Freitag, 31. Oktober 2014

02. Februar 2013 13:20 Uhr

Internet

Hackerangriff auf Twitter

Der Internetdienst Twitter ist nach eigenen Angaben Opfer einer "technisch ausgefeilten" Cyber-Attacke geworden.

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Twitter wird Opfer von Cyber-Attacke: Darunter könnten Nutzernamen, E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter sein, schrieb IT-Sicherheitschef Bob Lord in einem Blogeintrag.
Foto: AZ

Twitter wird Opfer von Cyber-Attacke: Der Hackerangriff, bei dem die Zugangsdaten von rund 250.000 Nutzern gestohlen wurden, sei "nicht das Werk von Amateuren", erklärte der Sicherheitschef des Onlinedienstes für Kurzbotschaften, Bob Lord, am Freitag (Ortszeit) in seinem Blog. Twitter vermute zudem, dass es sich nicht um einen Einzelfall handele.

Hackerangriffe auf "New York Times" und "Wall Street Journal"

Die US-Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" hatten in den vergangenen Tagen ebenfalls über Hackerangriffe auf ihre Internetseiten und Computersysteme berichtet. Sie vermuteten Hacker aus China hinter den Angriffen. Beide Zeitungen gingen dabei davon aus, dass die Angriffe darauf abzielen sollten, die jeweilige China-Berichterstattung zu überwachen.

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Twitter hingegen äußerte sich zunächst nicht dazu, von wo aus der Angriff geführt wurde. Die Hacker hätten eine "extrem ausgefeilte" Technik eingesetzt. "Wir glauben, dass in jüngster Zeit auch andere Unternehmen und Organisationen auf ähnliche Weise angegriffen wurden", schrieb Lord.

Nutzerdaten entwendet

Bei den entwendeten Nutzerdaten könnte es sich seinen Angaben zufolge um Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Passwörter und andere Daten von rund 250.000 Nutzern handeln. Twitter habe die Zugangsdaten der betroffenen Konten daher sicherheitshalber ungültig gemacht und deren Inhaber per E-Mail aufgefordert, neue Passwörter anzulegen.

 

Die am Freitag aus dem Amt geschiedene US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Donnerstag erklärt, die US-Regierung beobachte eine Zunahme von Hackerangriffen sowohl auf staatliche Einrichtungen als auch auf Privatunternehmen. Sie wünsche sich ein internationales Forum, das Antworten auf "diese Art illegalen Eindringens" suche.

Twitter: Sitz in San Francisco

Mike Lloyd, technischer Direktor der Sicherheitsfirma RedSeal Networks, sprach bei dem Angriff auf Twitter von einem weiteren "Weckruf". Was derzeit geschehe, sei ein "Krieg zwischen Unternehmen und Datendieben und wir verlieren ihn", erklärte er.

Twitter mit Sitz in San Francisco hat eigenen Angaben vom Dezember zufolge mittlerweile mehr als 200 Millionen aktive Nutzer. Diese können über den Dienst Botschaften mit einer Länge von bis zu 140 Zeichen verschicken. Interessierte, sogenannte Follower, können diesen Nachrichtenstrom verfolgen. Vor allem im Zuge von gesellschaftlichen Revolten gewann der Dienst in jüngster Vergangenheit zunehmend an Bedeutung. In China ist Twitter offiziell gesperrt. (afp, AZ)

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