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Die Maximilianstraße, Augsburgs Stolz,
sorgt für Wirbel. Ja was soll's.
Man ist schon vieles hier gewohnt,
ob sich der ganze Ärger lohnt?
Ich sage Euch, 's ist kein Genuss:
der Granitbelag sorgt für Verdruss.
Er entwickelt sich zum Mosaik,
in diesem Fall ist das nicht schick.
Denn je nach Wetterlage, hört,
ändern sich, was alle stört,
die Farben des Granits ganz schnell,
einmal dunkel, einmal hell.
Einem Fleckerlteppich, ziemlich bunt
- so tun uns die Experten kund -,
ähneln die Granitsteinplatten,
auf die wir uns schon lang g'freut hatten.
Das Tiefbauamt ist sehr schockiert,
dass das gerade jetzt passiert,
zumal der Zeitplan schien im Lot.
Man konnte umbau'n ohne Not.
Die Baufirma, die will versiegeln,
um die Sache glatt zu bügeln.
Das wiederum kommt nicht in Frage,
sagt Weber und denkt schon an Klage.
Mensch gibt’s denn niemand, liebe Leut,
der den Baufortschritt betreut
und der von Amtes wegen schreit,
wenn was schief läuft weit und breit?
Warum läuft keiner rum und schaut,
ob alles wird nach Plan gebaut
und ob alles auch so passt
- ich sage mal - zumindest fast.
Als Bürger hab ich's langsam satt,
was so passiert in dieser Stadt.
Denn Herr Weber bereits frägt,
wer die Mehrkosten wohl trägt?
Es ist wohl nur ein Schönheitsfehler,
doch erhöht er nun den Zähler
all der Pannen in uns'rer Stadt,
die wieder was zu lachen hat.
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