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Vorsicht bei Facebook: Google-Gründer: Gefahr für das freie Internet

Vorsicht bei Facebook

Google-Gründer: Gefahr für das freie Internet

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    Google-Mitbegründer Sergey Brin sieht die Freiheit des Internets in Gefahr.
    Google-Mitbegründer Sergey Brin sieht die Freiheit des Internets in Gefahr. Foto: dpa

    "Rund um die Welt haben sich sehr mächtige Kräfte gegen das freie Internet formiert", sagte Google-Mitbegründer Sergey Brin der britischen Tageszeitung Guardian. Sie bedrohen die Prinzipien des offenen Internets bedroht. Vor allem autoritäre Staaten wie China, Saudi-Arabien und Iran würden dagegen arbeiten. Ebenso seien laut Brin die Online-Politik der Unterhaltungsindustrie und die "vermauerten Gärten" der Google-Konkurrenten Facebook und Apple gefährlich. "Ich bin besorgter als je zuvor. Es ist beängstigend."

    Machtspielchen zwischen Google und Facebook

    Google und Facebook streiten sich seit Jahren um Nutzerdaten. Google sperrte im Herbst 2010 dem weltgrößten Online-Netzwerk den Zugang zur Auswertung von E-Mail-Adresslisten - um Druck auf Facebook auszuüben und das Unternehmen dazu zu drängen, seine Datenbestände zu öffnen. Facebook bietet Nutzern an, ihre Kontaktlisten bei großen E-Mail-Anbietern wie GMail oder Hotmail zu durchsuchen, um schneller ihre Bekannten auch bei dem Sozialen Netzwerk zu finden.

    Soziale Netzwerke - ein Überblick

    Unter den bekanntesten sozialen Netzwerken ist Facebook das mit Abstand populärste.

    Hier ein Überblick über Netzwerke und User-Zahlen:

    Facebook ging Anfang 2004 online – ausschließlich für Harvard-Studenten. Mittlerweile eint es eigenen Angaben zufolge über eine Milliarde aktive Mitglieder.

    Google + startete im Sommer 2011 und gilt als größter Facebook-Konkurrent. Das Netzwerk hat über 500 Millionen Mitglieder.

    Myspace war bis 2006 das populärste Netzwerk, wurde vor allem von Musikern und Bands, aber auch Privatleuten genutzt.

    StudiVZ hatte sich nach der Gründung 2005 stetig erweitert - um die Portale SchuelerVZ und MeinVZ. Mit dem Siegeszug von Facebook gingen die VZ-Netzwerke in den Sinkflug.

    Xing wird von etwa 10 Millionen Mitgliedern vor allem für berufliche Kontakte genutzt.

    Wer-kennt-wen, ein deutsches Portal, hatte laut eigenen Angaben bis zu 9 Millionen Nutzer. Doch dann grub Facebook auch diesem Netzwerke das Wasser ab.

    Tumblr ist eine Plattform für Micro-Blogging. Das 2007 in den USA gegründete Netzwerk hat mittlerweile weit über 40 Millionen Blogs.

    Im dem Interview bekräftigte Brin die Kritik: "Facebook hat viele Jahre lang GMail-Kontakte rausgesaugt." Gleichzeitig mache es die Firma von Mark Zuckerberg den Anwendern nicht leicht, ihre Daten von Facebook zu einem anderen Dienst wie Google+ umzuziehen.

    Brin: Zu viele Regeln erstickenjede Innovation

    Brin, der bei Google für "Spezial-Projekte" wie das selbstlenkende Auto und die kürzlich vorgestellte Daten-Brille Google Glass zuständig ist, attackierte in dem Interview insbesondere Facebook. "Man muss nach ihren Regeln spielen, und die sind wirklich restriktiv." In einer solchen Umgebung hätte er zusammen mit Larry Page niemals eine Suchmaschine wie Google entwickeln können. "Das funktionierte nur, weil das Netz so offen war. Wenn es erst einmal zu viele Regeln gibt, wird jede Innovation erstickt." dpa

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