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Film - ab! - Wertung: 9 / 10
Mit Fortsetzungen ist das oft so eine Sache: Spätestens ab dem dritten Teil werden Geschichten oftmals fadenscheinig, namhafte Schauspieler und Regisseure kehren dem Projekt den Rücken und das Ergebnis löst nicht selten Kopfschütteln beim Zuschauer aus. Das hindert Produzenten nicht daran, Filmreihen wie „Saw“ oder „Hellraiser“ bis zum Erbrechen fortzusetzen – vorausgesetzt die Zahlen stimmen.
So war auch der Ruf von „Planet der Affen: Prevolution“ anfangs nicht der Beste. Nach „Planet der Affen“ (1968), „Rückkehr zum Planet der Affen“ (1970), „Flucht vom Planet der Affen“ (1971), „Eroberung vom Planet der Affen“ (1972), „Die Schlacht um den Planet der Affen“ (1973) und Tim Burtons Neuauflage (2011) mit Mark Wahlberg, sollte die Geschichte um den Affenplaneten eigentlich ausführlich erzählt worden sein. Eigentlich. Denn der in Hollywood bis dato gänzlich unbekannte Rupert Wyatt beweist mit seinem Prequel „Planet der Affen: Prevolution“, dass die Affen längst noch nicht tot sind. Im Gegenteil: Wyatt haucht ihnen neues Leben sein. Spannender denn je kehren sie auf den Bildschirm zurück. Das verdankt der Film einer intelligenten Story und zu großen Teilen Andy Serkis, der als Schimpanse Caesar einen beeindruckenden Auftritt hinlegt.
Zur Story: Der junge Wissenschaftler Will Rodman (James Franco aus „127 Hours&ldquo forscht an einem Heilmittel gegen Alzheimer. Als eine vielversprechende Testreihe an Affen tragisch endet, werden die Versuchstiere getötet und das Projekt eingestellt. Will bringt es jedoch nicht übers Herz, Schimpansenbaby Caesar einzuschläfern und nimmt das Affenkind mit nach Hause. Aus vorübergehend werden Jahre und zwischen Will und Caesar entsteht eine besondere Bindung. Im Laufe der Zeit entwickelt Caesar aber eine übermenschliche Intelligenz, die auf seine Umwelt zunehmend bedrohlich wirkt. Als Will gezwungen wird, ihn in einem Affengehege abzugeben, bricht für Caesar eine Welt zusammen. Doch es gelingt ihm, sich und die anderen Affen zu befreien: Der Aufstand beginnt.
„Planet der Affen: Prevolution“ macht alles richtig: Die Story ist durchdacht und wirkt zu keinem Augenblick konstruiert, die Action ist mitreißend und doch wohl dosiert und die Schauspieler halten sich allesamt zurück, um dem Star des Films genügend Raum zu lassen. Und der Star ist zweifelsohne Andy Serkis als Caesar. Zeigte der Brite schon als King Kong und Gollum sein Talent, ungewöhnlichen Kreaturen mittels "Motion Capture"-Verfahren Leben einzuverleiben, ist seine Darstellung von Caesar zweifelsohne sein Meisterwerk. Man kann den Blick kaum abwenden – jeder Gedanke und jedes Gefühl lässt sich an in seinem Gesicht des Affen genau ablesen und zieht den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Ganz nebenbei strickt Regisseur Wyatt noch die Fäden zur Story des Originals von 1968 (mit Charlton Heston) weiter.
Fazit: Ein beeindruckendes Sience-Fiction-Abenteuer, dass dem Original alle Ehre macht. Bleibt zum einen nur zu hoffen, dass der Film den Oscar für "Beste visuelle Effekte" bekommt und zum anderen, dass die bereits geplante Fortsetzung nicht irgendwann im typischen Fortsetzungssumpf untergeht. Übrigens ist Andy Serkis nach aktuellem Stand der Dinge wohl wieder mit an Bord.
Video: In einem kleinen Trailer / Blick hinter die Kulissen kann man einen Eindruck von "Planet der Affen: Prevolution" und dem unglaublichen "Motion Capture"-Verfahren bekommen:
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