und Asche gefastet und legte ein Bekenntnis ab vor Gott seinem Herrn. Indem er sagte: „Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen. Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten gehört……..“ ( Dan. 9,3- )
Bevor Jesus lehrte, hat er nach der Taufe im Jordan, 40 Tage gefastet. Dazu wurde er vom Geist Gottes, dem Hl. Geist, in die Wüste geführt ( Mt. 4,1-11).
Können wir uns in etwa vorstellen, was es bedeutet, längere Zeit in der Wüste zu leben? Wüste ist nicht immer grün und schattig. Wüsten - Erfahrung machten auch die Wüstenväter. Und in dieser Einsamkeit und Verlassenheit, konnten sie ihre inneren Dämonen wie sie es nannten, erkennen und durch Widerstand besiegen. Auch wir bleiben von so manchen Wüsten - Erfahrungen nicht verschont, ohne dass wir uns dazu in eine Wüste begeben. Gerade wenn wir uns einsam und verlassen fühlen. Wenn wir schwerkrank daniederliegen. Wenn wir einen lieben Menschen verloren haben. Immer dann, wenn wir Sorgen und Kummer, Nöte und Ängste haben. Dann, besonders dann ist es schwer zu lieben, anzunehmen, was gerade ist. Es ist manchmal eine Gratwanderung zwischen Dunkelheit und Licht, zwischen bangen und hoffen, aufgeben wollen und dennoch weitergehen. Die Versuchung ist in Momenten der Dunkelheit größer – anderen die Schuld zuzuschieben, zu hassen, das Umfeld lieblos zu behandeln etc.
Jesus ist uns alle Wege vorangegangen und er weiß, wie wir uns fühlen. Er weiß auch, was fasten heißt. Er weiß was Einsamkeit, Verlassenheit heißt. Aber auch was Versuchung heißt! Denn nach diesen 40 Tagen der Enthaltsamkeit kam der Versucher auf ihn zu, da er hoffte, dass er jetzt ein leichtes Spiel hat, Gottes Sohn verführen zu können. Aber trotz der Schwäche des Fastens, war Jesus stark genug, den Künsten Satans zu widerstehen.
Die Einführung der Fastenzeit begann bereits im 4. Jahrhundert.
Das äußere Zeichen der Fastenbereitschaft, das Symbol dafür, ist das Aschenkreuz. Dazu werden die Palmzweige des Vorjahres verbrannt und mit der Asche davon, wird dem Kirchenvolk vom Priester ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet, als Zeichen für die Bußbereitschaft.
Die Worte beim Auflegen des Aschenkreuzes lauten: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“ Dies erinnert an die Worte als Gott Adam und Eva aus dem Paradies vertrieb und zu Adam sprach:“ Vom Ackerboden bist du genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück“ (Gen. 3, 19).
Mancherorts spricht der Priester auch eine kürzere Formel:“ Kehr um und glaub an das Evangelium“. Dies bedeutet: Kehr um von deinem falschen Weg, glaube an Gott und nimm das Evangelium als Leitfaden für dein Tun.
Im 11. Jahrhundert wurde durch den damaligen Papst Urban bestimmt, dass diese Asche vorher geweiht wird.
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