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Film ab! - Wertung: 4 / 10
Oben ohne. So kennen und lieben ihn seine Fans aus der Twilight-Reihe. Taylor Lautner empfand Oberbekleidung wohl immer als lästig, denn er riss sich die ollen Hemden in den gleich reihenweise von der Brust. Mit dem Actionfilm „Atemlos‘“ versucht der 20-Jährige nun sein Werwolf-Image abzustreifen, schließlich hat auch jede Vampir-Saga irgendwann ein Ende. Doch auch in „Atemlos“ steht der junge Mann einfach keinen ganzen Film angezogen durch. Vielleicht dachten die Produzenten ja, dass ihn seine Fans ansonsten nicht erkennen würden. Deshalb dauert es in "Atemlos" nur bis Szene Zwei und Schwupps - Lautner steht in seiner Lieblingspose da: Oben ohne.
Zur Story: Nathan Harper (Taylor Lautner) traut seinen Augen nicht: Auf einer Webseite mit vermissten Kindern entdeckt er ein Kinderfoto von sich. Aber kann das sein? Er führte doch immer ein wohlbehütetes Vorstadtleben mit Mum (Maria Bello) und Dad (Jason Isaacs). Und falls der Junge auf dem Foto wirklich er ist, wer sind dann diese Menschen, die sich so führsorglich um ihn kümmern? Und wer ist er selbst? Um Nachforschungen anstellen zu können bleibt dem Teenager keine Zeit, denn schon stürmen zwei Profikiller in sein Haus und erschießen seine vermeintlichen Eltern. Nathan gelingt die Flucht, zusammen mit seiner Nachbarin Karin (Lily Collins), für die er zufälligerweise schon immer schwärmt. Stück für Stück kommt die Wahrheit über Nathans Vergangenheit ans Licht. Auf der Flucht werden dann aber auch noch die wichtigen Fragen des Lebens besprochen wie: „Warum hatten wir eigentlich nie ein Date?“ und natürlich der Klassiker: „Werden wir sterben?“. Neben all diesen brennenden Fragen und dem vielen Weglaufen bleibt aber auch Zeit für ein Romantik....
Das Schlimmste vorab: Der Film hat inhaltliche Lücken. Man könnte sie auch als Löcher bezeichnen. Warum spricht der Bösewicht niemals ein Wort? Antwort: Der soll gar nicht reden – böse dreinschauen reicht vollkommen aus. Und warum zum Geier bleibt Nachbarin Karin nicht einfach zu Hause vor der Glotze, wo es sicher ist? Antwort: Viel zu gefährlich. Amen. Lautners Freundin sieht im Übrigen aus, als wäre sie höchstens 14 Jahre alt, was bei den heftigen Knutschszenen ein wenig verstörend wirkt.
Aber egal, der Film will nicht mit Story oder guter schauspielerischer Leistung punkten, sondern mit Action. Und Kämpfen kann Lautner gar nicht mal schlecht. Gekonnt gibt das Muskelpaket den Bösewichten eins auf die Mütze. Und auch bei den kurzen Parkour-Szenen im Baseball-Stadion zeigt Lautner, dass er sich im Action-Genre durchaus wohl fühlt.
Fazit: "Atemlos" ist ein kurzweiliger, aber unlogischer Actionfilm. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man die Zielgruppe des Films beachtet. Hier wurde bewusst kein tiefgründiger oder komplizierter Polit-Thriller inszeniert, sondern ein Actionfilm für Teenager. Wen interessiert da schon das Warum, wenn es stattdessen ein paar hochglanz Knutsch-Szenen gibt.
Jedem, dem die Story eines Actionfilm völlig egal ist: Zugreifen. Wer eine anständige Geschichte will: Finger weg von „Atemlos“ und besser nochmal „Auf der Flucht“ mit Harrison Ford aus den Tiefen der hintersten Videothek-Regale hervorholen.
Wer vorab einen Blick auf Action-Held Lautner werfen möchte - hier der Trailer:
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